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Olof-Palme-Friedenspreis 2016

Veröffentlicht am 02.03.2016, 12:30 Uhr     Druckversion

Denker, Kassovic, Garde, Danhier

Aydan zoğuz: Wrdigung engagierter Menschen und des Namensgebers

Vor 30 Jahren, am 28. Februar 1986, wurde der schwedische Ministerprsident Olof Palme auf offener Strae erschossen. Zum Gedenken an sein Bemhen, den Menschen ein Leben in demokratischer Freiheit zu verschaffen, seinen Kampf gegen Unrecht und Rassismus, fr die Verbesserung der Situation in der Dritten Welt sowie sein Eintreten fr Frieden und Sicherheit durch Partnerschaft und Abrstung verleiht die SPD Stormarn seit 1987 den Olof-Palme-Friedenspreis

an Vereine, Verbnde und Menschen aus Stormarn, die sich besonders fr ein friedliches Miteinander und ein menschenwrdiges Dasein fr alle engagieren. 2016 ging der Preis an den Verein Pryvit um Wulf Garde, der Kindern aus der Region um Tschernobyl hilft.

Knapp 200 Gste konnte die Stormarner SPD-Kreisvorsitzende Susanne Danhier im Reinbeker Schloss begren. Festrednerin war Aydan zoğuz, stellvertretende SPD-Parteivorsitzende und Staatsministerin fr Integration. Sie freute sich, an einer Veranstaltung teilnehmen zu knnen, bei der engagierte Menschen aus dem Kreis Stormarn ebenso gewrdigt werden wie der Namensgeber des Preises.  zoğuz erinnerte in ihrer Rede an eine Radioansprache Olof Palmes von 1965, in der er den Weg zu einem anderen Schweden skizzierte und mahnte, keine Angst vor Menschen mit anderer Kultur oder anderer Hautfarbe zu haben. Dass es eine moralische Verpflichtung sei, Menschen in Notsituationen zu helfen. Eine hnliche Rede sei vom aktuellen deutschen Verkehrsminister eher nicht zu erwarten, stellte sie augenzwinkernd fest.

Manchen scheine es zu berraschen, so die Staatsministerin fr Integration, dass die Flchtlinge es berhaupt bis Deutschland schafften. Wichtig sei heute, den gutgelaunten Teil der Bevlkerung zu untersttzen, der sich um Integration bemhe und versuche, die Fehler, die nach 1955 mit den Gastarbeitern in Deutschland gemacht wurden, nicht zu wiederholen. Sie warb fr Haltung, warnte vor einer Aufspaltung Europas in nationale Egoismen und erinnerte an den alten SPD-Leitspruch: Ein besseres Land kommt nicht von allein! Besonders gewrdigt wurde an diesem Abend der im vergangenen Jahr im Alter von 93 Jahren gestorbene Bundespolitiker Egon Bahr, der vom damaligen SPD-Vorsitzenden Franz Thnnes fr die ersten Jahre des Preises als Kuratoriumsvorsitzender gewonnen werden konnte. Bahrs Tochter Ariane Niehoff-Hack nahm an der Veranstaltung teil und war extra aus Nrnberg angereist.

Das Kuratorium, , dem auch der Reinbeker Landtagsabgeordnete Martin Habersaat angehrt, entscheidet ber die Vergabe des Preises.  Heutige Vorsitzende ist Birgit Kassovic, die mit der Walter-Jacobsen-Gesellschaft zusammen mit den Stormarner SPD-Bundes- und Landtagsabgeordneten in jedem Jahr das Preisgeld stiftet. Aus sieben Nominierungen wurde 2016 Pryvit ausgewhlt, ein Verein, der 2011 vom Ahrensburger Wulf Garde gegrndet wurde. Jeden Sommer sind 18 hilfsbedrftige Kinder aus der Region um das ehemalige Atomkraftwerk in Tschernobyl zu Gast in Grohansdorf, drfen Ferien erleben und werden medizinisch versorgt. Garde schilderte in seiner Dankesrede eindrucksvoll die gottverlassene Gegend um Tschernobyl und die Hilfsbedrftigkeit der Menschen dort. Neben dem lobenswerten Projekt selbst hob Kuratoriumsmitglied Cord Denker besonders hervor, dass im Vorstand des Vereins Deutsche, Ukrainer und Russen vlkerverstndigend zusammen arbeiten.

Links zu den Preistrgern und den anderen Nominierten:

Pryvit

Snke-Nissen-Park Stiftung (Glinde)

JuZ Reinbek

German Folk and Gospel Choir (Bargteheide)

Cotranga (Ahrensburg)

Runder Tisch Ahrensburg

Freundeskreis Flchtlinge (Grohansdorf)

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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