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Film „Water makes Money“ begeistert im Schlosssaal

Veröffentlicht am 28.03.2013, 01:43 Uhr     Druckversion

Bad Bramstedt. Selten kann man in Bad Bramstedt direkt mit Filmemachern diskutieren. Diese Gelegenheit nutzten die gut 70 Besucherinnern und Besucher der Filmvorführung „WATER MAKES MONEY. Wie private Konzerne mit Wasser Geld machen“. Auf Vermittlung der Bad Bramstedter SPD zeigte die Friedrich-Ebert-Stiftung diesen Film im gut gefüllten Bad Bramstedter Schlosssaal, der sich für  1 ½ Stunden in einen Kinosaal und für nochmals die gleiche Zeit in ein Diskussionsforum verwandelte.

Die Macherin des Films,  Leslie Franke, war eigens angereist und stand nach der Vorführung den Gästen Rede und Antwort. Dabei wusste sie intensiv von den Schwierigkeiten zu berichten, die ihr und ihrem Partner Herdolor Lorenz mit diesem Film entstanden seien.

Der Film befasst sich mit Hintergründen, Profiteuren und Auswirkungen der Wasserpolitik. Es ist ein investigativer Film, der vielen Menschen die Augen über das globale Geschäft mit dem Wasser öffnet, so auch in Bad Bramstedt. Die Botschaft, dass Wasser eben keine Handelsware sondern ein Menschenrecht ist, kam deutlich beim Publikum an und wurde mit Beifall versehen. Zahlreiche Besucher meldeten sich zu Wort und trugen zu einer sehr intensiven Diskussion bei. Leslie Franke sagte, dass dieser Film noch frei gezeigt werden könne. Der Wasser-Konzern Veolia habe in Frankreich Klage gegen den Film eingereicht, über die am Gründonnerstag entschieden werden solle. Ein Ausstrahlungs- bzw. Aufführungsverbot sei künftig nicht auszuschließen. Seit einigen Wochen erlebe die Filmfirma massive Attacken auf Ihre Homepages und Ihre Computerer, die erhebliche Probleme in der Filmproduktion hervorgerufen habe. Wer hinter den Trojanerangriffen stehe, wisse man nicht.

Veolia ging schon einmal gegen die Ausstrahlung eines kritischen Wasserfilms vor. Leslie Franke und Herdolor Lorenz hatten bereits 2005 in dem zusammen mit dem NDR produzierten Film „Wasser unterm Hammer” über die Praxis der Geheimverträge bei der Teilprivatisierung der Berliner Wasserwerke aufklären wollen. Das rief den Konzern auch dort auf den Plan.

Aber der Widerstand der Konzerne gegen den Film „Water Makes Money“ habe nur dazu geführt, dass sich immer mehr Menschen für den Film interessieren. Das Netzwerk bestehend aus Kritikern der Wasserprivatisierung bis hin zu Menschen, die sich bislang gar nicht so intensiv mit dieser Problematik befasst hatten, unterstützen die Autoren nach Kräften. Das gebe den Filmemachern einen enormen Rückhalt. Die Autoren des Films bedanken sich bei allen, die den Film seit der Attacke von Veolia unterstützen: „Es ist einfach wunderbar, diese breite Unterstützung zu erfahren“, erklärte Leslie Franke dem aufmerksam lauschenden Publikum.

Das Podium leitete Frederic Werner von der Friedrich-Ebert-Stiftung und mit im Podium saß Jan-Uwe Schadendorf als Kommunalpolitiker der SPD und mit seiner Erfahrung als Aufsichtsrat der Stadtwerke Bad Bramstedt. Schadendorf wies daraufhin, dass Bestrebungen der EU zur Ausschreibung von Wasserkonzessionen die Privatisierung der Trinkwasserversorgung in Bad Bramstedt bedeuten könne. „Wachsamkeit ist das Gebot der Stunde“, war seine Mahnung, „wir müssen auf der Hut sein, bevor wir von EU-Regelwerken zu Dingen gezwungen werden, die nicht zum Wohl unserer Bürger sind. Wir haben Anträge in der Stadtverordnetenversammlung gestellt, die Privatisierung abzulehnen. Leider haben wir da noch keine Mehrheit für gefunden, aber wir lassen nicht locker.“

Dass frühzeitige Aufmerksamkeit und Mobilisierung zu Erfolg führen kann, wusste Leslie Franke zu berichten. Die Berliner, als Leidtragende einer Privatisierung der Wasserversorgung, haben mit einem erfolgreichen Volksbegehren erreicht, dass die Geheimverträge mit den privaten Betreibern offen gelegt werden müssen. Auch dies sei ein wenig mit das Verdienst der Autoren des Films, der Wochen lang in Berlin während einer Unterschriftenkampagne aufgeführt wurde.

Leslie Franke fordert, dass nur die real anfallenden Kosten in die Wassertarife eingestellt werden, denn Gewinne, Renditen, Profite hätten in Bereichen der Daseinsvorsorge, wie der Wasserversorgung, nichts verloren. Deshalb sei es auch nichts für eine Privatisierung.

Wenn die Informationen des Films einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, bestehe eine Chance, dass die Praktiken der privaten Wasseranbieter bei den Bürgern bekannt werden.

Diese Botschaft fiel auf fruchtbaren Boden bei den Besucherinnen und Besuchern, die den Film und die Diskussion mit reger Aufmerksamkeit aufgenommen hatten. Der lokale Bezug und die direkte Betroffenheit eines jeden Einzelnen mit diesem Thema wurde vielen erst jetzt klar. Einige versprachen gleich, diese Botschaften weiter zu tragen.

Homepage: SPD Bad Bramstedt


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