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Inklusion ist machbar – Schulbegleitung erhalten
Herausgeber: Martin Habersaat, MdL am: 28.07.2014, 12:19 Uhr

Zu diesem Thema trafen sich Eltern, Schulbegleiter und andere Interessierte im Kleinen Theater in Bargteheide auf Einladung der SPD. Zu Beginn erläuterte Martin Habersaat, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, die rechtlichen Voraussetzungen und Entwicklungen der vergangenen Monate. Gemeinsames Lernen von Kindern mit und ohne Behinderung sei ein Rechtsanspruch, seit Deutschland 2009 eine entsprechende UN-Konvention unterzeichnet habe. Er appellierte an alle politischen Ebenen, diesen Anspruch gemeinsam umzusetzen.



 



Die Umsetzung vor Ort in den Schulen und Kitas ist schwierig. Da gilt es Vorurteile auf allen Seiten abzubauen, Schulen und Kindergärten entsprechend aus- und umzubauen. Und dazu seien Geld und Personal erforderlich. Von Seiten des Landes geplant sind als nächster Schritt 314 sogenannte Schulassistenzen, die in Schleswig-Holstein an den Schulen angestellt werden und für die Kinder mit Förderbedarf da sind. Über die Zukunft der Schulbegleitung verhandeln gerade Land und Kreise. Und mit dem neuen Lehrkräftebildungsgesetz wird Inklusion erstmals verbindlicher Bestandteil der Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern.



Susanne Danhier, Mitglied des Kreistages und des Jugendhilfeausschusses, berichtete von ihrer praktischen Erfahrung vor Ort. Als Erziehungsberaterin in Bad Segeberg hat sie viel Kontakt mit betroffenen Eltern und begleitet zwei Schulbegleitungsprojekte in Grundschulen. „Es muss sichergestellt sein, dass die betroffenen Kinder weiterhin die optimale Förderung in den Schulen erhalten, um gleichberechtigt am Unterricht teilzunehmen“, so Danhier.



Die sich anschließende rege Diskussion wurde von Jürgen Weingärtner, SPD Fraktionschef in Bargteheide moderiert. Auch er kennt sich in der Materie aus, ist doch seine Tochter Sonderpädagogin. Vor allem an einem verlässlichen Verfahren sind die Eltern der Kinder mit Handikap interessiert. „Wir möchten nicht immer als Bittstellerinnen behandelt werden“, betonte eine Mutter. Einig waren sich alle, dass die Förderzentren in Bargteheide und Ahrensburg weiter benötigt werden und erhalten bleiben müssen.


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