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Neue Kontakte zwischen Kultur und Schule

Veröffentlicht am 16.03.2016, 16:59 Uhr     Druckversion

Kulturvermittler

69 Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler fr Schleswig-Holstein

Kulturministerin Anke Spoorendonk und Bildungsministerin Britta Ernst konnten am 14. Mrz 69 Zertifikate vergeben. Neue Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler sollen knftig lokale und regionale Aktionsbndnisse von schulischen und auerschulischen Bildungseinrichtungen initiieren, beraten und entwickeln. Die Knstlerinnen und Knstler sowie Lehrkrfte haben sich im Rahmen des Projektes Schule trifft Kultur - Kultur trifft Schule qualifiziert.

Das Projekt, das bis 2017 laufen soll, wird gemeinsam vom Ministerium fr Justiz, Kultur und Europa, dem Ministerium fr Schule und Berufsbildung sowie der Stiftung Mercator getragen. Als Gast nahm Martin Habersaat, Vorsitzender des Arbeitskreises Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur der SPD-Landtagsfraktion, an der Zeremonie teil. Der Reinbeker Landtagsabgeordnete freute sich, dass auch aus den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg 10 Kulturschaffende mitmachen.

Auch der Koordinator des Projekts ist in Stormarn kein Unbekannter: Klaus Mller leitete viele Jahre lang das Emil-von-Behring-Gymnasium in Grohansdorf. Kulturministerin Spoorendonk lobte das Projekt: Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler in Schleswig-Holstein bilden eine Brcke zwischen den Kulturinstitutionen, den Knstlerinnen, Knstlern und Schulen. Sie beraten, entwickeln gemeinsam mit den Schulen Projekte und geben Hinweise zu Finanzierungsmglichkeiten. Mit den Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler gehen wir neue Wege, um kulturelle Bildung in die Flche zu tragen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben mit ihrem Engagement im vergangenen Jahr bewiesen, welche Bedeutung Sie der kulturellen Bildung fr Kinder und Jugendliche zumessen. Lehrkrfte wie Knstlerinnen und Knstler haben Zeit und Energie aufgewendet, um gemeinsam in diesem Jahr an der Qualifikation teilzunehmen. Dafr bedanke ich mich herzlich, sagte Spoorendonk.

Durch die gemeinsame Arbeit ber ein Jahr ist auch ein gegenseitiges Interesse und Verstndnis zwischen Lehrkrften und Kulturschaffenden entstanden - das ist sehr gut, sagte Bildungsministerin Britta Ernst. Sie wnsche sich, dass der Erfolg der Zusammenarbeit nachhaltig und im ganzen Land sichtbar sein werde. Erste Hinweise darauf, dass die Begeisterung und das Engagement der Kulturvermittlerinnen und -vermittler abfrbten, gebe es bereits, sagte Ernst. Schon heute seien ber den ursprnglichen Teilnehmerkreis hinaus vielerorts in Schleswig-Holstein neue Netzwerke entstanden. Sie nannte Partnerschaften mit Kulturbros in vielen Kreisen des Landes, Kulturknotenpunkte, Stiftungen und zum Beispiel Volkshochschulen. Dafr danke ich Ihnen - den Pionierinnen und Pionieren unter den Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittlern, so die Bildungsministerin. Ein groer Dank gebhre zudem der Mercator-Stiftung; denn wenn whrend der Schulzeit der Zugang zu Kultur gelinge, sei das eine Bereicherung fr das ganze Leben, sagte Ernst: Die Untersttzung der Schulen ist uns dabei sehr wichtig. Besonders freute sich Ernst darber, dass unter den Abschlussprojekten auch Arbeiten waren, die sich mit den Themen Integration und Inklusion beschftigt haben: Die Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen durch kulturelle Zugnge erweitern den Horizont.

Fr die Stiftung Mercator, die das Projekt im Rahmen ihres Programmes Kreativpotentiale mit 500.000 Euro fr die Jahre 2015-2017 frdert, erklrte Wiebke Stadler: Hier wird Bildung als kulturelle Intervention einen sprbaren Impuls setzen, um Schulen im eigenen Schulprogramm weiterzuentwickeln und zu profilieren. Nach der ersten Phase - der Qualifizierung der 69 Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittlern -  beginnt die Beratungs- und Vermittlungsttigkeit vor Ort, und zwar in allen Teilen des Landes. Die Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler werden die Schulen bei der Konzeption, Planung und Durchfhrung von Projekten beraten. Diese Ttigkeit wird aus dem Projekt bezahlt. Weitere Mittel fr die daraus resultierenden Projekte sind auch vorhanden. Fr uns ist besonders interessant, welche konkreten Effekte wir mit diesem Programm erzielen. Daher ist eine wissenschaftliche Begleitung vorgesehen. Darber findet auch ein Austausch mit den anderen fnf Bundeslndern statt, die bisher an dem Programm Kreativpotentiale teilnehmen. Die Ergebnisse flieen in die Weiterentwicklung des Programmes ein.

22 Lehrkrfte und 47 Knstlerinnen und Knstler werden in diesem und im folgenden Jahr fr die Beratung von Schulen, Kulturinstitutionen und Knstlerinnen und Knstlern ttig. Neben der Projektentwicklung in den verschiedenen Regionen in Schleswig-Holstein fhren die Knstlerinnen und Knstler auch eigene Projekte in Schulen durch. Insgesamt gab es 37 Projekte an 30 Schulen in Schleswig-Holstein. Beteiligt waren Grundschulen und Gymnasien, die Projekte richteten sich an alle Altersstufen und umspannten die unterschiedlichen Sparten von Tanz bis Bildende Kunst. Teilweise wurden die Projekte in den Fachunterricht einbezogen und erweiterten somit die Fragestellungen im Deutsch oder Englischunterricht.

Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler aus Stormarn und dem Kreis Herzogtum Lauenburg:

Name

Vorname

Gewerk

Kreis

Adam

Tim

Designer/Grafiker

RZ

Ammermann

Eva

Bildende Knstlerin

RZ

Geschke

Jrg-Rdiger

Lehrerin, D, MUS, Gest.

RZ

Helbing

Thomas

Bildhauer, Zeichner,  Druckgrafik

OD

Hoffmann

Aylissa

Lehrerin, MUS, DEU

OD

Martin

Kathrin

Lehrerin, Musik, Mathematik, Blserklasse

OD

Mller-
Leinweber

Maria

Illustratorin

OD

Stumpf

Benjamin F.

Bildender Knstler

OD

Teske

Heike

Lehrerin, KUN, Geschichte

RZ

Thomsen

Christine-K.

Musikpdagogin, Fltistin

OD

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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