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Fragen und Antworten zur neuen Lehrkräftebesoldung

Veröffentlicht am 23.01.2016, 17:27 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL

Ein groer Schritt in die richtige Richtung, Landtagsrede vom 20. Januar 2016

Diese Rede kann hier als Video abgerufen werden:
http://m7k.ltsh.de/embed.php?b=1453304663&e

Dreiminutenbeitrag zum selben Thema:
http://m7k.ltsh.de/embed.php?b=1453306289&e

Schleswig-Holstein wendet auf Sicht rund 30 Millionen Euro auf, um sie besser zu bezahlen und im Besoldungsrecht das umzusetzen, was wir mit der groen Schulstrukturreform von 2007 und 2014 sowie mit der reformierten Ausbildung der Lehrkrfte 2014 auf den Weg gebracht haben.

Wird einzelnen Lehrerinnen und Lehrern das Gehalt gekrzt?

Nein, niemandem! Insbesondere werden ber 2.000 Lehrkrfte an den Gemeinschaftsschulen in absehbarer Zeit deutlich mehr Geld auf dem Konto haben.

Organisieren die Gewerkschaften und Verbnde Dankespostkarten dieser ber 2.000 Lehrerinnen und Lehrer?

Nein, organisiert wird der Protest derer, die (noch) nicht profitieren. In der Ausschussanhrung haben sich die Verbnde (sogar diejenigen, die von diesem Aspekt berhaupt nicht betroffen sind, wie der Philologenverband) durch die Bank negativ geuert, weil der fr sie entscheidende Punkt war, dass die Grundschullehrer nicht zu denen gehren, die auf A13 aufsteigen knnen; sie werden nach diesem Gesetz so wie in allen anderen Bundeslndern weiterhin in der Besoldungsgruppe A12 verbleiben.

Fordert irgendjemand deshalb die Rcknahme dieses Gesetzentwurfs?

Nein. Natrlich htten wir den Gesetzentwurf zurckziehen knnen. Ich bin mir sicher, dass ber 2.000 Lehrkrfte an Gemeinschaftsschulen sich fr dieses Weihnachtsgeschenk bei ihren Gewerkschaften und Verbnden herzlich bedankt htten, etwa in Form von sckeweisen Austrittspostkarten. Ich bin der GEW sehr dankbar fr die heutige Formulierung, man fordere weitere Verbesserungen.

Bei der ersten Lesung habe ich gesagt: Ich fnde es gut, wenn wir in den kommenden Jahren bundesweit eine Verstndigung ber den Wert pdagogischer Arbeit erzielen knnten, der sich in den Gehltern von Grundschullehrkrften, aber auch von Erzieherinnen und Erziehern widerspiegelt. Noch leben wir in einer Welt, in der Berufsvorbereitung und Wissenschaftspropdeutik das hhere Ansehen zu haben scheinen. Wer das ndern will, hat die SPD auf seiner Seite.

Die missverstndliche Formulierung aus der Gesetzesbegrndung, wo von wissenschaftlichem Arbeiten die Rede ist, htte wir gerne in wissenschaftspropdeutisch gendert. Leider ist das technisch nicht mglich.

brigens war es diese Koalition aus SPD, Grnen und SSW, die die personelle Ausstattung in den Grundschulen in dieser Legislaturperiode verbessert hat, die fr zustzliche Schulsozialarbeit und neue Schulassistenzen gesorgt hat.

Was hat die Opposition zu bieten?

Die CDU prangert an, dass wir nicht auf die Forderungen aus der Anhrung eingegangen sind. Wrde sie es selber tun? Wrde die CDU die Situation der Lehrkrfte an Gemeinschaftsschulen verbessern? Fordert die CDU A13 fr alle als Wrdigung der Grundschulen als wahre Schulen fr alle?

Nein, nein und nochmals nein.

Die FDP hat nach wie vor die Idee, Grundschullehrkrfte schlechter auszubilden, um sie schlechter bezahlen zu knnen. Das ist ebenso absurd wie manche gelbe Pressemeldung zu dem Thema.

Und die Piraten? Die fordern A13 fr alle, aber die fordern auch, das Land solle Milliardenkosten fr den UKSH-Masterplan selbst aufbringen, mehr Ganztagsschulen, mehr Lehrkrfte, kostenlose Kitas, gemeindliche Pflegekrfte, pauschale Entschdigungen bei falschen Verwaltungsakten, mehr Polizei, mehr Verbraucherschutz, mehr Geld fr die Forschung, Schritte zum bedingungslosen Grundeinkommen, den fahrscheinlosen Nahverkehr und: ein schuldenfreies Schleswig-Holstein.

Teilweise sympathisch. Aber Vorschlge fr die Umsetzung und Finanzierung? Fehlanzeige.

Gibt es eine Perspektive?

Ja. Die Ausbildung der Grundschullehrkrfte wurde in der letzten Legislaturperiode umgestellt. Wir sind nur noch bis 2020 Konsolidierungsland. Es muss eine bundesweite Debatte gefhrt werden, aber Schleswig-Holstein wird es nicht alleine knnen.

Wir schaffen heute nicht alle Ungerechtigkeiten aus der Welt, aber einige. Beispielsweise auch bei den Frderzentren, die knftig nicht mehr fr erfolgreiche Arbeit bestraft werden.

Es bleibt dabei: Der heutige Schritt mag manchem nicht gro genug sein, aber er ist gro und er geht in die richtige Richtung.




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