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Viele positive Entwicklungen an der Europa-Universität Flensburg

Veröffentlicht am 04.11.2016, 21:08 Uhr     Druckversion

Reinhart Habersaat

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion in Schleswig-Holstein, Martin Habersaat, traf sich im November mit dem Präsidenten der Europa-Universität Flensburg (EUF), Prof. Dr. Werner Reinhart, um über aktuelle Themen an der EUF zu sprechen. Auf der Agenda standen unter anderem: Die Aufstockung der Studienplätze für Sonderpädagogik, der neue englischsprachige Bachelorstudiengang „European Cultures and Society“,

die bevorstehende Gründung des „Zentrums für Bildungs-, Unterrichts-, Schul- und Sozialisationsforschung“ (ZEBUSS) sowie die weitere Profilierung der Hochschule.Auch der dringende Raumbedarf der wachsenden Universität war ein Thema des Gesprächs.

Aufgrund des steigenden Bedarfs an Lehrerinnen und Lehrern mit Inklusionskompetenz an Schleswig-Holsteins Schulen baut die EUF die Studienplätze für Sonderpädagogik aus. Seit diesem Wintersemester können 160 Studierende das Lehramtsstudium Sonderpädagogik wählen. „Ein dauerhafter Ausbau der Studienplätze im Bereich der Sonderpädagogik ist eine wichtige Nachricht für Schleswig-Holstein und, wie das jüngste Gutachten von Professor Klemm zeigt, dringend erforderlich“, zeigte sich Martin Habersaat erfreut.

Ein weiteres wichtiges Ziel auf dem Weg, das Profil als Europa-Universität zu schärfen, wurde ebenfalls in diesem Wintersemester erreicht: „Erstmals können wir bereits unseren Abiturientinnen und Abiturienten einen Studiengang anbieten, der sich rein englischsprachig interdisziplinär mit Europa auseinandersetzt. Die starke Nachfrage nach dem Programm zeigt, dass Europa auch in seiner gegenwärtigen Krise für die jungen Menschen attraktiv ist“, freute sich Reinhart. Martin Habersaat betrachtete den guten Start des Studiengangs „als Beitrag zur weiteren Profilierung der EUF. Er verdient Unterstützung.“

Ein weiterer Meilenstein in der Profilierung der EUF ist die bevorstehende Gründungsfeier des ZEBUSS. Dieses interdisziplinär arbeitende Zentrum integriert außerschulische Sozialisationsprozesse über die Kindheits- und Jugendforschung in die Schul- und Bildungsforschung. „Auch hier blicken wir mit der thematischen Ausrichtung über den Tellerrand“, betonte Werner Reinhart, „denn nur durch eine ganzheitliche Perspektive auf Sozialisation kann Bildungsforschung Impulsgeber für Innovation sein.“ Dass dieses Institut, das für die Ausrichtung der EUF von entscheidender Bedeutung ist, zur Zeit über keine eigenen Räumlichkeiten verfügt, ist allerdings ein Symptom der schwierigen Raumsituation an der EUF. Für die wachsende Zahl an Mitarbeitenden, Studierenden und Lehrenden gibt es kaum Platz. Übergangsweise wird die Not durch vom Land gestellte Container verringert. Diese Lösung ist jedoch weder nachhaltig noch langfristig. „Wir gehen deshalb von weiterem Flächenbedarf aus“, verdeutlichte Reinhart. „Dies umso mehr vor dem Hintergrund, dass wir hoffen, weiter zu wachsen. Denn um die Europa-Universität europafähig zu machen, braucht es weitere Europa-Professuren. Friedens- und Konfliktforschung wird vor dem Hintergrund der zunehmenden Krise Europas wichtiger, ebenso die Frage nach den politischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Beziehungen innerhalb der EU“.

Prof. Dr. Werner Reinhart zeigte sich erfreut über das konstruktive Gespräch. „Es tut gut zu wissen, dass eine Universität mit Fokus auf Europa und Bildung auf die Unterstützung einer Regierungspartei vertrauen kann, die auf eine lange Tradition gelebter Solidarität in einem vereinten Europa zurückblickt", sagte er.

 

Fotos (v.l.n.r.): Prof. Dr. Werner Reinhart und Martin Habersaat im Gespräch. (Quelle: Kathrin Fischer)

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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