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Das informatische Rad ist bereits erfunden worden!

Veröffentlicht am 12.06.2016, 11:18 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL

Diese Rede kann hier als Video abgerufen werden:

http://m7k.ltsh.de/embed.php?b=1465464746&e=1465465047%22

TOP 25: Informatische Allgemeinbildung gewährleisten – Pflichtfach Informatik an allen Schulen der Sekundarstufe I einführen (Drs. 18/4215)

Im Laufe der Jahre erreichen den engagierten Bildungspolitiker manche Forderungen nach zusätzlichen Fächern an den allgemeinbildenden Schulen. 

 

Einige Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit waren Ernährungskunde, Verbraucherschutz,  juristische Grundbildung, Pädagogik, Astronomie, Glück und Verantwortung.

Meine erste Frage lautet dann in der Regel: Welches bisherige Fach wollen wir denn stattdessen einstellen? Glück und Verantwortung wären aus meiner Sicht übrigens Inhalte, an denen in allen Fächern gearbeitet werden sollte. Informatik, soweit sie Medienkompetenz vermittelt, wäre auch so ein Fall für alle Fächer im Querschnitt. Aber auch mit der Informatik als eigenes Fach sind wir schon ein Stückchen weiter.

Ich erinnere daran, dass die weiterführenden allgemeinbildenden Schulen in der Sekundarstufe I das Fach „Angewandte Informatik“ im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts anbieten können; alternativ stehen auch das Fach „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik“ (MINT) oder das Fach Technik zur Verfügung. In der Sekundarstufe II kann das Fach Informatik eine Naturwissenschaft, auch als Prüfungsfach im Abitur, ersetzen, und die Schulen können dieses Fach als profilergänzend aufnehmen.

Also, das informatische Rad ist bereits erfunden worden. Jetzt geht es darum, es noch etwas runder zu machen. Beispielsweise ist es noch eher männlich besetzt, beispielsweise würde man sich Inhalte und Methoden genauer ansehen müssen.

Auch zur Klärung solcher Fragen hat das Ministerium das Projekt „Lernen mit digitalen Medien“ aufgelegt. Es werden 20 Modellschulen bei der Umsetzung ihres Konzeptes zum Lernen mit digitalen Medien begleitet. Die Modellschulen geben ihr Wissen auf Netzwerktagungen an andere Schulen weiter und stehen auch als Hospitationsschulen zur Verfügung. Sie erhalten eine finanzielle Förderung zur schnellen Umsetzung ihrer Konzepte und werden von MedienentwicklungsberaterInnen unterstützt. 2017 werden die Projektergebnisse aller Schulen auf einer Tagung präsentiert und in einem Bericht veröffentlicht und dann werden wir uns über die nächsten Schritte zu unterhalten haben.

Werden die Piraten dann noch an Bord sein? Je näher wir an die Landtagswahl 2017 herankommen, desto aufgeregter wird die untergehende Crew des Piratenschiffes, das als schnittiger Klipper startete und jetzt mehr wie eine leck geschlagene Schaluppe daher kommt, desto mehr Klamauk dürfen wir im Plenum erleben und desto eher wird ein Antrag gestellt, der geeignet ist, die Wähler glauben zu machen, sie hätten ganz persönlich das Rad erfunden.

Haben sie aber nicht. Diese Plenarsitzung ist wieder ein schönes Beispiel dafür, wie die Tagesordnung mit Themen vollgestopft wird, die entweder abwegig oder schon längst auf der Agenda sind. Der Antrag verbindet Gemeinplätzchen mit Forderungen, deren Zeitleiste von jetzt bis gleich reicht.

Sie wollen ein neues Pflichtfach einführen uns drücken sich vor der Antwort auf die eingangs gestellte Frage: Auf Kosten welches bisherigen Faches? Sie wollen in diesem Antrag feststellen, welche Inhalte das Fach Informatik umfasst. Feststellen – sind diese Inhalte denn naturgesetzlich feststehende Tatsachen oder wollen Sie das eher beschließen? Sie wollen Lehrkräfte mit der „entsprechenden“ Facultas, lassen aber offen, was diese umfasst und woher jene kommen sollen.

Der Antrag der Piratenfraktion ist aus unserer Sicht keine geeignete Arbeitsgrundlage, die wir für weitere Beratungen im Ausschuss nutzen könnten. Vor allem halten wir es nicht für angemessen, eine Zeitkulisse aufzubauen, mit der noch vor der Landtagswahl Grundsatzbeschlüsse zur Zukunft der Informatik an unseren Schulen gefasst werden könnten. Wir werden den Antrag deshalb ablehnen.

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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