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Eltern gehen mit ihren Wahlrechten verantwortungsvoll um

Veröffentlicht am 29.03.2016, 14:01 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL

22.945 schleswig-holsteinische Schlerinnen und Schler wollen an weiterfhrende Schulen

Gemeinschaftsschulen und Gymnasien knnen zufrieden sein: Die Gemeinschaftsschulen sind die am hufigsten gewhlte Schulart in Schleswig-Holstein. Gleichzeitig gibt es leichte Zuwchse bei den Gymnasien, jedoch nicht den von manchen befrchteten Run auf die Gymnasien, nachdem die verbindliche schriftliche Schulartempfehlung durch ein verbindliches Beratungsgesprch ersetzt worden ist.

Das ist das Fazit von Martin Habersaat, dem bildungspolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, nachdem sich 22.945 schleswig-holsteinische Schlerinnen und Schler fr das Schuljahr 2016/17 an weiterfhrenden Schulen angemeldet haben.

Insgesamt sei das Anmeldeverhalten unspektakulr. Die konstruktive Ruhe zeige: Wir haben einen groen Schritt in Richtung Schulfrieden geschafft, so der Abgeordnete aus Reinbek, der bis zu seinem Einzug in den Landtag selbst Gymnasiallehrer war. Die Mehrzahl an Anmeldungen fr weiterfhrende Schulen in Schleswig-Holstein erhielten die Gemeinschaftsschulen, berichtet das Ministerium fr Schule und Berufsbildung. So htten sich zum Stichtag 18. Mrz 12.495 (54,5 Prozent/Vorjahr: 55,5 Prozent) Schlerinnen und Schler an einer Gemeinschaftsschule angemeldet, 10.450 (45,5 Prozent/Vorjahr 44,5 Prozent) an einem Gymnasium. Insgesamt seien die Anmeldezahlen mit 22.945 Schlerinnen und Schlern im Vergleich zum Vorjahr (23.017) fast konstant. Es gebe lediglich einen Demografie bedingten Rckgang von Anmeldungen an weiterfhrenden Schulen von 72 Schlerinnen und Schlern.

Das Anmeldeverhalten von Eltern und Schlerinnen und Schlern zeige keinen einheitlichen Trend, in den einzelnen Regionen des Landes Schleswig-Holstein entscheide man sich sehr unterschiedlich. So seien zum Beispiel in Lbeck die Anmeldezahlen fr Gymnasien im Vergleich zum Vorjahr gesunken, in Flensburg leicht gestiegen. Bei den Gemeinschaftsschulen gebe es an einigen Standorten leichte Rckgnge, anderen htten die Anmeldezahlen des Vorjahres halten oder verbessern knnen. An den Standorten Eutin und Schleswig - dort gibt es jeweils sowohl ein G8- als auch ein G9-Gymnasium - zeige sich, dass es auch beim Thema acht- oder neunjhriger Weg zum Abitur keinen einheitlichen Trend im Land gebe: Die Vorjahresprferenzen htten sich in diesem Jahr umgedreht.

Martin Habersaat: Im zweiten Jahr nach Inkrafttreten des neuen Schulgesetzes, dem ein in seinem Umfang bisher nicht dagewesener Bildungsdialog vorangegangen war, zeigt sich: Es gibt keine landesweit beunruhigenden oder problematischen Trends, in den einzelnen Regionen entscheiden sich die Eltern und ihre Kinder unterschiedlich, 2015/2016 wurden andere Entscheidungen getroffen als 2016/2017. Die Eltern gehen mit ihren Wahlrechten verantwortungsvoll um.

Die Anmeldezahlen fr die weiterfhrenden Schulen im Einzelnen:

Zum Stichtag 18. Mrz 2016 gibt es 202 Aufnahmen mehr als im Vorjahr an den Gymnasien (2015: 10.248/2016: 10.450), an den Gemeinschaftsschulen 274 weniger. Die Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen haben 13 Aufnahmen weniger als im Vorjahr (2015: 4.069/2016: 4.056), die Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe 261 weniger (2015: 8.700/2016: 8.439). Insgesamt sind 22.945 (Vorjahr 23.017) Schlerinnen und Schler an den weiterfhrenden Schulen angemeldet.

Gymnasien:

Regional gibt es bei den Anmeldezahlen an den Gymnasien groe Unterschiede. So sind in Lbeck, Neumnster und in den Kreisen Dithmarschen, Herzogtum Lauenburg, Ostholstein und Rendsburg-Eckernfrde die Anmeldezahlen gegenber dem Vorjahr gesunken; in Flensburg, Kiel und in den Kreisen Pln, Schleswig-Flensburg, Segeberg, Steinburg und Stormarn sind die Anmeldezahlen gegenber dem Vorjahr hingegen leicht gestiegen. Im Kreis Pinneberg gibt es einen deutlichen Anstieg gegenber dem Vorjahr, whrend die Zahl in Nordfriesland unverndert bleibt.

G8- und G9-Gymnasien verzeichnen regional sehr unterschiedliche Entwicklungen, es zeigt sich kein landesweiter Trend. An den beiden Standorten im Land mit je einem G8- und einem G9-Gymnasium - Schleswig und Eutin - gibt es Zuwchse beim G8-Gymnasium und einen leichten Rckgang bei den Anmeldungen fr G9 in Schleswig, whrend das G8-Gymnasium in Eutin einen Rckgang der Zahlen verzeichnet und das G9-Gymnasium einen Anstieg der Anmeldezahlen. Im vergangenen Jahr war es an beiden Standorten genau umgekehrt.

Gemeinschaftsschulen

Die Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe sind eine weiterhin wachsende Schulart.

An den Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe gibt es bei den Anmeldungen keine einheitliche Entwicklung: Es gibt Rckgnge in einigen Kreisen, in Flensburg und Neumnster hingegen gibt es Zuwchse. An den 41 Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe in Schleswig-Holstein macht sich die Demografie mit 13 Aufnahmen weniger als im Vorjahr kaum bemerkbar. An einigen Standorten gibt es zwar einen geringfgigen Rckgang der Aufnahmezahlen, jedoch haben etwa zwei Drittel der Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe ihre Aufnahmezahlen aus den vorangegangenen Jahren halten oder vergrern knnen. An den Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe sind im Vergleich zum Vorjahr landesweit 261 Schlerinnen und Schler weniger angemeldet worden. Whrend die Kreise Pinneberg, Segeberg und Dithmarschen Rckgnge zu verzeichnen haben, steigen in Flensburg, Neumnster und im Kreis Stormarn die Zahlen leicht an. In der Mehrzahl der Kreise und kreisfreien Stdte  blieben die Anmeldezahlen annhernd auf dem Vorjahresniveau. Das Ministerium erluterte, dass sich die Anmeldezahlen in diesem Bereich erfahrungsgem noch bis zum Schuljahresbeginn 2016/17 durch Aufnahme von Zuzgen und von  bisher nicht angemeldeten Schlerinnen und Schlern verndern werde.

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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