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Multiresistente Krankenhauskeime

Veröffentlicht am 07.02.2015, 16:53 Uhr     Druckversion

Foto: Besuch im UKSH Lübeck (Archivbild von 2011)

Welche Konsequenzen sind zu ziehen?

Am Campus Kiel des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) sind 31 Patientinnen und Patienten positiv auf „Acinetobacter baumannii“ getestet worden, davon sind zwölf Patienten an ihren schweren Grunderkrankungen verstorben. Bei drei Patienten kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Keim an der Todesursache beteiligt war. Auch in Hamburger Krankenhäusern gab es dieser Tage positive Tests auf Krankenhauskeime, denen mit Antibiotika nicht oder nur schwer zu begegnen ist.

 

Welche Konsequenzen sind zu ziehen? Darüber berät in seiner Februar-Tagung auch der schleswig-holsteinische Landtag.

Martin Habersaat, Landtagsabgeordneter für Stormarn-Süd und stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion: „Die Landesregierung hat erste Maßnahmen als Konsequenz der Keim-Krise eingeleitet. So werden am UKSH zusätzliche Einzelzimmer geschaffen, auch schon vor dem ohnehin geplanten Neubau. Die Landesregierung wird sich in einer Bundesratsinitiative für die Finanzierung eines Screening-Programms für die stationäre Versorgung durch die Krankenkassen einsetzen. Ziel muss es sein, den Umfang von Screening-Maßnahmen bundesweit einheitlich zu regeln. Da sollte Deutschland europaweit Maßstäbe setzen.“

Die personelle Situation in der Patientenversorgung am UKSH soll, auch durch bauliche Maßnahmen, verbessert werden. Die Landesregierung hat mit einem im Haushalt 2015 beschlossenen Sonderprogramm von zusätzlich dreimal 10 Mio. Euro (insgesamt 50 Mio./Jahr) einen Schritt zur Stärkung der Krankenhäuser im Land getan, inwieweit weitere Erhöhungen möglich sind, wird geprüft. Das Ministerium wird in einem Erlass regeln, dass über Ausbruchsgeschehen in Schleswig-Holstein das Ministerium durch die Gesundheitsämter unmittelbar nach erlangter Kenntnis zu informieren ist. Gemeinsam mit den Kliniken sollen die Fortbildungs- und Schulungsangebote in medizinischen Einrichtungen besser etabliert und regelmäßig mit allen betroffenen Berufsgruppen durchgeführt werden. Die Landesregierung wird weiterhin darauf drängen, dass die Krankenhäuser künftig auf einer einheitlichen Grundlage vergütet werden, also ein einheitlicher Basisfallwert erzielt wird.

Habersaat: „Bei weitem nicht alle Ursachen dieser Krise liegen in den Krankenhäusern. Wir müssen auch darüber sprechen, wie wir sparsamer mit Antibiotika umgehen. Das gilt für jeden von uns beim Besuch des Hausarztes ebenso wie für die Lebensmittelproduktion, namentlich die Tierzucht.“ Lobend äußert sich der Abgeordnete über die regelmäßigen Kommunikationsangebote des UKSH. „Auf einer Pressekonferenz wird alle zwei Tage über den aktuellen Stand informiert. Für Angehörige und Patienten gab es eine Informationsveranstaltung in Kiel, auf der ich mich vom großen Aufklärungswillen des UKSH überzeugen konnte. Viele Sorgen konnten durch Informationen beruhigt werden.“ Derzeit befinden sich noch 13 positiv getestete Patienten auf isolierten Stationen in Kiel. Neue Ausbrüche sind nicht mehr zu verzeichnen.

Gesundheitsministerin Kristin Alheit betont: „Im Moment steht weiterhin der Kampf gegen den Keim im Vordergrund, aber wir müssen parallel jetzt die Weichen stellen, um die richtigen Schlüsse aus der Lage zu ziehen. Mein Ziel ist es, einen effektiven Gesundheitsschutz und die Patientensicherheit zu stärken. Was medizinisch notwendig ist, wird auch finanziert".“

 

Mehr Informationen:

http://www.schleswig-holstein.de/MSGWG/DE/Startseite/Slider/UKSH/150126_KeimUKSH.html

 

 

 

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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