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SPD-Tangstedt Informationsveranstaltung Altersgerechtes Wohnen ein voller Erfolg

Veröffentlicht am 11.10.2014, 07:38 Uhr     Druckversion

Experten für altersgerechtes Wohnen informierten Tangstedter

Am gestrigen Freitag, dem 10.10.2014, folgten rund 80 Interessierte dem von der SPD-Tangstedt initiierten und mit BGT und FDP gemeinsam veranstalten Informationsabend zum Thema Altersgerechten Wohnen in Tangstedt.

Für die Veranstaltung gelang es Vertreter verschiedener Institutionen zu gewinnen, um den Besuchern vielfältige Informationen zur Meinungsbildung zur Verfügung zu stellen. Hintergrund der gemeinsamen Veranstaltung war ein gemeinsamer Antrag der SPD, BGT und FDP zur Entwicklung entsprechender Flächen.

In einem bis auf den letzen Platz gefüllten Saal in der Tangstedter Mühle konnte Michael Kannieß, Vorsitzender der SPD-Tangstedt, viele Gäste wie Experten begrüßen und zeigte auf, dass es einem geregelten und dem Ziel nach ausgerichteten Prozesses bedarf, um die Ideen, Bedürfnisse und Erwartungen der Bevölkerung mit einzubeziehen. Mit dieser Veranstaltung sollte der erste Schritt gemacht werden.

Dorothee Köster und Doris Tachezy (Verein Gemeinsam toHUs – Wohnen 50plus) aus Henstedt-Ulzburg stellten ihr Projekt vor, welches ein gemeinsames Wohnen ab dem Alter von 50 Jahren in Zusammenarbeit mit dem Bauverein Kaltenkirchen realisiert hat. Dabei sei es den Initiatoren vor dem Hintergrund der Frage: „Wie wollen wir im Alter leben?“ wichtig gewesen, dass man nicht allein alt werden müsse, über barrierefreien Wohnraum samt Zugang verfüge und selbstbestimmt in bezahlbaren eigenen vier Wänden den Lebensabend verbringen könnte. Das Am Wöddel geplante Haus verfüge über 23 Wohnungen, die zum einen frei finanziert und damit dem üblichen Mietwohnungsmarkt offen stehen und zum anderen mit öffentlichen Geldern geschaffen wurden und damit die Mieter einen §8-Schein bei gleichzeitiger Mietdeckelung von 5,30 Euro/m² zzgl. Betriebskosten benötigen. Zudem verfüge die Anlage über einen Gemeinschaftsraum. Der Verein habe ein Vorschlagsrecht für Mieter und sorge für Gemeinsamkeiten in dem Haus. Damit dies von allen gestützt wird, sind alle Mieter verpflichtet Mitglied im Verein zu sein. In den Augen von Köster und Tachezy läge ein großer Vorteil darin, dass die Genossenschaft nicht der Gewinnmaximierung verpflichtet sein und sich dem gemeinschaftlichen Wohngedanken verpflichtet fühle und die Genossenschaftseinlagen der Mieter mit 4% Zinsen pro Jahr vergütet werden.

Christian Rink, ehemaliger Bürgermeister aus Bargfeld-Stegen, berichtete über damalige ähnliche Wünsche aus seinem Heimatort. Um diesen gerecht zu werden, hätten die politischen Gremien Bargfeld-Stegens dafür gesorgt, dass der Investor des damaligen Neubaugebiets im Herzen von Bargfeld-Stegen nicht nur 20 Einzelhäuser bauen durfte, sondern auch eine kleine Anlage mit barrierefreie 16 Wohnungen bauen musste. Von diesen mussten zudem zwei Wohnungen behindertengerecht gebaut werden. Rink zog einen Vergleich zu einem aktuell realisierten Wohngebiet und zeigte auf, dass eine verspätete Berücksichtigung der Wohnwünsche aller Altersgruppen einschließlich der von Senioren zu einer vermeidbaren Verteuerung führen würde. Rink begrüßte sehr deutlich den in Tangstedt angestoßenen Prozess und erinnerte daran, dass bei der angedachten Planung immer Gemeinschaftsanlegen berücksichtigt sein müssten.

Dieter Wenskat, Mitglied im Landesseniorenrat und Leiter des Arbeitskreises Wohnen im Alter, stellte den Anwesenden die Frage, wie man im Alter wohnen wollen würde. Wenskat stellte dar, wie wichtig die verpflichtende Berücksichtigung der DIN 18040 bei der Schaffung angedachten Wohnraumes sei und berichtete aus seinen Erfahrungen, dass Investoren sich nicht oder nur ungern danach richten würden. Wenskat forderte die Landespolitik auf, die Norm in die Landesbauordnung aufzunehmen, da eine Berücksichtigung von barrierefreiem Wohnen mit freiem Zugang in der Planung nur 2% Mehrkosten verursachen würde. Ein späterer Umbau sei immer deutlich teurer. Wenskat machte deutlich, dass man bei der Planung nicht eine Wohnanlage schaffen dürfe, in der nur Senioren und Behinderte leben würden und das alltägliche Leben einer Gemeinschaft vor der Tür bliebe. Um diesem vorzubeugen müsse man barrierefreie wie behindertengerechte Wohnungen planen und allen Bevölkerungsschichten unabhängig des Alters, des Einkommens oder der familiären Situation anbieten. Wenskat verwies dabei auch auf die Erfahrungen des Vereins für Selbstbestimmtes Wohnen am Sandberg e. V. in Elmshorn, der nach dem Motte „Gemeinsam nicht einsam“ ein Mehrgenerationenhaus errichtet hat.

Ina Gronewold, Facharchitektin für barrierefreies Bauen aus Kiebitzreihe, führte die Bedeutung des barrierefreien Bauen aus und erklärte an Beispielen, welche unterschiedliche Bedeutung Barrierefreiheit für Einzelne habe. Gronewold unterstrich die Aussage, dass die entsprechende Berücksichtigung bereits in der Planung nur zu einer geringen Kostensteigerung führen würde. So schon heute z. B. die Berücksichtigung und der Einbau von breiten Türen in Neubauprojekten kein Problem. Gronewold unterstrich, dass es genau richtig sei, bereits im Vorfeld von der Festlegung eines Bebauungsplanes zugunsten des Angedachten einen mit der Materie bewanderten Fachplaner mit einzubeziehen.

Anett Klimt und Patrick Gutermuth, Vertreter der auch in Tangstedt ansässigen Sparkasse Holstein, erklärten, dass es von den persönlichen Bedingungen abhinge, wie und in welcher Höhe die Sparkasse oder die KfW (Kreditantalt für Wiederaufbau) den Bau oder Umbau zugunsten von barrierefreiem Wohnen unterstützten würden. Unter Verweis auf den aktuellen Zinssatz von 1% der KfW machten Sie deutlich, das für Einzelprojekte Kredite der KfW bis 50.000 Euro vergeben werden würden. Dabei stände die Kreditfähigkeit wie –würdigkeit nicht im Zusammenhang mit einer Altersgrenze. Dies geschehe auch vor dem Hintergrund, dass die Sparkasse Holstein einem öffentlichen Auftrag nachkäme.

Während einer von Kannieß (SPD) moderierten regen Diskussion erhielten die Anwesenden viele Antworten von den Experten und den anwesenden Vertretern der politischen Gremien Tangstedts, darunter dem Vorsitzenden des Planungs- und Umweltausschusses, Immo Fork.

Insgesamt kristallisierten sich im Verlauf des Abends nachstehende Gedanken und Wünsche der Besucherinnen und Besucher zum Thema Altersgerechten Wohnen in Tangstedt:

  • Barrierefreie Wohnungen mit Hausnotruf
  • Zusammenarbeit mit der aus dem Publikum heraus gelobten Diakoniestation Tangstedt
  • Sinnvolle Einbettung ins Umfeld bei vorhandener Infrastruktur
  • Bedachte Auswahl eines Betreibers
  • Bewohner möchten nicht wieder ausziehen müssen
  • Lebenslange Wohnsicherheit
  • Abklärung von gleichen Planungen für Wilstedt
  • Keine reine Seniorenwohnanlage
  • Sowohl 50% frei finanzierten Wohnraum wie 50% sozialgeförderten Wohnraum
  • Bezahlbare Mieten
  • Zentrale Lage
  • Wohnraum von 50 m² und mehr
  • Gemeinschafträume
  • Sitzecke im Garten
  • Anbindung ÖPNV
  • Nutzung Erbpachtrecht
  • Generationsübergreifendes Projekt
  • Beachtung der Bevölkerungsströme der nächsten Jahre

Kannieß bedankte sich bei den Besuchern wie Gästen und stellte dar, das dieser Veranstaltung weitere zum Thema des Altersgerechten Wohnen in Tangstedt folgen würden.

Weitere Informationen der SPD-Tangstedt erhalten Sie automatisch über www.facebook.com/SPDTangstedt oder www.twitter.com/SPDTangstedt.

Letzter Artikel der SPD-Tangstedt: Bericht aus dem Planungs- und Umweltausschuss (30.09.2014)

SPD-Tangstedt Öffentlichkeitsarbeit, Johannes Kahlke




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