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Kein Zwang zu G9

Veröffentlicht am 14.03.2013, 22:42 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL

Zur heutigen Pressekonferenz der Volksinitiative „G9 jetzt“ erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Martin Habersaat:

Die Volksinitiative „G9 jetzt“ will alle Gymnasien in Schleswig-Holstein zu einer Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren verpflichten. Das wäre das Ende der Wahlfreiheit für alle Schülerinnen und Schüler.

Die Küstenkoalition möchte diese Wahlmöglichkeit erhalten, indem an Gymnasien das Abitur nach acht und an der Gemeinschaftsschule nach neun Jahren angeboten wird.

Bestehende G9-Gymnasien erhalten Bestandsschutz. Für diesen Grundsatz votierte auch die Bildungskonferenz, ebenso äußerten sich die die gewählten Landeselternbeiräte für Gymnasien und Gemeinschaftsschulen und die Landesschülervertretungen.

Es ist das Recht eines Jeden, eine Volksinitiative zu starten. Wir glauben nicht, dass die zwangsweise Rückkehr aller Gymnasien zu G9 in der Bevölkerung eine Mehrheit findet, und sehen der Volksinitiative gelassen entgegen. Eine solche zwangsweise Rückkehr wäre nicht nur in Norddeutschland einmalig und würde Schleswig-Holstein isolieren.

Derweil setzen wir unsere Arbeit fort mit dem Ziel, die Empfehlungen der Bildungskonferenz umzusetzen, die weit über die reine G8/G9-Diskussion hinausgehen. Wir wollen die Schulen inhaltlich besser machen, wir wollen Bildungsgerechtigkeit und wir wollen eine flächendeckende Wahlmöglichkeit mit G8 an Gymnasien und G9 an Gemeinschaftsschulen und beruflichen Schulen. Und wir wollen G8, das zugegebenermaßen nicht optimal gestartet ist, kontinuierlich verbessern.

 

 

Nachtrag:

Bereits am ersten Tag scheint die Initiative sich für ein neues Ziel entschieden haben. Nun wird gefordert, jedes Gymnasium solle sich neu entscheiden.

Wir haben in Schleswig-Holstein 99 Gymnasien (84 G8, 11 G9, 4 GY). Denen gegenüber stehen aktuell 137 Gemeinschaftsschulen, von denen momentan allerdings erst 25 eine eigene Oberstufe haben. Beide Zahlen werden größer, weil aus den Regionalschulen Gemeinschaftsschulen werden und weil wir neue Oberstufen einrichten. Hinzu kommen die beruflichen Gymnasien. Durch neue Oberstufen oder Kooperationen sollen möglichst alle GMS eine eigene oder eine „zugeordnete“ Oberstufe erhalten. Bis Klasse 10 -und hauptsächlich bei jungen SchülerInnen ist das besonders wichtig- ist die Wahrscheinlichkeit einer GMS in der Nähe auf jeden Fall größer. Wer nun Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 ausschließlich an Gymnasien fordert, hat aus meiner Sicht vor allem Vorbehalte gegen die Gemeinschaftsschule und bringt Unruhe in ein sich gerade beruhigendes System.

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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