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Barrieren in den K├Âpfen ├╝berwinden

Veröffentlicht am 21.02.2012, 19:21 Uhr     Druckversion

Foto: Diskussion in Reinbek Umsetzung der UN-Konvention f├╝r Menschen mit Behinderungen

┬äMittendrin statt nur dabei┬ô - unter diesem Motto hatte der Stormarner Bundestagsabgeordnete Franz Th├Ânnes seine aus Sachsen-Anhalt angereiste Kollegin Silvia Schmidt, die Behindertenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, in die Begegnungsst├Ątte Neusch├Ânningstedt nach Reinbek eingeladen, um ├╝ber die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu sprechen. Diese wird durch eine UN-Konvention von 2006 verlangt.
Die Behindertenrechtskonvention konkretisiert die Menschenrechte f├╝r die Lebenssituation behinderter Menschen. Sie zeigt: In vielen Bereichen ist ein Umdenken notwendig.



Franz Th├Ânnes begleitete in seiner Amtszeit als Parlamentarischer Staatssekret├Ąr selbst den Entwicklungsprozess und die Unterzeichnung der Konvention in New York , die gemeinsam mit den Verb├Ąnden Betroffener erarbeitet wurde. ┬äEs wurde nicht ohne sie ├╝ber sie geredet!┬ô, so Th├Ânnes. Die wichtigsten Aussage: Menschen mit Behinderungen sollen am gesamten gesellschaftlichen Leben teilnehmen k├Ânnen und selbst bestimmen, wo sie leben und arbeiten.



Silvia Schmidt zeigte auf, welche Handlungsfelder in den kommenden Jahren anstehen. ┬äOb Kindergarten, Schule, Wohnung oder Arbeit - um eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu erreichen, ist viel zu tun.┬ô Ein wichtiges Prinzip sei, dass die Unterst├╝tzungsangebote zu den Menschen kommen m├╝ssen, ein wichtiger Baustein das ┬äpers├Ânliche Budget┬ô, eine alternative Leistungsform zu Sach- und Dienstleistungen. Behinderte Menschen erhalten Geld oder Gutscheine, damit kaufen sie sich selbst die Leistungen ein, wie zum Beispiel Assistenz. Positive Folgen: Mehr Selbstbestimmung, mehr Selbst├Ąndigkeit, mehr Selbstbewusstsein. (Mehr Informationen: http://www.budgetaktiv.de/)



Martin Habersaat, der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, moderierte die Diskussion. Gerade am Beispiel des Bildungswesens wurde deutlich, wie gewaltig der Paradigmenwechsel ist: F├Ârderschulen sollen nach und nach zu ┬äSchulen ohne Sch├╝ler┬ô werden und Sch├╝ler mit besonderem Bedarf an Regelschulen unterrichtet. Das Ziel hei├čt ┬éInklusion┬Ĺ. Habersaat: ┬äSchleswig-Holstein ist da schon weit, hat aber auch noch einen langen Weg vor sich. Die Regelschulen m├╝ssen entsprechend ausgestattet sein. Eltern m├╝ssen sich darauf verlassen k├Ânnen, dass ihre Kinder optimal gef├Ârdert werden.┬ô Gerade die Reinbeker Grundschulen seien auf diesem Weg Vorreiter gewesen.



Volker M├╝ller, Fraktionsvorsitzender der SPD in Reinbek und Ursula Brandt, Behindertenbeauftragte Reinbeks, machten deutlich, dass sich auch auf kommunaler Ebene noch eine Menge tun muss. Barrierefreie Stra├čen und Ampelschaltungen einerseits, ein anderes Denken in den Verwaltungen andererseits. Auch seien die Kommunen als Arbeitgeber, was die Einstellung von Menschen mit Behinderungen angeht, nicht so vorbildlich, wie sie sein k├Ânnten. M├╝ller: ┬äVielerorts f├╝hlt man sich unsicher, weil das Wissen fehlt.┬ô Das best├Ątigte Ursula Brandt: ┬äViele Menschen kennen die Einrichtung der behindertenbeauftragten auch noch nicht ┬ľ daran arbeiten wir.┬ô Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig: ┬äEs m├╝ssen auch viele Barrieren in den K├Âpfen ├╝berwunden werden!┬ô



Foto: Volker M├╝ller, Martin Habersaat, Silvia Schmidt, Franz Th├Ânnes, Ursula Brandt

Homepage: SPD-Stormarn


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