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Von Hass, Humor und Hoffnung

Veröffentlicht am 03.11.2018, 22:04 Uhr     Druckversion

Foto: Lauterbach, Rakow, Habersaat

Politik und Literatur im Glinder Bürgerhaus

Felix Rakow von der Bücherkate und der Landtagsabgeordnete Martin Habersaat stellten einen Abend lang politische Romane und Krimis vor.

 

 

 

Felix Rakow von der Bücherkate und der Landtagsabgeordnete Martin Habersaat stellten einen Abend lang politische Romane und Krimis vor. Die Reihe „Poesie und Politik“ der SPD Glinde fand damit, begleitet von Wein und Käse, eine ebenso stimmungsvolle wie gut besuchte Fortsetzung. Den Auftakt machte Martin Habersaat mit „Die Hauptstadt“ (Deutscher Buchpreis 2017) von Robert Menasse, dem ersten Roman aus dem Inneren der EU-Bürokratie und ein Plädoyer für ein einiges Europa. „Das von einem Österreicher zu lesen, ist gerade heute besonders beruhigend“, fand Habersaat. Eher beunruhigende  Formulierungen finden sich in der Milieustudie „Der Block“ von Jérôme Leroy (Deutscher Krimipreis 2018), in der es um die extreme Rechte in Frankreich geht. Felix Rakow empfahl dieses Buch allen, „die nicht zu zart besaitet sind“. Auch Glindes SPD-Fraktionsvorsitzender Frank Lauterbach war mit von der Partie, er hatte „Post von Karlheinz“ mitgebracht. Der deutsche Journalist und Autor Hasnain Kazim hat Hassmails, die ihn aufgrund seines Namens und seiner Abstammung erreichen, beantwortet und die sich entspinnenden Dialoge darin dokumentiert.

 

Ob „So ischs halt gworda“ ein geeignetes Motto für die SPD dieser Tage darstellt, ist eines der Themen, die in den „Känguru-Apokryphen“ von Marc-Uwe Kling erörtert werden. Wer sich mehr mit Politik und Zeitgeschichte befassen möchte, kann mit „Ein mögliches Leben“ von Hannes Köhler oder „Intrige“ auf seine Kosten kommen; Robert Harris stellt hier die Affäre Dreyfus in den Mittelpunkt. Der französische Hauptmann Alfred Dreyfus, ein Jude, wurde 1894 zu Unrecht wegen Landesverrats zugunsten des Deutschen Kaiserreichs verurteilt – ein Skandal, der in der Folge Frankreich erschütterte. Der langjährige Regierungssprecher Manfred Zach hat seine Erfahrungen aus der Stuttgarter Staatskanzlei in „Monrepos“ zu Papier gebracht, er beschreibt in Romanform den Aufstieg und Fall von Lothar Späth, die Methoden der regierenden CDU und schließlich den gescheiterten Putschversuch gegen Helmut Kohl. Manfred Wagner von der SPD Glinde: „Politik an sich bietet ja schon viel Diskussionsstoff. Literarisch verarbeitet noch viel mehr. Deshalb machen wir mit beidem engagiert weiter – mit Politik und mit unserer Literaturreihe.“

 

Folgende Bücher wurden vorgestellt:

 

Robert Harris: Intrige (2013)

Hasnain Kazim: Post von Karlheinz (2018)

Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Apokryphen (2018)

Hannes Köhler: Ein mögliches Leben (2018)

Tim Krohn: Herr Brechbühl sucht eine Katze (2017)

Jérôme Leroy: Der Block (2017)

Robert Menasse: Die Hauptstadt (2017)

Alexander Schimmelbusch: Hochdeutschland (2018)

Manfred Zach: Monrepos (1996)

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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