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Fl├╝chtlinge in Wentorf und der Welt

Veröffentlicht am 02.10.2015, 19:33 Uhr     Druckversion

 Foto: W. Jurksch, S. Jenkel, M. Habersaat, S. Hampel, S. Sc

Ein Abend zur Flüchtlingspolitik bei der SPD Wentorf

Parteien tragen zur politischen Willensbildung bei, so formuliert es das Grundgesetz. Auch deshalb hielten es die Gäste in der Freien Lauenburgischen Akademie für eine gute Idee der SPD Wentorf um ihren Vorsitzenden Wolfgang Jurksch und seine Stellvertreterin Sibylle Hampel, einen Abend zum Thema Flüchtlingspolitik zu gestalten. Jurksch: „In der konkreten Hilfe ist überparteiliches Handeln gefragt, aber natürlich brauchen die Parteien eine eigene Haltung und müssen Positi

Kompetente Gäste auf dem Podium waren Stefan Jenkel, der für die AWO Flüchtlinge in Wentorf betreut, Stefan Schmidt, der Flüchtlingsbeauftragte des Landes Schleswig Holstein und Martin Habersaat als stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, der Wentorf und Südstormarn im Landtag vertritt.

Martin Habersaat berichtete, dass dieses Jahr über 30.000 Schutzsuchende nach Schleswig-Holstein kommen könnten. Spürbares Zeichen in Wentorf ist, dass hier im ehemaligen Landesförderzentrum Sprache seit dem 27. September 2015 eine Erstaufnahmeeinrichtung mit zunächst 240 Plätzen betrieben wird. „Großartig unterstützt von vielen Helferinnen und Helfern aus Wentorf, vom runden Tisch über die Feuerwehr bis zur Verwaltung und vielen Freiwilligen!“ Mit Übersetzungen, erzählte Stefan Jenkel, haben bei der Inbetriebnahme auch Flüchtlinge geholfen, die schon länger in Wentorf leben. Ihre Situation und Möglichkeiten zu deren Verbesserung waren denn auch Teil vieler Fragen und Diskussionsbeitrage aus dem Kreis der Zuhörerinnen und Zuhörer.

Als ehemaliger Kapitän des Hilfsschiffs „Cap Anamur“ und heutiger Flüchtlingsbeauftragter des Landes konnte Stefan Schmidt den Fokus auf die Lage in den Erstaufnahmeeinrichtungen in ganz Schleswig-Holstein weiten, aber auch auf die Lage von Flüchtlingen international. In Deutschland kommen derzeit vermehrt Flüchtlinge aus Afghanistan und Syrien an. Weltweit seien derzeit über 50 Millionen Menschen auf der Flucht. Ursachen sind Kriege und Naturkatastrohen, auch der Klimawandel werde verstärkt ein Grund werden. Flüchtlingshilfe und die Bekämpfung der Ursachen werde die internationale Gemeinschaft nur gemeinsam bewältigen können.  

Und wie sollen die SPD und andere weiter mit dem Thema umgehen? Dazu machte Habersaat in seine Resümee drei Vorschläge: Erstens müsse es darum gehen, den Helfern zu helfen. „Das bedeutet, bürokratische Hürden klein und hauptamtliche Unterstützung für die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer groß zu halten“. Zweitens müsse allen klar sein, dass das Thema nicht kurzfristig beendet sei. „Die Flüchtlingszahlen werden groß bleiben und die mit der Integration verbundenen Aufgaben - vom Sprachkurs über den Wohnungsbau bis zum Arbeitsmarkt - sind es auch.“ Drittens müsse aber auch deutlich werden, dass Politik und Gesellschaft neben den Flüchtlingen noch viele andere Aufgaben haben. „Wir müssen und können uns um alle und alles kümmern.“

 

 Foto: W. Jurksch, S. Jenkel, M. Habersaat, S. Hampel, S. Schmidt

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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