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Konferenz zur Flüchtlings- und Integrationspolitik in Reinfeld gut besucht

Veröffentlicht am 02.02.2015, 23:05 Uhr     Druckversion

Rund 40 Besucher aus Reinfeld und dem gesamten Stormarner Raum nutzten die

Gelegenheit, mit MdL Tobias von Pein (SPD), der integrationspolitischen Sprecherin der

SPD, Serpil Midyati und Vera Heßler von der Initiative Asyl in Reinfeld über die

Vera Heßler gab Einblick in die Arbeit der Initiative, die mit der individuellen Begrü.ung

und der Begleitung der Flüchtlinge in die Unterkünfte beginnt. Dann folgt die Begleitung zu

einer Vielzahl von Behörden, zur Tafel, zur DRK-Kleiderkammer und später, wenn der

Aufenthaltsstatus gesichert ist, zu den Krankenkassen, die sich häufig gegen eine

Aufnahme sperren. Vera Heßler: „Die Zusammenarbeit mit den Verwaltungen der Stadt

Reinfeld und dem Amt Nordstormarn ist ausgezeichnet. Problematisch, bürokratisch und

umständlich wird es ab dem Moment, wo sich die Flüchtlinge beim Jobcenter um Arbeit

bemühen“. Das größte aller Probleme ist die Wohnungssuche. Ralf Menzel vom Amt

Nordstormarn: „Wenn wir überhaupt Wohnungen finden, dann fast ausschließlich nur für

Familien oder Ehepaare“.

Weltweit befinden sich 51 Millionen Menschen auf der Flucht, wovon nur ca. 600 000

Europa erreichen. „Schleswig-Holstein hat im vergangenen Jahr 6500 Flüchtlinge

aufgenommen. Dadurch, dass sich die Verweildauer wegen der zu geringen

Aufnahmekapazität von Neumünster von früher zwei bis drei Monate auf ungefähr zwei

Wochen verringert hat, fällt noch mehr Arbeit bei den Kreisen, Gemeinden und den

ehrenamtlichen Helfern an“, weiß Serpil Midyati und wünscht sich mehr Hauptberufliche

zur Unterstützung des Ehrenamts. Serpil Midyati richtet ihren besonderen Dank an die

Beruflichen Schulen, die sich bei der Aufnahme von Flüchtlingskindern nicht so schwer

tun, wie es bei Gymnasien häufig der Fall ist. Für Serpil Midyati sind die „heimlichen

Helden“ die Sportvereine, die Flüchtlingen jeglichen Alters willkommen heißen,

Sportkleidung organisieren und auf ihre Beiträge verzichten.

Alle Anwesenden sprachen immer wieder den fehlenden Wohnraum an. Tobias von Pein:

„Gegen die existierende Wohnungsnot bei bezahlbarem Wohnraum muss noch viel getan

werden“. Die integrationspolitische Sprecherin könnte sich eine Abweichung von der

prozentualen Zuweisung von Flüchtlingen, abhängig von der Einwohnerzahl, vorstellen

und erzählt von einem Bürgermeister, der „gerne 60 weitere Flüchtlinge aufnehmen würde,

da es ausreichend Wohnraum, Kindertagesstätten- und Schulplätze bei ihm in der

Gemeinde gibt“. Gewünscht wurde von den Zuhörern auch eine Beschulung von Kindern,

die nicht an der Kreisgrenze scheitert und eine intelligente bedarfsorientierte

Unterbringung von Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Familien mit kleinen

Kindern kann nicht zugemutet werden, weit weg von ärztlicher Versorgung und ohne

ausreichenden öffentlichen Nahverkehr zu wohnen.

Fazit des Abends: Es gibt eine große Solidarität in diesem Land! Es bleibt allerdings

weiterhin viel zu tun, ob bei dem frühzeitigen Deutschunterricht, bei den behördlichen

Bearbeitungszeiten, bei der ärztlichen Versorgung, bei der Wohnraumsuche und der

Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helfer.

Homepage: SPD-Reinfeld


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