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„Keine Pinkelzone im Schwimmbad“

Veröffentlicht am 13.03.2013, 11:46 Uhr     Druckversion

Foto: Martin Habersaat, MdL

Martin Habersaat möchte Fracking ganz ausschließen

Der Landtag hat sich in einer Resolution mit den Stimmen aller Fraktionen gegen Fracking ausgesprochen. Der Umweltausschuss des Stormarner Kreistags hat ebenfalls einstimmig eine entsprechende Resolution unterstützt, der Lauenburger Kreistag eine solche bereits beschlossen. Trotzdem ist bislang nicht auszuschließen, dass eines Tages in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg Chemikalien in

Grund sind die Pläne der Bundesregierung, Fracking nur in Wasserschutzgebieten zu verbieten. Und ein Bergrecht, das der Förderung von Rohstoffen den Vorrang vor anderen Interessen einräumt.

Martin Habersaat, Landtagsabgeordneter für Stormarn-Süd und Wentorf, findet den Entwurf der Bundesregierung unzureichend, weil Fracking nur in Wasserschutzgebieten verboten werden soll. Er sagt: „Niemand weiß, was mehrere hundert Meter unter der Erde passiert, wohin die Chemikalien geschwemmt werden. Es macht wenig Sinn, Fracking im Wasserschutzgebiet zu verbieten und nebenan zu erlauben. Es kommt ja auch niemand auf die Idee, eine Pinkelzone im Schwimmbad einzurichten.“ Zudem sage das Prädikat „Wasserschutzgebiet“ nur etwas darüber aus, wie groß die Deckschicht über dem Grundwasser sei. Wo sie dick genug ist, kann Trinkwasser auch außerhalb von Wasserschutzgebieten gefördert werden.

Noch ist Zeit. Zwar liegen bereits die ersten Anträge auf „Gebietssicherung“ in Schleswig-Holstein vor, doch dabei geht es zunächst nur darum, nach Rohstoffen zu suchen. Habersaat: „Momentan werden gewissermaßen die Claims abgesteckt. Ob, wo und wie gefördert werden darf, entscheidet sich später. Und wenn es nach mir geht, lautet schon die Antwort auf das ‚ob‘: nein.“ Zwei Wege möchte der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion beschreiten, um das sicherzustellen: Erstens müsse es eine Änderung des Bergrechts her, zweitens müsse weiter dafür geworben werden, die Energiewende fortzusetzen. „Der Weg zu erneuerbaren Energien ist beschritten. Ich hoffe, Deutschland geht diesen Weg weiter und kehrt nicht nach den ersten Metern um.“ Eine Änderung des Bergrechts würde auch den Regionen helfen, in denen großflächig gegen den Willen der Menschen dort Quarzsand gefördert wird.

 

Was ist Fracking?
In der Regel müssen für die Ge­winnung von Gas aus unkonventionellen Lagerstät­ten zusätzliche bessere Wegsamkeiten im Gestein der Lagerstätte geschaffen werden, um ein Entwei­chen des Gases in die Gewinnungsbohrung zu er­möglichen. Hierbei wird das sogenannte Hydraulic Fracturing, kurz „Fracking“ genannt, eingesetzt, bei dem unter hohem Druck mit Chemikalien versetztes Wasser in das Gestein gepresst wird. Die Frage, welche Auswirkungen sich in wel­chem Ausmaß auf die Umwelt und die Menschen ergeben, ist unter vielerlei Aspekten bisher nicht be­antwortet.

 

Landtagsbeschluss vom 28.11.2012: http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl18/drucks/0300/drucksache-18-0386.pdf

Bundesrat zum Thema Fracking: http://www.bundesrat.de/cln_340/nn_43984/SharedDocs/Downloads/DE/Plenarprotokolle/2013/Plenarprotokoll-906,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/Plenarprotokoll-906.pdf

Homepage: Martin Habersaat, MdL


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