SPD Kropp

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Aktiv in 2015

Stürmischer Beginn 2015 (Bericht von Uwe Baurhenne)

Das Jahr 2015 begann doch recht stürmisch, was hier die politische Willensbildung betraf. 

Nach nur zwei Wochen im Amt bat uns der neue Bürgermeister Stefan Ploog zum Ortstermin im Rosengarten. Damit sich jeder seine persönliche Meinung über den Zustand des Gebäudes Rosengarten machen konnte, wurde wir im Rahmen einer Führung durch alle Räume in diesem großen Gebäude, die durch fachkundigen Mitarbeiter des Bauhofes Timo Petersen und Sven Wagner vom Bauamt der Gemeindeverwaltung geleitet wurde, über die Mängel informiert.

Weiterhin wurde durch den neuen Verwaltungschef eine Bestandsaufnahme aller gemeindeeigenen Liegenschaften durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass doch ein enormer Investitionsstau vorhanden ist.

Im Verlaufe der folgenden Monate wurde in den verschiedenen Ausschüssen der Gemeinde Kropp über eine Priorisierung und den zu erwartenden Finanzbedarf beraten.

Am 31.03.2015 war es dann soweit. Wie zu erwarten war, standen die gemeindeeigenen Immobilien im Mittelpunkt der Beratungen auf der über zweieinhalb Stunden dauernden Sitzung der Gemeindevertretung. Sieben Liegenschaften müssen dringend saniert, erweitert oder gar abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dabei geht es unter anderem um die Geestlandschule, das Rathaus, das Restaurant Rosengarten, die Bücherei, das Rettungszentrum und die Sporthalle.

Noch stehen die Kosten nicht abschließend fest. Jedoch wurden die Prioritäten gesetzt. Ganz vorn auf der Liste steht die Geestlandschule. „Wir können nicht warten, wir sind da in der Pflicht“, sagte Bürgermeister Stefan Ploog. Das Dach des 1953 errichteten Altbaus der Schule ist undicht, es regnet durch. Man rechnet mit rund 320  000 Euro Kosten für die Erneuerung und Brandschutzsicherung. Zudem müssen die Alarm- und Meldeeinrichtungen verbessert und die Trinkwasserversorgung gesichert werden. Die Innenbeleuchtung der Geestlandhalle wird 2016 mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Auch das Büchereigebäude steht oben auf der Prioritätenliste. Hier ist ein konstruktiver Eingriff bei der Sanierung des Daches festgestellt worden. Jetzt muss die Statik überprüft und der Brandschutz gesichert werden.

Für den Rosengarten wurden entsprechende Vorschläge unterbreitet. Aber auch, dass das Gebäude, das die Gemeinde von der damaligen Wehrbereichsverwaltung gekauft hatte, längst noch nicht bezahlt ist. Es gibt immer noch eine Restschuld von 635000 Euro. Das Gebäude, da ist man sich in der Gemeindevertretung einig, soll abgerissen werden. Ob von der Gemeinde oder von einem Investor, damit wurde der Bürgermeister Stefan Ploog beauftragt, hier Gespräche mit der Bundeswehr möglichen Investoren zu führen. Auf dem Gelände könnten mehrgeschossige barrierefreie Gebäude für generationenübergreifendes Wohnen entstehen. Einig waren sich alle Gemeindevertreter, dass hier rasch eine Entscheidung, spätestens bis zur nächsten Gemeindevertreterversammlung herbeigeführt wird.Schließlich kann Strom und Heizung nicht einfach so abgestellt werde. Auch Vandalismus ist zu befürchten. Eine Sanierung käme genau so teuer wie ein Neubau.

 

Auch das Rathaus stellt eine weitere Herausforderung dar. Die Gemeinde hat einen Architekten beauftragt, eine Bedarfsanalyse für eine Sanierung des Verwaltungsgebäudes zu erstellen und dabei auch einen Neubau in Betracht zu ziehen. Dies gilt auch für das Rettungszentrum. Im Sportlerheim werden zunächst die größten Mängel beseitigt. Das Freibad wird im Mai eröffnet. Der Sprungturm ist abgebaut, die notwendigen Arbeiten sind vom Bauhof erledigt worden. Ein längerfristiges Konzept soll im Laufe des Jahres vom entsprechenden Ausschuss erarbeitet werden. „Mit Hilfe des Bauhofes können wir das Bad auf alle Fälle noch zwei bis drei Jahre halten“, versprach Ploog.

Aber es gibt tatsächlich auch eine erfreuliche Neuigkeiten in Kropp: Das fünf Hektar große neue Bebauungsgebiet im Anschluss an den Bebauungsplan Nr. 16 (Rehwinkel) nördlich des Rheider Weges wird von der Gemeinde erschlossen und auch vermarktet. Und das funktioniert offenbar gut: Dort entstehen 50 Bauplätze, für 17 bestehen bereits Vormerkungen. 

Zudem beschlossen die Gemeindevertreter, dass das Familienzentrum an die DRK-Kindertagesstätte angebunden wird