Presse

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Hier findet man einen Überblick über die Themen die uns bewegen.....

 

Weiteres Wahlkampfziel umgesetzt-Kinder-und Jugendbeirat wurde eingerichtet! (Kropp im Mai 2010)

2 Jahre nach der Kommunalwahl in S-H hat die SPD Kropp ein weiteres Wahlkampfziel aus ihrem Wahlprogramm umsetzen können.

Mit der in diesem Monat stattgefundenen Einrichtung eines Kinder-und Jugendbeirates Kropp wird die familienfreundliche Gemeinde weiterentwickelt, da die Ausschüsse und die Gemeindevertretung neben dem Seniorenbeirat nun auch Anregungen der Jugend durch den Kinder- und Jugendbeirat aus erster Hand erfahren können.

Wir gratulieren dem Kinder-und Jugendbeirat mit seinem Vorsitzenden Niko Kopp, wünschen ihm viel Freude bei der Arbeit und sichern ihm stets ein offenes Ohr für die zu lösenden Probleme zu.

Ihr habt eine starke Fraktion auf eurer Seite. Alles Gute!

http://www.spdkropp.kilu.de/Bilder/Jugendbeirat.jpg

J. Tschesch

 

Schleswig-Holstein-Portal vom 08.10.2009

Neun Millionen für Kropper Schule

Die Kropper Schule ist für rund neun Millionen Euro ausgebaut worden. Unter anderem gibt es jetzt eine Mensa.
Mit einer kleinen Feier weihten Schüler und Lehrer der Grund- und Gemeinschaftsschule Kropp ihre neue Mensa, den Neubau und den Umbau ein. Lange habe es gedauert, sagte Kropps Bürgermeister Reinhard Müller in seiner Festrede, denn die festgestellten Mängel im alten Neubau hätten neben zusätzlichen Kosten auch die große Zeitverzögerung verursacht.

Wie der Bürgermeister berichtete, seien in den letzten Jahren neun Millionen Euro in die Schule investiert worden. Der Neu- und Anbau kostete 4,2 Millionen Euro, der Umbau 315 000 Euro. Die Kosten für die Sanierung der Decken und die Maßnahmen für den Brandschutz beliefen sich auf 2,06 Millionen Euro, für die Mensa mussten 1,2 Millionen Euro und für die Sanierung der Geestlandhalle 1,4 Millionen Euro aufgebracht werden.

"Bildungsinvestitionen sind wirkliche, rentierliche Investitionen. Und Geld für Schulen angelegt, ist Geld, das beste Zinsen trägt", erklärte Müller. Bildung sei die beste Aussteuer, und für die Jugend sei das Beste gerade gut genug. "In solch einem Gebäude sollten das Lernen, das Erleben und die Vorbereitung auf das Leben eigentlich zur Freude werden", meinte der Bürgermeister.

Schulleiter Heinz Schlüter ging in seiner in humorigen Versen vorgetragenen Rede auf die lange Bauzeit mit den zahlreichen Unwägbarkeiten ein. Brigitte Siemsen als Vertreterin des Elternbeirates bezeichnete die Mensa, den ehemaligen Fahrschülerraum, als Begegnungsstätte für alle und übergab eine Wanduhr.

Lehrerin Nadja Rzepka hatte ein Mosaik anfertigen lassen, und im Innenraum des Neubaus wurde das Werk des Künstlers Martin Wolke aus Kiel mit dem Titel "Dämmerung" enthüllt. Elisabeth Radke begrüßte mit ihren Schulkindern die Gäste mit dem Lied "Schule Kropp", Lia Paysen hatte mit den ersten Klassen das "Handwerkerlied" eingeübt.

Beim Imbiss in der Mensa wurden die Gäste von Helge Färber & Co. musikalisch
unterhalten.

 

 

Schleswig-Holstein-Portal vom 04.05.2009

Mehrzahl der neuen Regionalschulen und Gemeinschaftsschulen kann wie geplant starten –

Ministerin: Umbauprozess geht zügig voran, bis 2010 abgeschlossen

Auf der letzten letzten Sitzung des Schul-und Kulturausschusses in Kropp am 28.04.09 wurde vom Schulleiter der zukünftigen Grund-und Gemeinschaftsschule Kropp, Herr Schlüter, mitgeteilt, dass die Anmeldezahlen für den 5. Jahrgang bei 93 Schülern liegen.
Damit liegt Kropp 50% über dem Soll für Gemeinschaftsschulen!

Der Umbau des Schulsystems in Schleswig-Holstein geht schneller voran als erwartet. Zum kommenden Schuljahr 2009/10 werden sich bereits etwa zwei Drittel der ursprünglichen Hauptschulen und Realschulen in Regionalschulen oder Gemeinschaftsschulen umgewandelt haben. Im Land gibt es dann voraussichtlich 92 Gemeinschaftsschulen und 55 Regionalschulen.

Für die Errichtung von Regionalschulen und Gemeinschaftsschulen zum Schuljahr 2009/10 waren im Bildungsministerium insgesamt 66 Anträge zu bearbeiten – 42 für Gemeinschaftsschulen, 24 für Regionalschulen. Die meisten der zum kommenden Schuljahr beantragten Regionalschulen und Gemeinschaftsschulen können wie geplant an den Start gehen. „Wir haben die Perspektiven der Schulen eingehend geprüft und genehmigen nur diejenigen endgültig, von denen wir überzeugt sind, dass sie erfolgreich arbeiten können“, sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (4. Mai) in Kiel. Das sei bei 22 Regionalschulen und 37 Gemeinschaftsschulen der Fall. „Grundvoraussetzung ist, dass die neue Schule auch als Bildungsstandort in der Region anerkannt und nachgefragt wird.“

In Fällen, in denen die erforderliche Zahl von Anmeldungen für den fünften Jahrgang (Mindestanmeldezahlen: 45 für Regionalschulen, 60 für Gemeinschaftsschulen) deutlich unterschritten wurde und die Schulen ihren pädagogischen Auftrag somit nicht erfüllen können, soll von dem Widerrufsvorbehalt in den Genehmigungen Gebrauch gemacht oder keine Genehmigung ausgesprochen werden. Dies betrifft zwei Regionalschulen und fünf Gemeinschaftsschulen. Im Falle eines Widerrufs haben die zuständigen Schulträger nun bis zum 22. Mai 2009 Zeit, sich zu äußern, bevor der Widerruf endgültig ausgesprochen wird. Erdsiek-Rave: „Wir können nicht davon ausgehen, dass an diesen Standorten ein pädagogisch leistungs- und zukunftsfähiges Regional- oder Gemeinschaftsschulangebot realisiert werden kann.“

„Besonders eingehend geprüft haben wir dort, wo die Mindestanmeldezahl nur knapp unterschritten worden ist“, so die Ministerin weiter. Demnach können auch einige Schulen zum kommenden Schuljahr starten, obwohl sie in diesem Jahr etwas weniger als die geforderten Anmeldungen vorweisen konnten. Bei diesen Entscheidungen erhielten Kriterien wie die Gesamtgröße der Schule und die regionale Bedeutung eines Standorts, also alternative Beschulungsmöglichkeiten, eine besondere Bedeutung. „Entscheidend ist, dass diese Schulen langfristig überlebensfähig und pädagogisch leistungsfähig sind“, sagte die Ministerin. Sollten die Anmeldezahlen in den kommenden Jahren zurückgehen, sei zu gegebener Zeit über die notenwendigen schulorganisatorischen Konsequenzen zu entscheiden. Das betreffe insbesondere eine Reihe von genehmigten Regionalschulen.

Binnendifferenzierter Unterricht und individuelle Schwerpunktsetzung durch ausreichende Wahlpflichtangebote seien nur realisierbar, wenn genügend Schülerinnen und Schüler vorhanden seien. „Mit nur 20 oder 25 Anmeldungen für den fünften Jahrgang kann auch mit viel Engagement und überproportionalem Ressourceneinsatz keine Schule entstehen, die dem Anspruch der neuen Schularten und dem Anspruch der Kinder auf eine gute Schule gerecht wird.“ Deshalb könnten die beantragten Regionalschulen in Rickling (24 Anmeldungen/Kreis Segeberg) und in Kappeln (25 Anmeldungen/Kreis Schleswig-Flensburg) wie im Vorjahr nicht genehmigt werden.

Zudem soll die Genehmigung für folgende Gemeinschaftsschulstandorte widerrufen werden:

  • Fridtjof-Nansen-Schule Kiel (29 Anmeldungen)
  • Heiligenhafen (Kreis Ostholstein/35 Anmeldungen)
  • Friedrichstadt (Kreis Nordfriesland/40 Anmeldungen)
  • Rellingen (Kreis Pinneberg/41 Anmeldungen)
  • Krempe (Kreis Steinburg/51 Anmeldungen)

Über die Perspektiven der nicht genehmigten Schulen muss nun der Schulträger befinden. Auf der anderen Seite kann mit Leezen (Kreis Segeberg) eine Gemeinschaftsschule an den Start gehen, die zunächst keine Genehmigung erhalten hatte. Der dortige Schulträger hatte bereits zum Schuljahr 2008/09 eine Gemeinschaftsschule beantragt, aber die Mindestanmeldezahl deutlich unterschritten. Im zweiten Anlauf hat Leezen nun mit 74 Anmeldungen die Genehmigungsvoraussetzungen erfüllt.

Erfreut zeigte sich die Ministerin über die Entwicklung der bereits in den vergangenen beiden Jahren genehmigten Regionalschulen und Gemeinschaftsschulen. „Die Schulen setzen ihre pädagogischen Konzepte insgesamt in vorbildlicher Weise um. Dafür danke ich allen Beteiligten“, so Erdsiek-Rave weiter. Alle Konzepte legten Schwerpunkte auf konkrete Wege der individuellen Förderung, selbstständiges Arbeiten, Lerntechniken, fächerübergreifende Projekte, aber auch Berufsorientierung und Ganztagskonzepte, die sinnvoll auf den Unterricht Bezug nehmen.

Die Ministerin betonte, dass die Eltern in Schleswig-Holstein bei der Anmeldung ihrer Kinder frei aus dem Schulangebot auswählen konnten. „Damit haben sie den Schulträgern auch wichtige Hinweise für die Akzeptanz einzelner Schulen gegeben. Zwar mag es mancherorts weh tun, wenn die geplante Schule nun nicht zustande kommt. Ohne die Unterstützung der Eltern ist ein Schulstandort auf Dauer aber nicht überlebensfähig.“ Dies gelte umso mehr, da die Schülerzahlen in den kommenden 15 Jahren landesweit um durchschnittlich rund 20 Prozent zurückgehen werden.

Insgesamt zog die Ministerin eine positive Zwischenbilanz: „Für das kommende Schuljahr haben nun alle Beteiligten Planungssicherheit. Das Schulangebot und das Anmeldeverhalten der Eltern zeigen, dass die neuen Schularten vor Ort angekommen sind und angenommen werden.“

Für alle anderen Schulträger und Schulen gelte es nun, die Planungen für eine Umwandlung zum Schuljahr 2010/11 voranzutreiben, um den Umbau des Schulsystems in Schleswig-Holstein erfolgreich fortsetzen und abschließen zu können.

 

Schleswiger Nachrichten (30.04.2009)

Birte Pauls ist die Kandidatin der SPD im Wahlkreis 7 für die Landtagswahl im Mai 2010. Herausforderin Imke Röhl musste sich nach einem spannenden Duell geschlagen geben.

Mit der Mehrheit von 91 zu 67 Stimmen wählten die SPD-Mitglieder Birte Pauls auf ihrer Wahlkreiskonferenz im Hotel Ruhekrug zur SPD-Kandidatin des Wahlkreises 7 für die Landtagswahl im kommenden Jahr. Damit hat sie gute Chancen, Nachfolgerin des derzeitigen Landtagsabgeordneten Holger Astrup zu werden.

Bevor die 163 Delegierten zur Wahl schritten, machten die beiden Kontrahentinnen noch einmal ihre Positionen deutlich, ohne sich jedoch persönlich anzufeinden. Pauls hob ihr soziales Engagement hervor und bekräftigte, dass sie sich die Rolle als Landtagsabgeordnete sehr wohl zutraue, "voller Überzeugung und entsprechendem Respekt vor dem Mandat". Ihre elfjährige kommunalpolitische Erfahrung sei eine gute, solide Grundlage. Sie sei links, dickschädelig und frei, "damit passe ich gut in die schleswig-holsteinische SPD", lautete ihre Bewerbung. Als Landtagsabgeordnete wolle sie auch unbequeme Entscheidungen transparent machen.

Konkurrentin Imke Röhl versuchte ebenfalls, mit sozialdemokratischem "Stallgeruch" zu punkten und ließ ihr langjähriges Engagement in der Partei - seit 22 Jahren ist sie Mitglied - Revue passieren. "Die SPD ist mein politisches Zuhause", sagte sie. "Soziale Gerechtigkeit ist kein Almosen, sondern ein Menschenrecht", so ihr politisches Credo.

Bei den auf die Aussprache folgenden "Fürsprachen" ließ sich erstmals erahnen, wie die Wahl ausgehen könnte: Für Birte Pauls sprachen sich gleich zwei Ortsverbände und die Kreisjusos aus. Für Röhl bezog indessen Kropps Bürgermeister Reinhard Müller für seinen Ortsverein klar Stellung.

"Die Kandidatur ist keine persönliche Frage, sondern die Frage, ob ich das besser kann", hatte Röhl in ihrer Bewerbungsrede gesagt. Am Ende traute eine klare Mehrheit der SPD-Mitglieder ihrer Rivalin Pauls eher zu, als Landtagsabgeordnete ihre Belange zu vertreten.

"Ich bin mächtig stolz", sagte Pauls, der die Erleichterung nach erfolgter Wahl deutlich anzusehen war. Respekt zollte sie ihrer Gegnerin. Dafür, dass diese kein Amt im Kreis gehabt habe, sei das Ergebnis respektabel.

Pauls Bestreben ist es nun, sich in ihrem Wahlkreis möglichst schnell bekannt zu machen. Gelegenheit dazu wird sie beim unmittelbar bevorstehenden Wahlkampf für das Europaparlament und dem sich anschließenden Bundestagwahlkampf zur Genüge haben.

 

Schleswiger Nachrichten (04.04.2009)

Nach 22 Jahren sucht die SPD einen Nachfolger für Holger Astrup, der nicht wieder für den Landtag kandidieren wird. In seine Fußstapfen treten wollen Dr. Imke Röhl und Birte Pauls. Die Kandidatinnen stellten sich jetzt in Erfde vor.

Am 28. April haben die SPD-Mitglieder zwischen Erfde und Süderbrarup die Qual der Wahl, wen sie für den Parlamentarischen Geschäftsführer ins Rennen um das Landtagsdirektmandat schicken werden. Fest steht: Die Wahl fällt auf eine Frau. Und fest steht ebenfalls: Um Inhalte wird es dabei kaum gehen, sondern vielmehr darum, wem die größere Durchsetzungsfähigkeit zugetraut wird. Möglicherweise auch darum, ob Stallgeruch und das behutsame Aufbauen einer Kandidatin durch die Parteigranden eine wichtigere Rolle spielen oder die Schärfe des politischen Profils und die offensive und analytische Herangehensweise an die landespolitischen Probleme.

Es ist die Wahl zwischen Birte Pauls und Dr. Imke Röhl, zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Was die beiden Politikerinnen eint, ist lediglich das Parteibuch und ihre biografisch fundierte sozialpolitische Ausrichtung. Sie sind mit knapp über 40 politisch jung, aber lebenserfahren genug, um sich in die Fußstapfen des "Strippenziehers" in der SPD-Landtagsfraktion zu trauen. Die Annäherung erfolgt jedoch aus ganz unterschiedlichen Positionen heraus. Das wurde bei der Präsentation der beiden vor lediglich knapp einem Dutzend Stapelholmer Sozialdemokraten in Erfde nur zu deutlich.

Birte Pauls, seit 21 Jahren Krankenschwester mit vierjähriger Auslandserfahrung in Dänemark, sammelte ihre politische Erfahrung maßgeblich in der Schleswiger Ratsversammlung und als Vorsitzende des Schleswiger Ortsvereins. Seit 2005 ist sie zudem Landesvorstandsmitglied der SPD und im engen Austausch mit SPD-Landeschef Ralf Stegner, der ihre Kandidatur unterstützt. "SPD und Gewerkschaft - das ist meine politische Heimat", sagt Pauls.

Dr. Imke Röhl ist Ausbildungsleiterin beim Institut für berufliche Aus- und Fortbildung der Diakonie Schleswig-Holstein und studierte Politologin. Sie machte ihre ersten politischen Schritte bei den Jusos in Kiel, wo sie den Kreisvorstand leitete und später stellvertretende Vorsitzende des Studierendenparlamentes an der Universität war. In Mecklenburg-Vorpommern war sie SPD-Ortvereinsvorsitzende in Sternberg-Dabel und im Kreisvorstand Parchim aktiv. Seit 2008 ist sie zweite Vorsitzende der SPD-Arbeitsgemeinschaft der Selbstständigen (AGS) Schleswig-Holstein. Die parlamentarische Arbeit lernte sie von 1993 bis 1997 als Mitarbeiterin des Bundestagsabgeordneten Norbert Gansel kennen.

Sozial engagiert sind beide, und beide richten ihr Profil auch danach aus, lediglich mit dem Unterschied, dass Birte Pauls vor allem die Sorge um die ältere Generation umtreibt, während Dr. Imke Röhl vordringlich die Chancengleichheit für die Jugendlichen in den Blick nimmt.

Pflegenotstand und Bildungsungsgerechtigkeit thematisierten sie, darüber hinaus lenkte Pauls den Blick auf die deutsch-dänische Zusammenarbeit, Röhl auf Umweltschutz und Energiepolitik. "Alternative Energien ja, aber nicht jede Technologie passt überall hin", sagte sie. "Bei Biogasanlagen haben wir inzwischen moralische Probleme und Probleme mit Monokulturen und Infrastruktur." Imke Röhl forderte einen regionalen Energiemix.

Sie reagierte damit auf eine Unmutsäußerung. Ein Sozialdemokrat hatte kritisiert, dass durch die Zunahme der Zahl an Biogasanlagen Landschaft und Identität auf dem Lande in Mitleidenschaft gezogen würden. Pauls erklärte, über die Nutzung regenerativer Energien sollten die betroffenen Kommunen allein entscheiden. Beide Kandidatinnen betonten die Notwendigkeit des Atomausstiegs.

 

Schleswig-Hostein-Portal vom 20.02.2009

Konjunkturpaket II

Alle Infos zum Konjunkturpaket II finden Sie durck anklicken der Übersicht:

Mal sehen was f?r Kropp ?birg bleibt

 

 

Schleswiger Nachrichten (06.02.2009)

Kollegium ist bereit für die Gemeinschaftsschule Kropp

Schulleiter Heinz Schlüter. Fotos: gu

 

"Es kann losgehen", sagte der Schulleiter der Kropper Realschule mit Grund- und Hauptschulteil, Heinz Schlüter, als er per E-Mail von der Entscheidung des Bildungsministeriums in Kiel erfuhr, dass seine Lehranstalt ab dem kommenden Schuljahr in eine Gemeinschaftsschule umgewandelt wird. "Unser pädagogisches Konzept steht schon lange und war Bestandteil unseres Antrages", fügte er hinzu. Man habe mit dieser Entscheidung gerechnet, sich darauf eingestellt und die Fortbildung für die betreffenden Kolleginnen und Kollegen forciert.

Dazu gehörten unter anderem die "Schulentwicklungstage" (Senta) unter der Begleitung vom Institut für Qualitätsmanagement an Schulen (IQSH) und Projekte für die Kollegen, die zur Zeit im fünften und sechsten Schuljahr unterrichten, um sich auf das gemeinsame Lernen vorzubereiten.


"Der Terminplaner ist für die Kollegen bis Ende des Schuljahres gefüllt und es gibt kaum noch freie Nachmittage". Schlüter spricht damit die zusätzliche Belastung an. Auch die baulichen Veränderungen neigen sich dem Ende entgegen. Die Mensa ist Ende März fertig. Die großen An-, Um- und Neubauten sollen mit einer entsprechenden Feier eingeweiht werden.

Am Montag, 16. Februar, findet ab 19.30 Uhr in der Aula eine Informationsveranstaltung für Eltern und Interessierte statt. Auf eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern wird großer Wert gelegt. "Die alte Schulform läuft aus, das gemeinsame Lernen beginnt zunächst mit dem fünften Schuljahr. Unsere Schule wird die Möglichkeit, die das neue System bietet, so nutzen, dass alle Schülerinnen und Schüler am besten gefördert werden können", verspricht der Schulleiter. (gu)

 

Schleswiger Nachrichten (22.11.2008)

Semcoglas schafft 60 Arbeitsplätze in Kropp

Erster Spatenstich für die neun-Millionen-Euro-Investition

Ein weiterer Industriebetrieb lässt sich im Kropper Gewerbegebiet nieder. Mit fünf symbolischen ersten Spatenstichen begann die „Semcoglas“, ein Isolierglas-Produktionsbetrieb, den Bau einer neuen Produktionsstätte. Auf rund 15 000 Quadratmetern entsteht ein moderner, zunächst 7500 Quadratmeter großer Betrieb, in dem Isolierglas und weitere Gläser zur Anwendung in Fenstern, Fassaden und im Innenausbau hergestellt werden.

Fast neun Millionen Euro werden in den Kropper Standort investiert und 60 zukunftssichere Arbeitsplätze geschaffen. Zudem werden Ausbildungsplätze in den Berufen Industriekaufmann und Flachglasmechaniker eingerichtet. Mit mehr als 24 Standorten gehört Semcoglas zu den großen Glasveredlern in Deutschland.

Man habe sich besonders wegen der guten Anbindung an die Autobahn mit den zwei Auffahrten für den Standort Kropp entschieden, sagte Bernhard Feldmann, kaufmännischer Geschäftsführer der Semcoglas, der auf dem skandinavischen Markt zusätzliche Absatzmöglichkeiten sieht. Aber auch die unkomplizierte und sehr effektive Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der WiREG (Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft), dem Kreis Schleswig-Flensburg und dem Wirtschaftsministerium seien Kriterien für eine Entscheidung für Kropp gewesen. Die Verlagerung des Geschäftsbetriebes nach Kropp soll im zweiten Quartal 2009 erfolgen.

Landrat Bogislav Tessen von Gerlach sprach seinen Glückwunsch aus und meinte: „Sie haben den richtigen Standort mit dem richtigen Projekt ausgewählt“. Bürgermeister Reinhard Müller drückte seine Freude über die Ansiedlung des Großbetriebes aus und sprach die Hoffnung aus, dass der Betrieb in Kürze auch Kropper Bürger als Mitarbeiter führen werde.

(gu)

 

Nicht erst seit Beginn der neuen Legislaturperiode setzen wir uns für innovative Techniken zur Energieeinsparung z. B. bei der Straßenbeleuchtung ein. Nun wurden in Kropp viele Kilometer Erdgasleitungen ausgetauscht bzw. neu verlegt. Diese Gelegenheit wurde genutzt um energiesparende Straßenleuchten aufzustellen. Doch das ist nur ein Teilziel auf dem Wege eines Energiesparkonzeptes für den gesamten Ort. Der heute erschienende Bericht macht deutlich, dass auch andere Ämter und Gemeinden sich der Herausforderung stellen. Wir werden auch in Kropp konsequent die gebotenen Möglichkeiten ausschöpfen, die Versorgung sichern und die Infrastruktur verbessern.

Bei der nächsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt- und Planung sollte die Frage nach dem Gesamtkonzept für Energieeinsparungen auch auf dem Beleuchtungssektor gestellt werden.

So ist in der letzten Gemeindevertreterversammlung beschlossen worden, die Beleuchtung kurz- bis mittelfristig auf Energiesparlampen umzustellen. Hierbei wurde jedoch ausdrücklich betont, dass die durchzuführenden Maßnahmen sich nicht schädlich auf die Nachhaltigkeit und die weiterführende Technologie auswirkt. Sicherlich ist es sinnvoll die möglichen Energieeinsparpotentiale von einem Sachverständigen prüfen zu lassen.

SHZ-Online (21.11.2008)

Sieger in der Kategorie "Visionen"

Mit Stolz nahmen Amtsvorsteher Herbert Will und der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Viöl, Gerd Carstensen, die Auszeichnung und das Preisgeld vom Schirmherrn der "Energie-Olympiade", Ministerpräsident Peter Harry Carstensen, und dem Vorsitzenden der Innovativstiftung Schleswig-Holstein, Professor Dr. Hans-Jürgen Block, entgegen.

Bereits zum zweiten Mal wurden Projekte zum effizienten Einsatz von Energie in Kommunen gewürdigt. In diesem Jahr konnten die Ämter Arensharde, Eggebek, Oeversee und Viöl mit ihrem gemeinsamen Projekt "Steigerung der Energieeffizienz durch den Einsatz von LEDs in der kommunalen Straßenbeleuchtung im ländlichen Raum" überzeugen. In der Kategorie "Vision" gingen sie als Sieger hervor.


In dem Gemeinschaftsprojekt, koordiniert durch die gemeinsam eingestellte Regionalbetreuerin Inga Junge, wird erstmals der praktische Einsatz von LED-Straßenleuchten im ländlichen Raum untersucht. Ziel des Projektes ist die Konzeption und daraus abgeleitet die Installation von LED-Straßenleuchten an ausgewählten Teststrecken in jedem der beteiligten Ämter. Das Grundkonzept wurde im Rahmen einer Diplomarbeit an der FH Flensburg erarbeitet.

Das Projekt zeigt geradezu exemplarisch, wie selbst kleinere Kommunen im ländlichen Raum Energieinnovationen vorantreiben können. Das Projekt hat überzeugt, weil es eine systematische Strategie verfolgt, für die neueste verfügbare Technologie der Straßenbeleuchtung in Schleswig-Holstein den Weg zu bereiten, so das Urteil der Jury.

Das Preisgeld sei für das Amt Arensharde ein Ansporn, die Vision in die Tat umzusetzen, erklärt Amtsvorsteher Herbert Will. In allen Ämtern sind daher erforderliche Teststrecken festgelegt worden. Im Amtsbereich

Arensharde befinden sich diese in der Gemeinde Schuby (Theodor-Storm-Straße) und in der Gemeinde Jübek (Heinrichstraße und Süderstraße).
Die Straßenlampen sollen in den kommenden Wochen mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet werden. Auf das Ergebnis sind bereits heute alle Beteiligten gespannt.

Schleswiger Nachrichten (21.11.2008)

Aktivregion schaltet viele neue Lichter an

6000 Straßenlaternen stehen in den Ämtern Eggebek, Oeversee und Arensharde (alle Kreis Schleswig-Flensburg) sowie Viöl (Kreis Nordfriesland). Die Hälfte von ihnen soll in den nächsten drei Jahren auf EnergiesparLampen umgerüstet werden. Das kostet zwar drei Millionen Euro - rechnet sich aber langfristig, weil die Hälfte des bisherigen Energieverbrauchs wegfällt. Das Projekt mit Modellcharakter für ganz Schleswig-Holstein steht ganz oben auf der Ideenliste für die Zukunft der neuen Aktivregion Eider-Treene-Sorge (ETS).

Elf hochmoderne LED-Leuchten am Fleher Deich weisen D?sseldorf seit Montagabend, 17. Dezember, eine Vorreiterrolle bei dieser effektiven Beleuchtungstechnologie zu.

Elf hochmoderne LED-Leuchten wie hier in Düsseldorf demonstrieren eindrucksvoll die Vorreiterrolle bei dieser effektiven Beleuchtungstechnologie.

Robert Vasold, Student der Flensburger Fachhochschule, liegt mit seiner Diplomarbeit zur wissenschaftlichen Begleitung des Themas noch in den letzten Zügen - doch der Plan ist schon jetzt klar, sagt Stefan Ploog, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe der Aktivregion Eider-Treene-Sorge und Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Oeversee: Teststrecken mit jeweils zehn bis 15 Laternen in den Gemeinden Sieverstedt, Wanderup, Eggebek, Schuby, Jübek und Viöl werden den Anfang machen. Die Eon-Hanse sammelt dabei Messdaten. Und nach spätestens drei Jahren soll, um Energie zu sparen, die Hälfte aller Straßenlaternen in den Ämtern Eggebek, Oeversee, Arensharde und Viöl auf energiesparende LED-Lampen umgestellt sein.

Das Kürzel steht für Licht Emittierende Diode. Geht man von einer durchschnittlichen Leuchtenleistung von 110 Watt und einer durchschnittlichen nächtlichen Betriebszeit von neun Stunden aus, liegen die möglichen Einsparungen in etwa zwischen 350 000 und 540 000 kWh pro Jahr, rechnet Vasold vor. Dies entspreche einer CO2-Menge von 85 beziehungsweise 131 Tonnen.

Neben der besseren Energiebilanz dieser Technik geht es auch um eine gezieltere Ausleuchtung. "Die Streuverluste sind bei LED sehr gering, Schlafzimmer angrenzender Häuser werden von störenden Effekten verschont", verspricht Ploog. Hinzu komme, dass LED’s Insekten nicht anzögen. Auch wenn es vor allem darum gehe, die Köpfe der Lampen zu tauschen, deutet der LAG-Chef an: "In Teilen werden wir versuchen, auch etwas für das ästhetische Empfinden zu tun." Sprich: Zumindest dort, wo Masten marode sind, könnte das hässliche Modell Peitschenlampe gleich mitbeseitigt werden.

Wegen des innovativen Charakters will die ETS die Lampenpläne als "Leuchtturmprojekt" für den landesweiten Ideenwettbewerb nominieren, in dem Ideen aller 21 Aktivregionen Schleswig-Holsteins um Millionen aus dem Landeshaushalt konkurrieren. In dieselbe Kategorie gehören Pläne für neue Wege des Kanu-Tourismus. Das Projekt ist auf eine Million Euro veranschlagt. Als übergeordnetes Ziel nennt ETS-Regionalmanagerin Cornelia Saure "mehr Qualität, nicht mehr Masse". Während die Infrastruktur für Kanutouristen auf dem mittleren Treene-Abschnitt südlich von Tydal ausgebaut werden soll, ist oberhalb davon aus Gründen des Naturschutzes ein Rückbau vorgesehen. Dort noch vorhandene Einstiegsstellen sollen wegfallen; die Zufahrt ans Ufer durch Findlinge oder Hecken verhindert werden. Gruppenfahrten, bei denen weniger die landschaftliche Vielfalt, sondern das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund steht, sollen stärker auf die eintönigere, aber auch breitere Treene-Partie im Süden sowie auf die Alte Sorge verlegt werden. Einhergehen wird die Aufwertung des Paddelreviers mit einer besseren touristischen Vermarktung.

Als drittes Leuchtturmprojekt strebt die LAG-Gruppe eine - wie es heißt - "touristische Inwertsetzung" des Danewerks, des größten archäologischen Bodendenkmals Nordeuropas, an. Federführend wird dieses Projekt zwar von der östlich angrenzenden Aktivregion Schlei-Ostsee betreut; da die ETS-Region von dem Festungswall von Ellingstedt an in Richtung Westen auch berührt wird, will sie sich mit 225 000 Euro einklinken. 85 000 Euro sind dafür vorgesehen, touristische Radrundwege auszuschildern und zu vermarkten. Und zwar in den Teilen der ETS-Region, die in Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde und Dithmarschen liegen. Als Vorbild dient ein Pilotprojekt, das im Kreis Schleswig-Flensburg gerade abgeschlossen worden ist.

(fju) Kann Kropp vielleicht noch beitreten??

Schleswig-Holsteinische Landeszeitung (11.11.2008)

Schleswig-Holsteinische Landeszeitung (06.11.2008)

NEWSLETTER der SPD-Landtagsfraktion (03/08)

Ausstattung mit Lehrkräften an Regionalschulen und Gemeinschaftsschulen


Die Opposition, insbesondere die Gemeinschaftsschul-Gegnerin FDP, versucht mit allen möglichen Mitteln, die Schulreform madig zu machen. Z. B. hat sie behauptet, die neuen Schularten seien nicht genügend mit Lehrern ausgestattet. Dazu gab es eine Debatte im Landtag, bei der Koalition und Regierung die Behauptungen zurückgewiesen haben. Denn sowohl FDP als auch Grüne operieren (bewusst?) mit falschen Zahlen.

Laut Informationen des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein („Statistik informiert“ Nr. 145/2007 und Nr. 72/2008) sind derzeit rund 5.500 Schülerinnen und Schüler für eine Gemeinschaftsschulen (5. und 6. Jahrgang) und 1.738 Schülerinnen und Schüler für Regionalschulen (5. Jahrgang) angemeldet.

Für die Lehrkräfte wird wegen der unterschiedlichen Unterrichtsverpflichtung je nach Schulart pro Planstelle eine unterschiedliche Anzahl von Unterrichtsstunden angerechnet.

Ein direkter Vergleich Schüler/Planstelle macht wenig Sinn, weil er keine Aussage über die Unterrichtsversorgung der einzelnen Schularten zulässt.

Das Bildungsministerium berechnet seine Unterrichtsversorgung deshalb auch nicht nach dem Indikator Schüler je Lehrer – wie es die FDP versucht -, sondern nach der Größe „Unterrichtsstunde je Schüler“. Danach ist die Planungsgröße für die Unterrichtsversorgung:

 

  Stunden/Schüler auf der Grundlage von SchülerInnen je Klasse Unterrichtsstunden/Klasse
Gemein- schaftsschulen 1,44 25 36 Stunden (30 Stunden nach Kontingentstundentafel + 6 Stunden für Differenzierungsmaßnahmen je Klasse)
Regional- schulen 1,36 25 34 Stunden (30 Stunden nach Kontingentstundentafel + 4 Stunden für Differenzierungsmaßnahmen je Klasse)

Quelle: Bildungsministerium, Vermerk v. 26.5.2008


Damit stehen im Rahmen der Kontingentstundentafel bis zu 4 bzw. bis zu 6 Differenzierungsstunden zur Verfügung.
Zur Erinnerung: Durch den Rückgang der Schülerzahlen können zwischen 2010 und 2020 rund 4.200 Lehrerstellen abgebaut werden. Die frei werdenden Mittel werden jedoch nur zum Teil zur Haushaltskonsolidierung verwendet; die Hälfte (540 Mio Euro) fließt direkt in die Bildung. In der Aufbauphase der Regional- und Gemeinschaftsschulen werden im Schuljahr 2010/2011 160, in den Folgejahren bis 2015/2016 je 175 Lehrerstellen
für eine bessere Unterrichtsversorgung bereitgestellt. Damit werden die neuen Stundentafeln und der Förderbedarf abgedeckt.
Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang, dass landesweit zurückgehende Schülerzahlen nicht automatisch an allen Schulen weniger Klassen bedeutet.

Beispiel:

Im vergangenen Schuljahr gab es 2.000 Realschüler weniger. Bei einer Klassengröße von 25 Schülern würde das bedeuten, dass es etwa 80 Klassen weniger geben müsste.
Tatsächlich wurden im ganzen Land aber nur zwei Realschulklassen weniger gebildet.
Daran zeigt sich, dass solche Berechnungen auf dem Papier mit der Realität oft wenig zu tun haben. Unter’m Strich muss es jedoch verstärkt eine sogenannte ökonomische Klassenbildung geben. Das heißt, man kann nicht Klassengrößen von durchweg 18 Schülern haben, wo man auch Klassen mit 27 Schülern bilden könnte. (Bei kleineren Schulen ist die Situation natürlich etwas anders.) Das würde auf Kosten der Unterrichtsversorgung gehen. Kleine Klassen und ganz viel Unterricht geht nicht (zeitgleich) – aus finanziellen Gründen. Sind kleine Klassen oder mehr Unterricht die Alternative, ist laut Fachleuten eindeutig mehr Unterricht vorzuziehen.
Wichtig bleibt: Über die Klassengrößen und damit über die zur Verfügung stehenden Unterrichtsstunden je Schüler und Klasse wird immer vor Ort in den Schulen entschieden und nicht in Kiel!

 

Landeszeitung vom 25.09.2008

(Anmerkung: Leider enthält der Zeitungsartikel einen Fehler. Das Abstimmungsergebnis lautete 10 Ja-Stimmen. 8 Nein-Stimmen, 1 Stimmenthaltung)

Kropp erhält jetzt doch eine Gemeinschaftsschule

Mit 10:9 Stimmen setzten sich SPD und Wählergemeinschaft (AWK) gegen die CDU in der Gemeindevertretung durch: Der Weg ist frei für eine Gemeinschaftsschule.

Kropp soll nun doch eine Gemeinschaftsschule erhalten. Diesen Beschluss fasste die Gemeindevertretung mehrheitlich am Dienstagabend. Vorausgegangen waren harte Auseinandersetzungen in der Sitzung des Ausschusses für Schule und Kultur am vergangenen Montag, die sich in der Gemeindevertretersitzung fortsetzten. Die Gemüter beruhigten sich erst, als sich bei der Abstimmung SPD und der AWK mit 10:9 Stimmen gegen die CDU durchsetzen konnten.

Die Gemeindevertretung hatte sich am 11. Dezember 2007 mit CDU-Mehrheit für die Errichtung einer Regionalschule entschieden. Bei der Kommunalwahl im Mai 2008 verlor die CDU ihre absolute Mehrheit, die SPD konnte ihre Stimmenanzahl halten, die AWK gewann einen Sitz dazu. Beide Parteien hatten in ihrem Wahlprogramm versprochen, sich für eine Gemeinschaftsschule einzusetzen.

Die CDU wehrte sich vehement. Sie forderte eine "qualifizierte Elternbefragung" durch die Gemeinde. SPD- und AWK-Fraktion erklärten, der Elternwille sei bereits ermittelt worden, und das Ergebnis der Kommunalwahl zeige dies zusätzlich. Der CDU-Antrag wurde abgelehnt. Die gemeinsamen Anträge der SPD und AWK, den Beschluss der Gemeindevertretung vom 11. Dezember 2007 aufzuheben und eine Gemeinschaftsschule mit der Option auf eine gymnasialen Oberstufe einzurichten, wurden beschlossen.

In der Sitzung wurden die Aufträge für den Bau der Ganztagsschule (Mensa) für 509 000 Euro vergeben. Das Kunstwerk "Der Spalt" soll auf dem "Alten Viehmarkt" nicht südlich, sondern nördlich zwischen den Leuchten vor der ehemaligen Post aufgestellt werden.
 
 
 

Landeszeitung vom 24.09.2008

Mensa macht die neue Schule schmackhaft

Die Grund- und Gemeinschaftsschule Fockbek entwickelt sich: Gestern wurde die neue Mensa eingeweiht, demnächst tritt ein Schulsozialarbeiter seine Arbeit an - und dann wird zur besseren Identifikation ein neuer Name gesucht.

In der Fockbeker Grund- und Gemeinschaftsschule roch es gestern Mittag nach Tomatensoße. Grund dafür war die erste Essensausgabe in der neuen Mensa. Schulleiter Karl-Heinz Rath wertete die 65 Vorbestellungen für Hackbällchen, Nudeln und Tomatensoße als Erfolg: "Es ist schön, dass so viele das Angebot annehmen", sagte er.
 
Die neue Mensa ist eine der sichtbaren Änderungen an der Schule, die sich in den letzten Monaten enorm gewandelt hat. Zwar hängt an einem Gebäude noch ein großes Schild mit dem Hinweis "Realschule", doch unter dem Dach sind inzwischen insgesamt vier Schulen untergebracht: Die Grundschule, die auslaufenden Zweige der Haupt- und der Realschule sowie die neue Gemeinschaftsschule mit 106 Kindern in den fünften Klassen.

Für die insgesamt knapp 1000 Schülerinnen und Schüler wird weit mehr geboten als Unterricht: Die offene Ganztagsschule erfreut sich größter Beliebtheit. Hausaufgabenbetreuung, viel Sport, Kochen, Musik und die Arbeit mit dem Internet wurde rund 550-mal gebucht. Die Kurse werden von vier Lehrerinnen gegeben, in den nächsten Wochen stellt die Gemeinde als Schulträger einen Schul-Sozialarbeiter ein, der die Koordination mit übernimmt.

Insgesamt 275 000 Euro hat die Gemeinde in Umbauten von Fach- und Verwaltungsräumen, eine Lernwerkstatt und die Mensa investiert. Zudem wird die Offene Ganztagsschule mit 20 000 Euro unterstützt. "Ich glaube, dass unsere Schule gut aufgestellt ist", sagte Bürgermeister Pierre Gilgenast. Somit scheint die Fockbeker Gemeinschaftsschule auch für den Wettbewerb gerüstet zu sein. Schon für dieses Schuljahr waren die Meldezahlen mit 106 Fünftklässlern gut. "Der Einzugsbereich hat sich kaum verändert, aber es hat sich gezeigt, dass auch Schüler aus dem Rendsburger Stadtteil Seemühlen-Nord dabei sind."

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über die Versorgung mit Lehrern sieht Schulleiter Karl-Heinz Rath keine Probleme: "Wir haben uns schon daran gewöhnt, dass wir nicht die gesamte Stundentafel erfüllen können. Die Lehrerausstattung der Gemeinschaftsschule aber kann man durchaus als gut bezeichnen."

Um die Identifikation zu steigern, soll nun noch ein neuer Name für die Schule gefunden werden. Das wäre dann nach nur kurzer Zeit das Ende der Grund- und Gemeinschaftsschule Fockbek.

Frankurter Allgemeine Zeitung vom 11.09.2008

Stellt den Lehrer in die Mitte der Debatte!

Auf den Lehrer kommt es an. Keine Bildungsdebatte kann davon ablenken, dass alle Strukturreform leerläuft, wenn der Lehrer nicht gut ist. Was einen guten Lehrer ausmacht, wie zentral seine Rolle als Wissensvermittler, Ansporner und Entflammer ist, weiß eigentlich jeder, der einen solchen hatte. Umso erstaunlicher, wie schnell man diese Grundwahrheit im Wust der Reformdiskussionen aus dem Auge verliert und sich mit wohlfeiler Lehrerschelte zufriedengibt. Man beschwört die Bildung als Ressource der Zukunft, die Kanzlerin macht eine Bildungsreise durch Deutschland - alles schön und gut, aber wo ist ein Forum in Sicht, auf dem mit vergleichbarer Energie über die Verbesserung des Lehrerstands geredet würde? Sachkundig, analytisch und konstruktiv, unter Verzicht aufs Abspulen der ewigen Pauker-Schüler-Klischees, in der Überzeugung, dass man an eine Zukunftsfrage der Gesellschaft rührt, die alle Aufmerksamkeit wert ist.

Das Buch von Bernhard Bueb, das jetzt in den Buchhandel kommt, ist eine Gelegenheit, ein solches Forum einzurichten. In dieser Zeitung wird das Erscheinen des Buches zum Anlass genommen, im Internet unter faz.net/bueb eine Debatte um den Lehrerberuf zu führen. Buebs Buch trägt den Titel "Von der Pflicht zu führen. Neun Gebote der Bildung". Gewiss kann man nun anfangen, sich am Begriff der "Führung" abzuarbeiten. Ob dieser Begriff eine glückliche Wahl ist, mag dahinstehen. Zudem gibt es im Buch etliche Unschärfen und Ungenauigkeiten, die wohl auch Bueb selbst einräumen würde. Aber es wäre verfehlt, der zentralen Debatte, die das Buch anstößt, mit Hinweis auf dessen Schwächen auszuweichen.

 

Die Debatte, die es zu führen gilt, steht unter dem Slogan "Auf den Lehrer kommt es an". Um ein Missverständnis zu vermeiden: Es geht nicht darum, aus der stets ein wenig verrückten Institution Schule plötzlich ein Arkanum der Bildung und Menschenliebe zaubern zu wollen. Hier gilt vielmehr, was Adorno in den "Tabus über den Lehrerberuf" schreibt: "Prinzipiell bleibt, was in der Schule geschieht, weit hinter dem leidenschaftlich Erwarteten zurück." Gleichwohl muss der Defätismus durchbrochen werden, mit dem man die Schule als einen hoffnungslosen Fall, den Lehrer als einen unverbesserlichen Unterrichtsbeamten abtut. Derzeit wird der Lehrer zum Dienstleister am Kind degradiert. Er steht ganz am Rande der Diskussion. Dass dies so ist, hat er auch seiner eigenen passiven Haltung zu verdanken. Psychisch gebeutelt, aber doch mit stoischer Ruhe erträgt die Lehrerzunft die folgenlose Kritik. "Lehrer sollten lernen, politisch zu denken und zu handeln", hält ihnen Bueb entgegen. Der ehemalige Direktor des Internats Schloss Salem hatte bereits vor zwei Jahren mit seinem "Lob der Disziplin" eine umstrittene und bestens verkaufte Kritik an verweichlichten Erziehungsmethoden antiautoritärer Herkunft geübt.

 

 

Spiegel online-Unispiegel vom 11.08.2008

Hälfte der Deutschen hält Schulsystem für ungerecht

Die deutsche Bevölkerung gibt dem Bildungssystem schlechte Noten: Fast jeder Zweite findet es ungerecht, eine deutliche Mehrheit plädiert dafür, dass Kinder länger gemeinsam lernen sollen - am besten sechs statt nur vier Jahre. Das zeigt eine neue Umfrage.

Im Urteil der Bundesbürger schneidet die Schulpolitik schlecht ab. Fast die Hälfte der Bevölkerung beurteilt das deutsche Bildungssystem als ungerecht. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Die Eltern schulpflichtiger Kinder sind noch unzufriedener als Erwachsene ohne Schulkinder.

 

Bei der Umfrage nannten 45 Prozent der 1500 befragten Bürger das deutsche Bildungssystem ungerecht. Unter den Eltern waren es 48 Prozent. Besonders negativ beurteilten Ostdeutsche das Schulsystem - 60 Prozent bezeichneten es als eher oder sogar völlig ungerecht.

Auffällig ist: Etwas mehr als die Hälfte der Eltern von Haupt- oder Gesamtschülern bewerten das deutsche Bildungssystem mehrheitlich als nicht gerecht. Die geringste Ablehnung zeigten Eltern von Gymnasiasten und Realschülern mit jeweils etwa 45 Prozent.

Kinder sollten bis zur sechsten Klasse gemeinsam lernen

Seit Deutschland 2001 durch miserable Pisa-Ergebnisse einen Schock erlebte, ist der künftige Weg des Bildungssystems stark umstritten - vor allem die Frage, wie es mit den Hauptschulen weitergeht, und ob es wirklich sinnvoll ist, die Schüler bereits nach vier Jahren auf unterschiedliche Schultypen zu schicken. In der Studie geht es auch um die Einstellungen zur traditionellen Dreigliedrigkeit des Schulsystems.

 

Willkommen an der Schule: Viele Deutsche finden das Bildungssystem ungerecht
 

Willkommen an der Schule: Viele Deutsche finden das Bildungssystem ungerecht

Das Votum fällt recht deutlich aus: Die Mehrheit der Befragten - und fast 60 Prozent der Eltern - sprachen sich dafür aus, Kinder länger gemeinsam zu unterrichten. Besonders belastet die in Deutschland übliche Selektion nach der vierten Klasse

offenbar die Eltern der Grundschüler (mehr...)

: Hier sind fast zwei Drittel dafür, die Kinder länger als bislang gemeinsam zu unterrichten.

Noch klarer wird die Absage ans frühe Sortieren bei der Frage, wann Kinder verschiedene Schullaufbahnen einschlagen sollen: Von den Eltern der Schulkinder hält es lediglich etwa jeder vierte für richtig, Schüler schon nach vier gemeinsamen Jahren auf Gymnasien, Real- und Hauptschulen zu verteilen. In den ostdeutschen Ländern befürwortet das sogar nur jeder Fünfte.

Keine gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Eine deutliche Mehrheit ist dafür, Kinder erst später auf unterschiedliche Bildungswege zu schicken. "Nach der sechsten Klasse" als richtigen Zeitpunkt nannte knapp die Hälfte. Immerhin gut jeder Fünfte würde Schüler sogar bis zur neunten Klasse gemeinsam unterrichten lassen.

Zudem bezweifeln drei Viertel der Bundesbürger, dass Jugendliche aller Schichten und aus allen Kulturkreisen nach der Schule die gleichen Berufschancen haben. Eltern schulpflichtiger Kinder sind auch hier deutlich skeptischer als der Bevölkerungsdurchschnitt: 86 Prozent glauben nicht an Chancengleichheit für sozial Schwächere und für Migrantenkinder auf dem Arbeitsmarkt. Am pessimistischsten sind die Eltern der Realschüler: 89 Prozent sehen ungleiche Berufschancen bei unterschiedlicher Herkunft.

Fast 90 Prozent der Befragten forderten, Kinder aus sozial schwachen Familien stärker individuell zu fördern. 62 Prozent wünschen sich mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche ausländischer Herkunft. Dabei gaben zwei Drittel der Befragten an, sie könnten sich vorstellen, diesen Schülern selbst zum Beispiel bei den Hausaufgaben zu helfen.

Großer Zuspruch für die Ganztagsschulen

Nach Angaben der Bertelsmann-Stiftung hat jede vierte Familie in Deutschland einen "Migrationshintergrund", also mindestens ein Elternteil mit ausländischer Staatsangehörigkeit oder deutscher Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung. Die Mehrheit der Befragten fordert faire Bildungschancen ungeachtet der Herkunft der Kinder und Jugendlichen. Emnid befragte für die Studie "Integration durch Bildung" 1000 Bundesbürger ohne und rund 500 Bürger mit mindestens einem Kind in einer Pflichtschule.

Eine deutliche Mehrheit befürwortet die Ausweitung der Ganztagsbetreuung: Gut drei Viertel der Bevölkerung sprechen sich für den Ausbau von Ganztagsschulen aus: bei den Eltern von Gesamtschülern sind es sogar 85 Prozent. Die Mehrheit der Befragten findet außerdem, dass Kinder mehr Lernstoff zugemutet werden sollte.

"Der ausgeprägte Reformwille der Bevölkerung ist eine Chance für den zügigen Umbau unseres Bildungssystems", kommentierte Jörg Dräger die Studie. Dräger war von 2001 bis 2008 Wissenschaftssenator in Hamburg und ist jetzt Vorstandsmitglied der Bertelsmann-Stiftung.


Schleswiger Nachrichten vom 15.07.2008

 

 

 

SPD Aktuell aus der Landtagsfraktion

Detlef Buder zu Regional- und Gemeinschaftsschulen 28.04.2008

Elternvotum für längeres gemeinsames Lernen wird umgesetzt

Zu den heute von Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave vorgestellten Genehmigungen für neue Regional- und Gemeinschaftsschulen erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Detlef Buder:

Die heute von der Bildungsministerin vorgelegten Zahlen zeigen, dass da, wo die Schulträger ihre Hausaufgaben gemacht haben, ein flächendeckendes Angebot an Gemeinschafts- und Regionalschulen vorgehalten werden kann. Die Besorgnisse, die es nach den Zahlen vom Februar gab, dass die Hälfte der beantragten Regionalschulen und 4 von 50 Gemeinschaftsschulen nicht genehmigungsfähig seien, haben sich so nicht bewahrheitet.

Wir Sozialdemokraten freuen uns, dass die Nachfrage nach der Gemeinschaftsschule so hoch ist, dass nur zwei beantragte Schulen abgelehnt werden mussten; eine weitere beschreitet den Rechtsweg, weil die Anmeldezahlen nicht ausreichen.
An einer Reihe von Standorten müssen die Schulträger nacharbeiten und durch Zusammenlegung geplanter Standorte für ausreichend große Einheiten sorgen. Gerade bei stark zurückgehenden Schülerzahlen ist es unerlässlich, dass die vorhandenen Lehrkräfte und Ressourcen im Interesse der Schülerinnen und Schüler eingesetzt und nicht auf zu kleine Standorte zersplittert werden.
Wir gratulieren der jetzigen IGS und künftigen Gemeinschaftsschule Trappenkamp herzlich, dass ihr langer Kampf um die Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe zum nächsten Schuljahr erfolgreich war. Damit ist erwiesen, dass die Einrichtung einer Oberstufe an einer Gemeinschaftsschule auch unter schwierigen Umständen erreicht werden kann.

 

 

Schleswiger Nachrichten vom 21.04.2008

Schleswiger Nachrichten vom 10.04.2008

Landeszeitung vom 20.03.2008

 

Schleswiger Nachrichten vom 18.03.2008

 

 

Schleswiger Nachrichten vom 15.02.2008

Die Schullandschaft im Kreis wird neu gestaltet

Die Landschaft für den weiterführenden Schulbereich im Kreis hat sich neu gebildet – weitgehend. Das zeigt der Schulentwicklungsplan. Nur noch für die KTS ist die künftige Struktur offen – und in Kropp. Veränderungen sind in den nächsten Jahren aber auch im Grundschulbereich zu erwarten – wegen zu geringer Schülerzahl.
Schleswig-Flensburg/mei-

Neben den Gemeinschaftsschulen Handewitt und Schafflund, die bereits im vergangenen Jahr begannen, genehmigte Kiel jetzt weitere Gemeinschaftsschulen in Harrislee, Tarp, Satrup, Sterup, Süderbrarup, Kappeln und Schleswig sowie sechs Regionalschulen in Eggebek, Böklund, Kappeln, Silberstedt, Schleswig und Erfde.

Auch in Kropp besteht der Wunsch nach einer Regionalschule. Der Antrag wurde allerdings in Kiel für 2008 noch nicht genehmigt, da er zu spät eingereicht worden war. Im Schul- und Sportausschuss des Kreises wurde die Hoffnung laut, dass es in Kropp noch zu einem Überdenken und Umschwenken auf eine Gemeinschaftsschule kommen werde, um die Angebotsvielfalt im südlichen Kreisgebiet zu vergrößern.

Dass sich die Regionalschulen auf den südlichen und die Gemeinschaftsschulen auf den nördlichen Teil des Kreises konzentrieren, irritierte im Schulausschuss. „Ich habe gedacht, das Land wollte darauf achten, dass alle Angebote vorhanden sind. Jetzt gibt es zum Teil doch sehr lange Schulwege“, meinte zum Beispiel Jutta Weyher (CDU). Winfried Paasch aus dem Fachbereich Schule und Sport der Kreisverwaltung wies darauf hin, dass „weite Wege“ unterschiedlich bewertet würden. „Das Land geht von maximalen Entfernungen von 20 bis 30 Kilometern zur Schule aus“, sagte er. Danach sei im Kreis kein Schul-Weg zu weit.

Während die Standorte für Regional- und Gemeinschaftsschulen somit weitgehend feststehen – einige Schulen werden auch mehrere Standorte haben – gibt es noch etliche Unsicherheiten im Grundschulbereich. „Da sind noch viele Verhandlungen notwendig“, hieß es im Ausschuss. An etlichen Standorten wird aufgrund der Schülerzahl-Prognosen der Fortbestand einer eigenständigen Schule bezweifelt. Das Gesetz sieht für eine eigenständige Grundschule mindestens 80 Schüler vor.

„Einleitung geeigneter Anpassungsmaßnahmen“ wird lapidar im Schulentwicklungsplan für insgesamt 23 Grundschulen im Kreis empfohlen. Bis 2010 seien Maßnahmen wie Schließung oder Kooperation für zwölf Schulen notwendig, für die übrigen bis 2015. Neun Schulen erreichen schon jetzt nicht die Mindestschülerzahl.

Empfohlen wird, die gefährdeten Schulen gegebenenfalls in weiträumigere Lösungen einzubetten, so zum Beispiel ein Gesamtkonzept für das Geltinger Amt oder den Kropper-Stapelholmer Raum zu erarbeiten. Dafür müssen sich aber zum Teil völlig neue Schulträger finden. Derzeit gibt es im Kreis 34 verschiedene Träger – Städte, Ämter, Schulverbände, Gemeinden, Kreis – für die insgesamt 86 Schulen.

Was die Gymnasien im Kreis anbelangt, so lässt der Schulentwicklungsplan keinen Zweifel am Fortbestand. Allerdings könne nicht prognostiziert werden, wie sich eine Gemeinschaftsschule am selben Standort auf die Schülerzahl der Gymnasien auswirken werde.

Die Aussagen in dem Schulentwicklungsplan über die Entwicklung der Schülerzahlen sind mit einem großen Unsicherheitsfaktor behaftet: Den Eltern ist völlig freigestellt, wo sie ihre Kinder zur Schule schicken. Wohnortnähe wird wohl immer eine große Rolle spielen, doch auch Ruf und Profil einer Schule werden bei der Wahl künftig stärker berücksichtigt werden.

„Wir freuen uns darüber, dass das Prinzip ’Längeres gemeinsames Lernen’ immer mehr Eltern, Lehrer und Schulträger überzeugt“, stellten die SPD-Landtagsabgeordneten aus dem Kreisgebiet, Anna Schlosser-Keichel und Holger Astrup, nach der Genehmigung weiterer Gemeinschafts- und Regionalschulen im Kreis Schleswig-Flensburg fest. Durch das Prinzip, das sich an Skandinavien orientiere, werde in der Gemeinschaftsschule auch besser erreicht, „dass künftig weniger die soziale Herkunft von Schülern, sondern vielmehr Begabung über Bildungsgang und damit über Lebenschancen entscheidet“.