SPD Osterrönfeld

Straßenbau

Pläne des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr

 
Ausgangssituation:
 
Durch die Ansiedlung von REpower wird Osterrönfeld vor neue verkehrstechnische Herausforderungen gestellt. Vor allem der Zuliefer- und Schwerlastverkehr werden das vorhandene Wegenetz erheblich belasten. Neben dem zusätzlichen Verkehr zur neuen Produktionsstätte von REpower kommen weitere Verkehrsbelastungen durch die zu erwartenden Neuansiedlungen anderer Unternehmen hinzu, die durch REpower und den Schwerlasthafen angelockt werden.

 
Planungen:
 
Aufgrund der oben beschriebenen Situation, wird eine zusätzliche Anbindungsstraße zum neuen Schwerlasthafen und dem REpower-Gelände gebaut. Diese wird von einem neuen Kreisverkehr zwischen der Deula und dem Ortsrand Osterrönfelds nach Süden führen und mit neuen Auf- und Abfahrten an die B 202 angebunden. Ein neues Brückenbauwerk markiert das Kernstück der neuen Anschlussstelle zwischen den zurzeit noch bestehenden Anschlussstellen „Osterrönfeld West“ und „Itzehoer Chaussee“. Die Planungen sehen vor, dass die neu anzusiedelnden Unternehmen mit dieser leistungsfähigen Zubringerstraße alle logistischen Herausforderungen ihrer Betriebsstätten in Zukunft bewältigen können. Wenn man der Planung Glauben schenken darf, ist jedoch der Lärmschutz der Anwohner, die durch den Neubau der Anbindungsstraße vom LKW-Verkehr entlastet werden sollen, weit wichtiger.

 
Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr:
 
Der „Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr“ sieht durch den Bau einer zusätzlichen Anschlussstelle den Verkehrsfluss auf der B202 in Gefahr. Wegen existierender Vorschriften zur Verkehrsführung von Bundesstraßen und zur Gestaltung von Knotenpunkten sah der Landesbetrieb Handlungsbedarf wegen der geplanten neuen Zubringerstraße zum Schwerlasthafen. Durch den Bau dieser Straße und der damit verbundenen zusätzlichen Anschlussstelle würden zwischen „Osterrönfeld West“ und dem Anschluss an die B77 vier Knotenpunkte existieren. Hierdurch sieht der Landesbetrieb die Verkehrssicherheit gefährdet, da zu viele Auf- und Abfahrten zu Unfallschwerpunkten führen würden. Zudem würde durch die neue Anschlussstelle der Verkehrsfluss zum Stocken gebracht werden. Der Landesbetrieb sah folglich keine andere Möglichkeit, als die Anschlussstelle „Osterrönfeld West“ zu schließen und außerdem die Auf- und Abfahrt „Itzehoer Chaussee“ in Westerrönfeld still zu legen. Ebenso wie die SPD Osterrönfeld protestiert auch die SPD Westerrönfeld vehement gegen die Absicht des „Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr“, vorhandene Anschlussstellen zu schließen.

 
Was dagegen spricht:
 
Durch die Pläne des Landesbetriebs ist Osterrönfeld weit weniger betroffen als Westerrönfeld (siehe: SPD Westerrönfeld). Doch auch in Osterrönfeld sprechen gewichtige Aspekte gegen die Planungen. Unbestreitbar ist die Notwendigkeit der Anbindungsstraße zum Schwerlasthafen und zur Firma REpower. Doch dass deshalb die Anschlussstelle "Osterrönfeld West" geschlossen werden soll, ist unverständlich. Die Schließung der Anschlussstelle „Osterrönfeld West“ stellt eine ernorme Steuergeldverschwendung dar und hätte den Eintrag ins Schwarzbuch der Steuerzahler verdient. Nicht nur die vor kurzer Zeit durchgeführte Deckenerneuerung der dortigen Auf- und Abfahrten, sondern auch der vor wenigen Jahren erfolgte Neubau des Kreisverkehrs "Birkenhof/Aspelweg" werden damit ad absurdum geführt. Die in diese Maßnahmen investierten Gelder wären somit aus dem Fenster geworfen und hätten für soziale Projekte sicherlich besser verwendet werden können. Doch auch verkehrstechnische Aspekte sprechen gegen die Pläne, da durch den künftig zu erwartenden Ausweichverkehr eine zusätzliche Belastung der ohnehin stark befahrenen Dorfstraße zu befürchten ist. Siehe auch: Antrag der SPD-Fraktion vom 11.10.07

 
           B202 Anschlussstelle West Osterrönfeld           
 
            Anschlussstelle West Osterrönfeld vor der Schließung?            
 
             Anschlussstelle West Osterrönfeld B202             
 
              Kreisel an der Anschlussstelle Osterrönfeld West              
 
Wagt man einen Blick über den Tellerrand, so wird man feststellen, dass die Behauptung des „Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr“, zu viele Auf- und Abfahrten würden den Verkehr behindern und gefährden, nicht nachvollziehbar ist. In vielen Ballungsgebieten, wie z. B. dem Ruhrgebiet, dem Rhein-Main-Gebiet, oder sogar in unmittelbarer Nachbarschaft in Kiel gibt es unzählige Bundesstraßen, deren Auf- und Abfahrten direkt ineinander übergehen. Dass eine derartige Situation bei sicherlich noch größerem Verkehrsaufkommen den Autofahrern ein aufmerksames Fahrverhalten abverlangt, steht außer Frage. Dass die hiesigen Verkehrsströme nicht mit der Verkehrsdichte in den Metropolregionen zu vergleichen sind, sollte auch klar sein. Da es sich bei diesen Beispielen aber ebenfalls um Bundesstraßen handelt, ist die Argumentation des Landesbetriebs und die damit verbundene Schließung der Anschlussstelle „Osterrönfeld West“ noch weniger nachvollziehbar.
Dass die Verkehrsbelastungen auf der B202 steigen werden, ist durch die aktuellen Zahlen belegt. Nichtsdestotrotz könnten die Anschlussstellen „Osterrönfeld West“ und „Itzehoer Chaussee“ weiterhin bestehen bleiben, auch wenn eine neue Anbindung zum zum Schwerlasthafen und zum REpower-Gelände gebaut wird.
 

 
Wie geht es weiter?
 
Gegen die Stimmen der SPD-Fraktion hat die Osterrönfelder Gemeindevertretung die Schließung der alten Anschlussstelle „Osterrönfeld West“ in zwei Zeitabschnitten beschlossen. Mit der Fertigstellung der neuen Brücke und der Eröffnung der neuen Anschlussstelle an die B 202 wird die jetzige Anbindung von und nach Kiel an der alten Anschlussstelle „Osterrönfeld West“ sofort gesperrt und anschließend zurückgebaut. Mit der in absehbarer Zeit zu erwartenden Fertigstellung einer neuen parallel zur B 202 verlaufenden Verkehrsverbindung im interkommunalen Gewerbegebiet zwischen dem Kreisel „Birkenhof/Aspelweg“ und der neuen Anschlussstelle an die B 202 wird durch die Stilllegung der Anbindungen von und nach Rendsburg die alte Anschlussstelle „Osterrönfeld West“ dann endgültig geschlossen. Die alte Brücke über die B 202 und der Kreisverkehr „Birkenhof/Aspelweg“ dienen ab diesem Zeitpunkt dann nur noch der Erschließung der Wohnquartiere im Bereich „Lüttmoor/Franz-Pantel-Ring“.
 
 
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