SPD Heikendorf

Das Wahlprogramm der SPD zur Kommunalwahl 2013

Das Wahlkampfteam

Wahlprogramm der SPD Heikendorf

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Liebe Heikendorferin, lieber Heikendorfer,

in diesem Jahr feiert die SPD Heikendorf ihr 110 jähriges Bestehen und die SPD bundes­weit ihr 150 jähriges Bestehen. Dies ist Anlass und Freude für uns als Mitglieder des Orts­vereins dieses Jahr in besonderer Weise zu begehen.

Sie  werden in unserem Wahlprogramm aktuelle Informationen zu den Inhalten unserer politischen Arbeit, Termine, Links und Kontaktdaten finden, die Sie anregen möchten Ihr Interesse an der SPD und unserem Ortsverein weiterzuführen.

Unsere sozialpolitische Arbeit hat in der Gemeindevertretung, in den Ausschüssen und in vielen ehrenamtlichen Gremien in den vergangenen fünf Jahren dazu beigetragen, dass…

  • Der Elternwille zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule – wenn auch mit Verspätung -  im kommenden Schuljahr 2013/14 endlich umgesetzt wird.
  • Das Angebot der offenen Jugendarbeit weiterentwickelt wurde. Der Umzug aus den maroden Räumen des Laboer Wegs  in die offene Ganztagsschule vollzogen wurde und die Arbeit dort mit neuem Konzept und verändertem Angeboten  eine positive  Bilanz und stabile Besucherzahlen vorzuweisen hat.
  • Wir in unserem Bemühen für den Ausbau von Kitas und Betreuungsangeboten für die Kinder in Heikendorf ein gutes Stück vorangekommen sind.
  • Die Gemeindebücherei eine feste Größe im kulturellen Leben Heikendorfs bleibt. Dieses Kleinod bürgerschaftlichen Engagements konnte von uns gegen massive Kritik verteidigt und in der bisherigen Form auf Spendenbasis erhalten werden.

Wir sind auch zukünftig Ihre Ansprechpartner für kommunalpolitische Fragen und Ihre persönlichen Anliegen!

Soziale Balance, Teilhabe im Alltag und die Suche nach Optimierungsmöglichkeiten zwischen öffentlichen Aufgaben und Bürgerinteresse werden unsere kommunalpolitische Arbeit  in den kommenden Jahren bestimmen.

Haushaltskonsolidierung,  kommunale Aufgaben und Projekte, die eine besondere Bedeutung für Heikendorf und seine Bürger haben, fordern sinnvolle und strukturell angemessene Entscheidungen. Die Grundsätze der Nachhaltigkeit sind für uns ein zentrales Anliegen, sie stehen im Mittelpunkt unseres Interesses bei der Entwicklung der Versorgungsstruktur in Heikendorf und bei Investitionsvorhaben der Gemeinde.

Die Politik der SPD Heikendorf bleibt auch in Zukunft: Sozial Gerecht Vor Ort

 Ihre Karla  Schmerfeld

Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Heikendorf

 

Politik für Heikendorf             Bildung   Kinder   Jugend

Kinder sind unsere Zukunft und Bildung ist das wertvollste Kapital, das wir unseren Kindern mitgeben können. Mit der Schaffung von Krippengruppen in Heikendorfs Kindergärten ist hier Einiges erreicht. Ebenso mit dem Beschluss, unsere Schule ab dem Sommer als Gemeinschaftsschule zu führen. Aber gerade diese Schule ist leider in einem schlechten Zustand und erschwert durch die bauliche Trennung von ehemaliger Haupt- und Realschule die Umsetzung eines modernen, pädagogischen Konzeptes, das alle Kinder und Jugendliche fördern und mitnehmen kann. Wir sehen sehr wohl die gewaltigen finanziellen Anstrengungen, die ein eventueller Neubau erfordert, dennoch sind wir nach dem heutigen Stand der Dinge der Überzeugung, dass diese Anstrengung sich lohnt.

 

  • Die SPD Heikendorf spricht sich aus heutiger Sicht für einen Neubau der Heikendorfer Schule aus.
    Für das gesamte Gelände der jetzigen Heikendorfer Grund- und Regionalschule ist zügig ein Planungs- und Finanzierungskonzept aufzustellen und Zug um Zug zu verfeinern. Die Umsetzung dieses Konzeptes sollte spätestens in 2014 beginnen und 2015 abgeschlossen sein.
  • Nachdem die Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule beschlossen wurde, ist die Zusammenarbeit mit dem Heinrich-Heine-Gymnasium zu intensivieren, um möglichst vielen Schülern den Weg zum Abitur zu ermöglichen.
  • Die Kinderbetreuung in den Heikendorfer Kindertagesstätten und Krip­pen muss weiterhin bedarfsgerecht - in Hinsicht auf Betreuungs­angebote und Betreuungszeiten - ausgebaut werden.
  • Die von der SPD initiierte Integration der Jugendarbeit an der Offenen Ganztagsschule (OGTS) sollte weiter ausgebaut werden.
  • Der Bau des Skaterparks ist beschlossen und muss nun zügig umgesetzt werden.
  • Die Jugendarbeit in Verbänden und Vereinen ist eine wichtige Säule in der Entwicklung unserer Kinder und Jugendlichen. Trotz knapper Kassen darf hier nicht gespart werden.

 

Politik für Heikendorf             Bauen   Wohnen   Umwelt

Heikendorf ist ein gesuchter Wohnstandort an der Kieler Förde. Die Kehrseite dieser Medaille sind hohe Grundstückspreise und Mieten sowie das Bestreben von Bauherren, ihre Grundstücke optimal auszunutzen. Dies steht nicht immer im Einklang mit dem Ziel, den Charakter Heikendorfs zu bewahren und behutsam weiter zu entwickeln. Leider hat sich die Gemeindevertretung mit der Umsetzung von Planungsabsichten in der Vergangenheit sehr viel Zeit gelassen. Nicht nur in der Ortsmitte ist die aktuelle Entwicklung längst über die Ziele des hier in Aufstellung befindlichen B-Plans hinweg gerollt.

Bezahlbare Mietwohnungen für junge Familien sind Mangelware. Auch ältere Bürger haben Probleme erschwinglichen Wohnraum zu finden, der auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Die Wiederbelebung des genossenschaftlichen Gedankens verbunden mit entsprechenden Flächenausweisungen durch die Gemeinde könnte hier Abhilfe schaffen.

Ausgewogenheit zwischen Flächen baulicher Nutzung und ausreichenden Reservoirs für eine intakte Umwelt war und ist wesentlicher Leitgedanke unserer Baupolitik.

 

  • Wir werden ein Bauprogramm initiieren, das in Heikendorf bezahlbaren Wohnraum für junge Familien und Senioren schafft. Ein möglicher Neubau der Schule kann hierzu in der Ortsmitte hervorragend geeignete Flächen bereitstellen.
  • Darüber hinaus möchten wir das generationenübergreifende Wohnen fördern.
  • Bei der Planung von Neubaugebieten müssen ökologische Vorgaben stärker als bisher berücksichtigt werden.
  • Wir werden energisch darauf drängen, dass die durch endlose Diskussionen unnötig verlängerten Planungszeiten in der Bauleitplanung deutlich verkürzt werden.
  • Um die im arbeitsintensiven Bauausschuss viel zu wenig zur Sprache kommenden Belange der Umwelt wieder mit der gebotenen Ernsthaftigkeit zu beraten, fordern wir die Wiedereinführung eines gesonderten Fachausschusses für Umwelt, Energie, Natur- und Ressourcenschutz

 

Politik für Heikendorf             Versorgung   Verkehr   

Heikendorf sieht sich derzeit mit einer Vielzahl von Anfragen zur Neuansiedlung bzw. Erweiterung von Märkten und Discountern konfrontiert. Lidl hat die mangelnde Entschlussfreude der Gemeinde genutzt und sich das ehemalige Gärtnereigrundstück am Laboer Weg gesichert. Aldi und Edeka planen ihre Verkaufsflächen am Tobringer erheblich auszuweiten und COOP droht, den SKY-Markt zu schließen, falls die Gemeinde keine geeignete Fläche für eine Vergrößerung zur Verfügung stellt. Die Gefahr, dass mit diesen Planungen die gewachsene und im Kieler Umland einmalige Einzelhandelsstruktur im Ortskern zerstört wird ist offensichtlich.

Die mit der Neuansiedlung und Erweiterung von Märkten einhergehenden Verkehrsprobleme in der ohnehin schwierigen Situation der Ortsmitte dürfen keinesfalls bei den Entscheidungen der Gemeindevertretung vernachlässigt werden. Aber auch in Möltenort besteht nach wie vor erheblicher Handlungsbedarf in der Verkehrslenkung.

 

  • Die SPD Heikendorf spricht sich für eine behutsame Ausweitung der Verkaufsflächen aus.
  • Im Bereich des Tobringers sollte eine Erweiterung auf 2.000 qm Verkaufsfläche für Edeka und Aldi begrenzt werden.
  • Mit Lidl sollte noch einmal ausführlich verhandelt werden, ob dieser Markt nicht sehr viel besser im Bereich des jetzigen Parkplatzes am Schoolredder angesiedelt wäre. Ersatz für diesen Parkplatz könnte im Zuge der Überplanung der Schulflächen auf dem jetzigen Schulgelände angelegt werden. Die Flächen der ehemaligen Gärtnerei wären ideal für die dringend notwendige Sanierung und Erweiterung des Alten- und Pflegeheimes.
  • Die Absicht von Lidl, den neuen Markt über den Laboer Weg zu erschließen, sehen wir sehr kritisch. Hier sind genaue Prognosen zu erstellen, um eine fundierte Planung mit allen Betroffenen zu ermöglichen.
  • Dem Erweiterungswunsch von COOP stimmen wir grundsätzlich zu. Es ist bedauerlich, dass COOP nicht die Chance genutzt hat, die zum Verkauf angebotenen Flächen am Schmiedeplatz zu erwerben. Hier hätte man den vorhandenen Markt sinnvoll ausbauen können. Eine Ansiedlung außerhalb der Ortsmitte lehnen wir strikt ab.

 

Politik für Heikendorf             Wirtschaft   Tourismus   ÖPNV

Heikendorfs gewerbliche Struktur ist geprägt durch eine Vielzahl kleiner mittelständischer Unternehmen, die durchaus leistungsfähig sind und der Gemeinde ein jährliches Gewerbesteueraufkommen in der Größenordnung von einer Million Euro bescheren. Diese Struktur gilt es zu pflegen und auszubauen. Dabei sollte insbesondere die Nähe zur Universitätsstadt Kiel stärker als bisher genutzt werden, um Firmengründer zu ermutigen, in Heikendorf einen repräsentativen Standort zu wählen. Mehr als in der Vergangenheit muss Verwaltung und Vertretung ein offenes Ohr für die Belange der Gewerbetreibenden haben.

Der Tourismus hat in Heikendorf durchaus eine Bedeutung, die aber keinesfalls mit Laboe oder Schönberg vergleichbar ist. Das Geschenk der einmaligen Lage an der Kieler Förde ergänzt um Wald und Grün, erschlossen durch abwechslungsreiche und doch ruhige Wanderwege ist zu nutzen und behutsam zu entwickeln. Die Defizite in der Gastronomie, Kiek, Haus am Meer, müssen endlich einer langfristigen für Heikendorfer und Besucher attraktive Lösungen zugeführt werden.

Den Bau einer Stadtregionalbahn, die die bevölkerungsstarken Ostufergemeinden weit umfährt, enormes Kapital binden wird und mit wenigen Haltepunkten keinesfalls eine Region wie das Kieler Umland erschließen kann lehnt die Heikendorfer SPD entschieden ab.

 

  • Der enge Kontakt zu Handel Handwerk und Gewerbe muss zentrales Arbeitsfeld der nächsten Gemeindevertretung werden.
  • Für das Kiek Ut in Kitzeberg muss kurzfristig ein geeigneter Pächter gefunden werden, der dieses Kleinod zu neuem Leben erweckt.
  • Die Vorschläge des Tourismuskonzeptes sind unter breiter Einbeziehung der Bürger zügig umzusetzen.
  • Die brachliegenden Dampferbrücken Kitzeberg und Alt-Heikendorf müssen in diese Umsetzung einbezogen werden.
  • Statt einer für unsere Region ungeeigneten und aus ökonomischer wie ökologischer Sicht nicht vertretbaren SRB  benötigen wir einen ÖPNV, der einer sich verändernde Gesellschaft eine attraktive und finanzierbare Ergänzung zum Individualverkehr bieten kann. Wer eine Lösung für die nächsten 40 Jahre sucht, muss auch den absehbaren technischen Fortschritt in diese Planung einbeziehen.

 

Politik für Heikendorf             Senioren  Sicherheit

In Heikendorf leben über 3000 Menschen im Rentenalter, was einem Drittel der Bevölkerung entspricht. Diese Struktur erfordert ein besonderes Schwergewicht auf die Belange der Seniorinnen und Senioren. Mit dem Seniorenbeirat, dem wir an dieser Stelle für seine unermüdliche und wie u. a. die nun endlich getroffenen Beschlüsse in Sachen ebenerdiger Förderwanderweg im Munitionsdepot zeigen auch erfolgreiche Arbeit danken wollen, steht der Gemeinde ein kompetenter Gesprächspartner gegenüber, dessen Anregungen wir immer gerne aufnehmen.

Ebenso seien an dieser Stelle den Frauen und Männern  der freiwilligen Feuerwehr genannt, die unter Opferung ihrer Freizeit und Einsatz ihrer Gesundheit dafür sorgen, dass wir in Heikendorf auch im Ernstfall schnelle und geübte Hilfe bekommen.

Die gute Zusammenarbeit mit der Heikendorfer Polizeistation ist ein wichtiger Stützpfeiler kommunaler Sicherheitspolitik. Gegen eine Verkleinerung der Personalstärke, wie vor einigen Jahren angedacht, werden wir uns mit allen Mitteln wehren.

 

  • Die SPD pflegt die Zusammenarbeit und den Austausch mit dem Seniorenbeirat.
  • Heikendorf besitzt eine vorbildliche Sozialstation, die bürgernah betroffenen Senioren und ihren Familien hilft. Wir werden alles tun, um das Angebot der Einrichtung wieder weiter auszuweiten.
  • Die SPD Heikendorf begrüßt den Neubau des Pflegeheims der Stadtmission am langen Rehm.
  • Wir möchten den Dialog mit der örtlichen Polizeistation wieder intensivieren um auch Unterstützungsmöglichkeiten der Gemeinde auszuloten.
  • Die Feuerwehren in Heikendorf leisten hervorragende ehrenamtliche Arbeit und erfolgreiche Jugendarbeit. Die SPD schätzt und würdigt diese Arbeit und die Kooperationsbereitschaft beider Wehren sehr.

 

Politik für Heikendorf            Struktur   Finanzen

Heikendorf mit seinen etwa 8.300 Einwohnern ist finanziell zwar nicht auf Rosen gebettet, aber trotz angespannter Haushaltsanlage ist es in den letzten Jahren immer wieder gelungen, einen ausgeglichenen Jahresabschluss zu erreichen und dennoch die Infrastruktur in Ordnung zu halten. Allerdings werden, unabhängig davon, ob saniert oder neu gebaut wird, die aufgelaufenen Probleme in den Schulgebäuden und dem Sportplatz zukünftige Haushalte erheblich belasten. Wir Sozialdemokraten sprechen uns schon seit Jahren dafür aus, dass durch die Ausweisung neuer Wohngebiete, insbesondere auch für den Mietwohnungsbau, der Überalterung und der schleichenden Schrumpfung entgegen gesteuert wird.

Der Entschluss, mit Mönkeberg und Schönkirchen ein Amt zu bilden war aus heutiger Sicht richtig, auch wenn ein guter Teil der finanziellen Vorteile hieraus der besonderen Finanzkraft Schönkirchens zu verdanken ist. Ob dies so bleiben wird, bleibt abzuwarten.

Den weiteren Schritt, die drei Gemeinden zu einer Stadt zusammen zu fassen halten wir derzeit nicht für sinnvoll. Der weitere Verlust an Eigenständigkeit dürfte durch die eventuell damit verbundenen finanziellen Vorteile nicht aufgewogen werden.

Andererseits halten wir aus auch nicht für ratsam, dem Schritt von Laboe zu folgen und zu einer/m hauptamtlichen Bürgermeister/in zurück zu kehren. Für eine solche Position gäbe es in der durch das Amt geprägten Verwaltungsstruktur keine klare Kompetenz und eine das Gehalt rechtfertigende Durchsetzungsmöglichkeit. Allerdings bedauern wir, dass durch die Zusammenfassung der Ämter des Bürgermeisters und des Bürgervorstehers in einem Ehrenamt in einer Gemeinde unserer Größe die Repräsentation zwangsläufig zu kurz kommen kann.

 

  • Um Heikendorfs Infrastruktur auch zukünftig optimal auszulasten spricht sich die SPD für die Ausweisung weiterer Wohngebiete insbesondere für den Mietwohnungsbau aus.
  • Die SPD lehnt ein engeres Zusammengehen mit Mönkeberg und Schönkirchen derzeit ab
  • Die SPD hält am Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters fest
 
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