Finanzierung der des Arbeit des Johannis-Hospizes in Elmshorn reformbed├╝rftig

Veröffentlicht am 17.04.2018, 10:11 Uhr     Druckversion

Im Johannis Hospiz in Elmshorn stehen Sterbende und ihre Angehörigen im Mittelpunkt der Betreuung durch ein multiprofessionelles Team, berichtet Frau Welack, Leiterin des Hospizes, der SPD bei ihrem Treffen mit der Kreistagsfraktion.

Unser Ziel ist es, so Frau Welack, die Wünsche der Bewohner in ihrer letzten Lebensphase so gut wie möglich zu erfüllen. Über 20 hauptamtliche Mitarbeiter*innen und ebenso viele ehrenamtliche Helfer, engagieren sich, die Wünsche so gut wie möglich zu erfüllten. Das Elmshorner Hospiz verfügt über 12 Plätze. Die Finanzierung der Einrichtung erfolgt durch die Krankenkassen, die in der Regel einen Aufenthalt von 28 Tagen bewilligen - Verlängerungen sind möglich.

2017 habe es 503 Anfragen gegeben, aufgenommen werden konnten 161 Personen. Hier zeige sich eine deutliche Unterdeckung des Bedarfes, die darauf zurückzuführen sei, dass es derzeit nur 66 stationäre Hospize in Schleswig-Holstein gäbe. Für Hans-Peter Stahl, sozial- und gesundheitspolitischer Sprecher der Fraktion, ist es ein nicht hinnehmbarer Zustand, wenn auf der einen Seite unheilbare Kranke in ihrer letzten Lebensphase eine respektvolle, umfassende und kompetente Betreuung wünschen und nur jede dritte Person die Chance hat, aufgenommen zu werden. Hier sei es dringend erforderlich, die Zahl der stationären Hospize in Schleswig-Holstein zu erhöhen.

Der durchschnittliche Aufenthalt, so Frau Welack, betrage 21 Tage. Die Krankenkassen übernehmen 95 % der Kosten, die übrigen fünf Prozent sind vom Betreiber des Hospizes über Spenden aufzubringen. Die Betreuung ist für die Bewohner*innen kostenfrei.
Während Krankenhausleistungen vollfinanziert werden, muss das Hospiz einen fünfprozentigen Eigenanteil aufbringen.  Das ist, so Hans-Peter Stahl, ungerecht und nicht nachvollziehbar. Für Stahl besteht hier dringender Änderungsbedarf. Die Mitarbeiter*innen sollen ihre knappe Betreuungszeit für eine gute Sterbebegleitung im Hospiz einsetzen und nicht für das Einwerben von Spenden.  

Gez.
Hans-Peter Stahl
Erster stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Homepage: SPD-Pinneberg


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