Möglicher Ausbau der südlichen Spitzerdorfstraße gescheitert

Veröffentlicht am 16.02.2018, 17:34 Uhr     Druckversion

Letzte Woche wurde am 08.02.2018 im UBF-Ausschuss im Wedeler Rathaus eine Beschlussvorlage der Verwaltung beraten: Vorplanung zum Ausbau der Spitzerdorfstraße (südliches Teilstück zwischen Bahnhofstraße und Feldstraße).

Dieser innerstädtische Teil von Wedel soll auf einen gemeinsamen Standard wie in der Bahnhofstraße oder Richtung der Bek- und Feldstraße gebracht werden. Die Fahrbahn dieses südlichen Teilstücks ist in einem sehr schlechten baulichen Zustand und muss total saniert werden.. Sie hat  Risse und Flickstellen, die Gehwegflächen sind uneben und die Breite des Gehwegs ist an vielen Stellen zu schmal, zudem können Autos auf den Gehwegen halbseitig parken. Der Einmündungsbereich zur Feldstraße muss auch verbreitert werden. Menschen mit Behinderung haben im Moment eingeschränkte Möglichkeiten zur Benutzung der Gehwege und dieser Weg wird gerne als Abkürzung von Fußgängern und Radfahren genutzt.

Auf dem Spitzerdorfplatz findet jeden Samstag bis zum Mittag der Markt statt. Ansonsten wird er als Parkplatz benutzt; außerdem steht zum Parken in unmittelbarer Nähe das Wedeler Einkaufszentrum mit Parkplatz und Tiefgarage zur Verfügung.

Die SPD-Fraktion hatte mit einigen Anwohnern über den Straßenausbau gesprochen und sie hatten sich überwiegend positiv zum Teil-Straßenausbau geäußert. Obwohl dieser Teil der Straße nur 170 m lang ist, wollten die Anwohner auf der Straße einen Schutzstreifen für Radfahrer haben, wenn möglich sogar links und rechts auf der Fahrbahn. Das aber werden die Bürger selbst entscheiden.

Die Stadtverwaltung hat hierzu drei Varianten vorgeschlagen, die im Rahmen einer Bürgerbeteilung diskutiert werden sollten. Der UBFA sollte dann zeitnah das Ergebnis der Abwägung mit einem Beschlussvorschlag zum Bauprogramm vorgelegt werden. 

Die FDP, CDU, WSI und die Linken lehnten alle den Antrag ab. Der Stadtpräsident: „Das ist keine Rennstrecke. Radstreifen sind totaler Unsinn auf dem kleinen Stück“. WSI: „Hier kann Wedel nicht als fahrradfreundliche Stadt punkten. In dem Streckenabschnitt besteht keine Notwendigkeit“. FDP: „Wir erkennen keine Notwendigkeit der Sanierung“. (Argumente der Fraktionen wurden der WST entnommen).

Lediglich SPD und die Grünen stimmten der Beschlussvorlage zu. Die SPD-Fraktion hält die Straßensanierung für notwendig und möchte den Bürgerinnen und Bürgern die Entscheidung zur Gestaltung selbst überlassen. 

Man hat den Eindruck in Wedel, dass der größten Fraktion im Wedeler Rat langsam die Themen ausgehen. BusinessPark, Schulauer Hafen, Nordumfahrung mit Neubaugebiet Nord, alles Themen die von den BürgerInnen nicht mehr mitgetragen werden. Nordumfahrung mit Neubaugebiet Nord ist eine Disaster, wenn nicht die verkehrlichen Voraussetzungen geschaffen werden, Schulauer Hafen wurde total anders gebaut als einmal entworfen und seit Jahren wird ein Betreiber für den Hafen gesucht. Der BusinessPark steht für die nächsten Jahre stlll, Die Straßen innerhalb des Parks sind gebaut mit aller Logistik und auch die hochmoderne Ampelanlage ist installiert - nur keine Interessenten, da erst einmal ein neuer Bebauungsplan erstellt werden muss und das kann noch Jahre dauern, denn Klagen sind auch anhängig.

So blockiert man lieber sinnvolle Projekte in Wedel, welche den Wedeler BürgerInnen selbst betreffen und den Ausbau bestimmen können um unsere Stadt lebenswerter zu machen.

 

Wolfgang Rüdiger, Ratsherr der SPD-Fraktion

Gaby Ulm, Bürgerliches Mitglied im UBFA




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