September 2014 (2)

Talk über Bildungspolitik & Co.

Kritik an G9, Lob aber auch Besorgnis über die SPD-Regierungsarbeit im Bund und neue Themen, über die diskutiert werden muss. So kann die Mitgliederversammlung der Holmer Jusos von Dienstag, dem 23.September kurz und knapp beschrieben. Da der traditionelle Treffpunkt im Haus der Gemeinde einer lockeren Diskussion eher wenig dienlich ist, wurde das Restaurant Pathos als alternativer Treffpunkt auserkoren – mit großer Zufriedenheit.

Der erst Diskussionspunkt war die SPD-Regierungsbeteiligung im Bund – „GroKo“ genannt. Dabei wurde anhand einer Liste der im Koalitionsvertrag von der SPD durchgesetzten Punkte untersucht, wie viel bereits umgesetzt wurde. Fazit: Die SPD-Minister arbeiten sehr zielstrebig die Punkte ab, viele Punkte seien bereits beschlossene Gesetze oder würden derzeit vorangetrieben. Obwohl die SPD-Regierungsarbeit gelobt wurde, kam auch Kritik und Besorgnis auf: Scheinbar würden wieder SPD-Erfolge vor allem Angela Merkel zugeschrieben, obwohl sie eben SPD-Erfolge seien, merkte Schatzmeisterin Vanessa Tammling an. Maximilian Krause pflichtete bei: „ Sie agiert bei weitem nicht so geschickt, wie es die Meinungsumfragen vermuten lassen, der aktuelle UN-Klimagipfel und ihre Absage an diesen ist da nur das jüngste Beispiel.“

Als Hauptthema war die Bildungsreform der schleswig-holsteinischen Landesregierung angedacht. Diese hatte in der Bildungsreform ein zweigliedriges Schulsystem beschlossen, das nun aus G8-Gymnasien und G9-Gemeinschaftsschulen besteht. Dieses zweigliedrige System wurde durch die Jusos enorm begrüßt, insbesondere das Konzept der Gemeinschaftsschulen. Dennoch hagelte es auch Kritik: Man habe im G8-Modell zu wenig Freizeit, der Druck und die Belastung auf die Schüler seien durch die verkürzte Schulzeit sehr hoch, berichtet die stellvertretende Vorsitzende Michelle Jenßen, die selbst G8-Gymnasiastin in Wedel ist. Gelobt wurde aber auch, dass die Landesregierung einen Großteil der Streichungen bei den Lehrerstellen aus der Regierung von CDU und FDP zurückgenommen habe, dass es zu wenig Lehrer gäbe würden viele Schüler am eigenen Leib erfahren. Stark kritisiert wurde auch die starke Lehrerfluktuation, sodass es bei vielen zu pro Schuljahr mehrere Lehrerwechsel gäbe. „Sechs Mathelehrer in drei Jahren, das ist doch nicht normal.“, so Jenßen. Und auch, dass es gefühlt jedes Jahr eine Bildungsreform und ständig neue Verordnungen zur selben Angelegenheit gebe, müsse aufhören. Er hoffe aber, dass nun für erste keine größeren Reformen mehr angestrebt würden, schloss Krause in einem Fazit ab. Das nächste Treffen der Jusos ist für November geplant, dann soll es unter anderem um Asylpolitik und das Freihandelsabkommen mit den USA gehen.

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