Dezember 2013

Jusos Holm für mehr Jugendbeteiligung

Bei Minipizzen und in lockerer Atmosphäre haben sich die Holmer Jusos am Donnerstag, den 12.Dezember getroffen. Neben dem Koalitionsvertrag standen die politische Bildung und die Interessenvertretung der Holmer Jugend auf der Tagesordnung.

Zum Koalitionsvertrag blieben die Jusos auch nach Ende des Mitgliedervotums gespalten. Die Mehrheit zeigte sich beeindruckt, wie viele Kernforderungen er beinhaltet. Dennoch bedauerte man, dass der Koalitionsvertrag ältere Generationen eher begünstigt und die Vorhaben des Koalitionsvertrages hauptsächlich zulasten der jüngeren Generationen gehen. Dies müsse dann ab 2017 mit einer sozialdemokratisch geführten Bundesregierung korrigiert werden und die nicht im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Dinge in Angriff genommen werden.

Eine recht eindeutige Position offenbarte sich bei der Interessenvertretung der Holmer Jugend in der Kommunalpolitik. Nachdem die Holmer SPD in den letzten Jahren zweimal vergeblich einen Antrag zur Einrichtung eines Jugendbeirates gestellt hatte – gescheitert war der Antrag an den Mehrheitsverhältnissen – hatte die Gemeinde 2012 eine Jugendvollversammlung ins Leben gerufen, die mehrere Male im Jahr stattfindet. Die Beteiligung liegt laut den veröffentlichten Protokollen bei ca. 15-20 Kindern und Jugendlichen. So positiv die Jusos es bewerteten, dass es wenigstens eine spezielle Veranstaltung gibt, bei der die Kinder und Jugendlichen in Dialog mit der Politik treten können, so musste doch festgestellt werden, dass durch die Jugendvollversammlung keine ständige Interessenvertretung der Jugend stattfindet.

Die Jusos befürworten daher die Einrichtung eines Jugendbeirates. Der Jugendbeirat müsste parteipolitisch unabhängig sein und sollte neben der Begleitung der Holmer Politik auch vor allem politische Bildung und Information der Jugend wahrnehmen. Ein Argument, welches die CDU 2011 gegen einen Jugendbeirat vorbrachte war, dass es auch andere und genügende Beteiligungsmöglichkeiten gebe. Diese angesprochenen Möglichkeiten zur Partizipation und zur Information sind anscheinend jedoch den meisten Jugendlichen unbekannt, ein politisches Bewusstsein scheint bei vielen jungen Leuten nicht ausgeprägt. „Nachdem ich einige Freunde gefragt habe, ob sie wüssten, wie man sich über die aktuelle Politik informieren könne fiel nur wenigen etwas ein, einige nannten die Zeitung“, berichtete Jaqueline Dresler.                                                                                                       

„Dass Jugendliche sich weder informieren noch aktiv beteiligen, kann daher nicht damit begründet werden, dass kein grundsätzliches Interesse besteht“, so Maximilian Krause, der Vorsitzende der Juso-AG. Dieses, so könne man es jedenfalls aus den Protokollen interpretieren, sei jedoch als ein Argument gegen einen Jugendbeirat aufgeführt worden. „Es würde sicher  nicht die vollkommene Politisierung der Holmer Jugend stattfinden, aber ein Jugendbeirat könne mit seiner Arbeit sicher ein gewisses politisches Bewusstsein entwickeln“, prognostizierte er. Dass die CDU Beiräte in ihrem Wahlprogramm 2013 als „ineffektiv“ bezeichnete, wurde ebenfalls kritisiert. „Woher will man das wissen, wenn man null  Erfahrung mit Beiräten hat?“, wurde gefragt. Andere CDU-Ortsverbände wie Wedel oder jetzt aktuell das kleinere Hetlingen seien da erfreulicherweise deutlich weiter.

„Wenn es zu der Einrichtung eines Beirates käme, würden sich sicher genug Jugendliche finden“, glaubt Michelle Jenßen. Die Jusos planen nun mit Gesprächen und einer Umfrage, sich ein besseres Bild von der Meinung der Jugend zu machen, um ihre Position auf eine breite Basis zu stellen und dann weitere Schritte einzuleiten. Holm könne mit einem Beirat nur gewinnen, so die Holmer Jusos. 

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