SPD Borstel-Hohenraden

Heimatverein

Willkommen beim Heimatverein Borstel-Hohenraden +++ Willkommen beim Heimatverein Borstel-Hohenraden +++ Willkommen beim Heimatverein Borstel-Hohenraden

 


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Der Heimatverein lädt ein zu/zur

  


 

"Wi snackt Platt!"

Warum ein Heimatverein?

Als Borstel-Hohenraden sein 600-jähriges Bestehen feierte, ist von der Landwirtschaft nichts zu sehen. Im Juni 1988 sind die Bauern bei der Grasernte - so wie in jedem Jahr - und haben keine Zeit zum Feiern. Aber wie kann ein Dorf, das seit Jahrhunderten von der Landwirtschaft geprägt ist, ohne seine Bauern feiern? Da fehlt doch etwas! Zum Glück gibt es Nostalgiker, Sammler, die alles zusammentragen, was alt ist. Es existierte ja noch die "Interessengemeinschaft Alte Landmaschinen". Aus ihrem Fundus organisierte man eine Ausstellung von Dresch-, Erntemaschinen und Pflügen, mit denen die Großväter ihre Äcker bestellt hatten. Attraktionen waren natürlich die ersten Trecker.

Das Interesse im Dorf war so groß, und aus der Improvisation entstand die Idee, für das Dorf einen Heimatverein zu gründen. Gesagt, getan. Seit Dezember 1988 existiert in unserer Gemeinde nun ein Heimatverein. "Wi snackt Platt!" - Wer das nicht kennt, ist denoch herzlich willkommen. Der Verein ist klein, aber rührig. Es werden Ausfahrten in die nähere Umgebung organisiert, z.B. zum Riekhaus-Museum in den Vierlanden mit anschließendem Stint-Essen. Wer beim Heimatverein mitfährt, kommt nicht um ein Stückchen Kultur herum. Veranstaltungen werden ebenfalls angeboten, wie zum Beispiel zuletzt im März 2008 ein Abend mit Irischer Folklore im Gasthof "Zur Schmiede". Oder es wird vorgeführt, wie noch vor dem 2. Weltkrieg Korn gedroschen wurde.

Einen großen Anklang finden auch die Kartoffelprojekte bei den Schülerinnen und Schülern unserer Grundschule. Die Kinder aller Klassen pflanzen und ernten Kartoffeln selbst. Dadurch lernen die Kinder, was ein Bauer beim Kartoffelanbau nach konventioneller Art so alles zu tun hat.

Das Bestreben des Heimatvereins ist es, die Erinnerungen an das alte Dorfleben ein wenig lebendig zu halten.

Kontakt:
Joachim Becker
Quickborner Str. 111
25494 Borstel-Hohenraden
Tlf. 04101 / 76 77 5

 

Der Heimatverein Borstel-Hohenraden ist Mitglied im Schleswig-Holsteinischer Heimatbund (SHHB).


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Presse

 

 

"Zehn" und "elf" an einem Abend

 

BORSTEL-HOHENRADEN. Eigentlich sollte es das zehnte Folk-Konzert sein, zu dem der Borstel-

Hohenradener Heimatverein in die "Schmiede" eingeladen hatte. Beim genauen Nachrechnen

stellte Vereinschef Joachim Becker aber fest, dass es wohl doch schon das elfte Event dieser

Art gewesen war.



Angefangen hatte alles damit , dass Becker die Gruppe "Time for Folk" zufällig bei einer

Veranstaltung traf. Der Heimatvereins-Vorsitzende lud Mark Lehnert und Roland

Bartz kurzerhand in die "Schmiede" ein. Seitdem kommen die beiden zwei Mal pro Jahr

nach Borstel-Hohenraden: am 17. März, dem St. Patrick´s Day, Gedenktag zu Ehren

des gleichnamigen irischen Nationalheiligen, und im Herbst. Dann mit Sängerin Nina

Großmann.

200 bis 300 Lieder - irische, schottische, amerikanische und deutsche Traditionals haben sie

im Repertoire. Acht Stunden am Stück könnten sie spielen, ohne einen Song zu wiederholen.

Bei ihrem "Schnapszahlauftritt" kamen sie bis zum Ende der Veranstaltung gegen 1 Uhr

auf etwa 50 Lieder, gespielt auf zwölf Instrumenten. Das Publikum wippte im Takt mit,

trommelte mit Fingern und Füßen und erwies sich als ziemlich textsicher. Kein Wunder:

Ungefähr die Hälfte der 70 Besucher, schätzte Bartz, waren Fans. Über die "Time for

Folk"-Termine werden sie von Fanclub-Leiterin Meike Schulz immer auf dem Laufenden

gehalten.



Besonderheit des Abends: Die Veranstaltung wurde mitgeschnitten. Nach 2006 soll

wieder eine CD gebrannt und dann im nächsten Jahr zum Selbstkostenpreis verkauft werden.

Eine "Zehn" gab es dann doch noch zu feiern: Lehrer Bartz und Vertriebsingenieur Lehnert fiel

ein, dass sie seit genau einem Jahrzehnt zusammen spielen.



Doch die beiden Musiker haben ein Problem: Sängerin Nina will nach Frankreich ziehen.

Eine neue weibliche Stimme wird deshalb gesucht. Wer Interesse hat, kann sich bei Roland

Bartz unter (0 41 22) 9 96 14 melden.

 

mzi

Pinneberger Tageblatt 28.11.2009



 

Heimatverein fährt die Ernte ein

 

Mit historischem Gefährt ernteten Mitglieder des Heimatvereins trotz des schlechten Wetters

das Getreide auf dem Schulacker. Das Wetter war denkbar schlecht für eine Ernte. Eigentlich

sollte schon Tage zuvor der Mähdrescher das Getreide auf dem Schulacker in Borstel-

Hohenraden abmähen. Aber da setzte starker egen ein, die Halme waren zu feucht, um

geschnitten zu werden.

Auch am Erntetag zeigte sich Petrus nicht von seiner sonnigen Seite. Wolken hingen dicht
 
 
 
über dem Acker. Ein kurzer Schauer ließ den 50 Jahre alten Joachim Becker vom Heimatverein
 
 
 
Borstel-Hohenraden fast die Ernte ein weiteres mal verschieben. Gegen 16 Uhr klarte es doch
 
 
 
noch auf. Der Niederschlag war nicht zu heftig und trocknete schnell weg. Der alte, rote
 
 
 
Trecker konnte beginnen, den Weizen zu mähen. Bahn und Bahn zog der Oldtimer seine
 
 
 
Runden. Heiko Breunle saß hinter Treckerfahrer Hans-Carsten Ramcke, dem Vorsitzenden der
 
 
 
Oldtimer-Freunde Quickborn, und bediente den Selbstbinder. Mit diesem Gerät wurde das

 

Mähgut bestehend aus Getreide und dem mitgeschnittenen Unkraut, zu den sogenannten

Garben zusammengebunden. Diese Bündel wurden von Mitgliedern des Heimatvereins zu

Hocken zusammengestellt. In diesen sollte früher die Ernte auf dem Feld nachreifen und

trocknen.

Erst danach wurde sie eingefahren. Heutzutage mähen große Maschinen Felder in einem
 
 
 
Bruchteil der Zeit. Was motiviert die Mitglieder des Heimatvereins, ein Feld auf historische
 
 
 
Weise zu bestellen und zu ernten? Dem Vorsitzenden des Heimatvereins fallen da mehrere

 
 
Gründe ein: "Gerade für die Kinder schaffen wir mit der historischen Arbeit auf dem
 
 
 
dem Schulacker ein wunderbares Erlebnis." Der Nachwuchs lerne beim Säen und Ernten viel
 
 
 
über das Landleben - auch, dass Kühe nicht lila seien und Lebensmittel nicht aus Plastiktüten
 
 
 
stammen, resümiert Becker. "Grundschullehrer berichten uns leider immer wieder, dass 
 
 
 
Schüler immer wieder dieses Klischee bedienen." Der Schulacker wird von Kindern wie von
 
 
 
Eltern gut angenommen. Ob pflanzen von Kartoffelknollen oder Getreideernte - immer wieder
 
 
 
kommen neugierige wie hilfsbereite Jungen und Mädchen zu den Heimatvereinlern auf den
 
 
 
Acker.
 

 

Ein Teil der diesjährigen Ernte wird auf der Oldtimer-Show am 31. August in Quickborn
 
 
 
gedroschen werden. Der andere Teil auf dem Lanz-Bulldog-Treffen an Himmelfahrt 2009 im
 
 
 
Speedwaystadion "Holstein-Ring" in Brokstedt. Je nach Qualität wird das gewonnene Getreide
 
 
 
dann zum großen Teil als Futter genutzt. Einen kleinen Teil jedoch wird der Verein abzweigen.
 
 
 
Mit diesem Rest wollen sie mit den Kindern Brot backen - ganz im Sinne der historischen
 
 
 
Arbeit.

 

In den kommenden zwei Jahren wird es auf dem Schulacker keinen Getreide- und
 
 
 
Kartoffelanbau mehr geben. Denn die Jugendfeuerwehr wird mit einem großen Pfingstfeld-
 
 
 
lager ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Der Heimatverein stellt die Fläche zur Verfügung.
 
 
 
"Wir haben ja den Platz, da kommen wir der Feuerwehr gern entgegen und leisten unseren
 
 
 
Beitrag zu einer lebenswerten Gemeinschaft", erklärt Becker.
 
 

 

Damit die jungen Kameraden zelten können und schwere Fahrzeuge auf dem Areal nicht im
 
 
 
Boden stecken bleiben, muss der lose Acker verfestigt werden. Deshalb soll nach der Ernte
 
 
 
weder Weizen gesät noch Kartoffeln gepflanzt werden. Stattdessen wird in den kommenden
 
 
 
zwei Jahren auf dem Schulacker Futterbau betrieben und Heu geerntet. Doch bevor die
 
 
 
Borstel-Hohenrader in den kommenden Jahren auf ihre "historischen" Kartoffeln verzichten
 
 
 
müssen, wird die diesjährige Ernte während des Kartoffel-Festes unters Volk gebracht. "Wir
 
 
 
erwarten dieses Jahr einen hohen Ernteertrag einer qualitativ hochwertigen Knolle. Es wird
 
 
 
schon fast schwierig, soviele zu verkaufen", freut sich Becker.
 
 
 
 
 
von Sascha Bauermeister
 
 
 
Pinneberger Tageblatt 21.08.2008

 


"Die Klasse an den Rand gestellt, hört zu, was Jochen nun vertellt: Jetzt passt schon auf und gebt gut acht." (...)


"Hat jeder einen schwarzen Eimer? Drin liegen die Kartoffelkeimer. In jedes Loch werft eine Knolle, die keimt dann in der Erden-Scholle." (...)


So ein Kartoffelacker kann ganz schön groß sein. Puuuhhh.


Nicht nur den Kindern macht Kartoffelernten Spaß. Werner Moeller (Mitte) hat es sich nicht nehmen und ist tatkräftig mit dabei !


Fährt vorne weg: Joachim "Jochen" Becker.

 
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