SPD-Barmstedt:

„Pflegeberufe attraktiver machen – mehr Vollzeit anbieten!“

Veröffentlicht am 01.12.2015, 15:50 Uhr     Druckversion

Rossmann (SPD): Regierung plant Ausbildungsreform

Teilzeit wider Willen – das ist für viele Pflegekräfte in Deutschland Alltag. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Ernst Dieter Rossmann bittet die Pflegebetriebe im Kreis Pinneberg deshalb, bei der Organisationsstruktur ihrer Einrichtungen auch darauf zu achten, dass sie mehr Vollzeitstellen anbieten können.

„Wenn gleichzeitig ein Mangel an Fachkräften herrscht und Beschäftigte nicht Vollzeit arbeiten können, obwohl sie dies gerne würden, dann passt das nicht zusammen“, so Rossmann. Der SPD-Politiker nimmt damit Stellung zu den Ergebnissen einer aktuellen Tagung zur Altenpflege in Berlin. Ihm sei klar, dass es im Pflegealltag der Betriebe intensive und weniger intensive Phasen gebe. Experten seien aber der Auffassung, dass gute Arbeitsplanung mehr Möglichkeiten zur Vollzeit schaffen könne. Rossmann: „Wer eine Ausbildung in der Pflege beginnt, will in der Regel anschließend auch Vollzeit arbeiten.  Zur Attraktivitätssteigerung bei den Pflegeberufen gehört deshalb auch, dass sich hier etwas tut.“

Die Bundesregierung arbeite unterdessen derzeit an einem Umbau der Pflegeausbildung, berichtet der SPD-Mann. Ein Gesetzesentwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) und Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) sehe vor, Alten- Kranken- und Kinderkrankenpflege zu einem gemeinsamen Ausbildungsgang mit der Möglichkeit zur modularen Schwerpunktsetzung zusammenzufassen. „Neu hinzu kommen soll ein akademisches Pflegestudium“, berichtet Rossmann.

Für den Abgeordneten ist dabei ein Aspekt besonders wichtig: „Die Ausbildung darf in Zukunft nicht mehr kostenpflichtig sein, sondern muss für die Auszubildenden vergütet werden!“ Dies fordert Rossmann bereits seit Jahren. „Eine solche Regelung wäre dann endlich ein echter Schritt für mehr Lohngerechtigkeit in diesem Bereich und ein gutes Stück Attraktivitätssteigerung für die Pflege.“

Rossmann kündigte an, die Vorschläge der Bundesregierung Anfang 2016 im Rahmen einer Veranstaltung aus der Reihe „Pflegeforum“ zur Diskussion zu stellen. „Denn eine solche Neuordnung der Ausbildung darf nicht erfolgen, ohne mit den betroffenen Menschen und Einrichtung zu sprechen und ihre Fachkenntnis einzubeziehen“, macht der Abgeordnete deutlich.

Homepage: SPD-Pinneberg


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