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SPD: Allein der gute Wille reicht nicht beim Thema inklusive Wohnprojekte

Veröffentlicht am 07.06.2015, 11:55 Uhr     Druckversion

SPD-Kreistagsfraktion

Die SPD-Kreistagsfraktion Pinneberg

hatte kürzlich ehrenamtliche Vorstandsmitglieder des Pinneberger Ortsverbandes der Lebenshilfe für Behinderte

 zu Gast.

Karin Reschke und Evelyn Jungermann aus dem ehrenamtlichen Vorstand des Pinneberger Ortsverbands der Lebenshilfe für Behinderte waren kürzlich zu Gast bei der Pinneberger SPD-Kreistagsfraktion. Sie berichteten  über den Sachstand zur Wohnsituation behinderter Menschen im Kreis Pinneberg. „Menschen mit Handicap haben laut UN-Menschenrechtskonventionen und diversen Gerichtsurteilen ein Wunsch- und Wahlrecht, wo und wie sie wohnen wollen – zum Beispiel in einer Wohngemeinschaft, um Rückzugstendenzen und Vereinsamung vorzubeugen. Im Kreis Pinneberg ist man jedoch weit davon entfernt, diese Ansprüche zu realisieren“, sagte Karin Reschke.

Viele Eltern von Behinderten seien teilweise verzweifelt, weil sie ihre Kinder nicht adäquat unterbringen können. Das liege einerseits an der generellen Wohnungsknappheit im Kreis Pinneberg – hauptsächlich aber daran, dass gemäß Vorschriften Personen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und Schwere der Behinderung nicht gemeinsam in einer Wohngemeinschaft leben können. Denn zu diesem Zweck werden zwei Träger benötigt – eine Einrichtung, die für pflegerische Belange zuständig ist und einen pädagogischen Dienstleister. „Es gibt Schwierigkeiten, dann das jeweilige persönliche Budget zu errechnen. Wir sind weit weg vom personenzentriertem Denken“, so Reschke.

Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen und Schwere der Behinderung die Möglichkeit zu eröffnen,  gemeinsam in einer Wohngemeinschaft zu leben, ist das engagierte Ziel der beiden Initiatorinnen.

Reschke und Jungermann wollten erst einmal den Bedarf in der Region ermitteln und forderten daher im Rahmen einer Anfrage an die Kreisverwaltung entsprechende Informationen an. „Wir wollten unter anderem erfahren, wie viele bedarfsgerechte Wohnangebote – unter Berücksichtigung des Wunsch- und Wahlrechts von Menschen mit Behinderung -  innerhalb des Kreises Pinneberg geschaffen werden“, berichtete Reschke. Die Reaktion des Amtsschimmels habe sie verwirrt. „Es wird keine Auskunft dazu erteilt“, sagte sie. Genauso verhielt es sich mit der Frage, wieviele behinderte Männer und Frauen in inklusiven Wohnformen untergebracht sind. Die Beantwortung, so die Verwaltung, sei nur durch eine aufwändige Sonderauswertung der Falldaten möglich. Das sei aber nicht leistbar. Dazu Reschke: „Das ist für mich schwer auszuhalten. Wir fühlen uns nicht ernst genommen. Wir wollen Wohngemeinschaft en für unsere Schützlinge mit einem Gemeinschaftsleben mit Betreuung, die auf den Einzelnen abgestimmt ist“, sagte sie.

Hans-Helmut Birke, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, sagte sofortige Unterstützung zu. Für ihn geht es gar nicht, dass einer Initiative, die sich für die passgenaue, humanitäre Betreuung von behinderten Menschen einsetzt, die notwendigen Informationen von der Kreisverwaltung vorenthalten oder mit fadenscheinigen Begründungen verweigert werden: „Das werden wir ändern“, betonte er. 

Hans-Peter Stahl, Fraktionsvize und stellvertretender Vorsitzender des Sozialausschusses, wird Karin Reschke und Evelyn Jungermann zu einer Sozialausschusssitzung einladen, um ihr Anliegen auch den anderen Parteien vorzustellen. „Hier muss sich etwas bewegen. Allein der gute Wille zählt nicht“, betonen Birke und Stahl.

 

 

 

Homepage: SPD-Pinneberg


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