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Gute Qualität in der psychiatrischen Versorgung

Veröffentlicht am 29.04.2015, 15:28 Uhr     Druckversion

SPD-Politiker besuchen Kinder- und Jugendpsychiatrie

„Für eine Kinder- und Jugendpsychiatrie mit humanistischer Grundhaltung und einem systemischem Ansatz braucht es unbedingt eine gute Ausstattung mit vielfältig fachlich qualifiziertem Personal.“ Hierauf machte Anna Vetter, die Chefärztin  der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie beim Regio Klinikum Elmshorn Vertreter der Bundes- und Landespolitik nachdrücklich aufmerksam, die diese Einrichtung kürzlich anlässlich eines Fachgespräches besucht haben.

Die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich, Mitglied des Gesundheitsausschusses und Fachfrau für Psychiatrie aus Baden-Württemberg, wurde hierbei begleitet von dem Elmshorner SPD-Bundestagsabgeordneten  Ernst Dieter Rossmann und seiner Landtagskollegin Beate Raudies.

Im Mittelpunkt des Besuches stand das „Grenzgängerprojekt“. Unter Grenzgängern verstehen die Experten Kinder und Jugendliche, bei denen häufig vor dem Hintergrund traumatischer Erlebnisse,  sowohl ein kinderpsychiatrischer, als auch ein Jugendhilfebedarf besteht. Dabei ist häufig die gemeinsame Versorgung durch die unterschiedlichen Hilfebeteiligten nicht hinreichend abgestimmt, führt zu Zuständigkeitsstreitigkeiten und mündet nicht selten in blindem Aktionismus oder in Resignation. „Diese jungen Menschen fallen meist durch jedes Raster“, erklärt die Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Elmshorn, Anna Vetter. „Sie gehören weder dauerhaft in eine Klinik, noch hat die Jugendhilfe vorgefertigte Lösungen um dem häufig immensen Betreuungsaufwand gerecht werden zu können. Daher braucht es für sie ein spezielles Hilfesystem, das Komponenten der Psychiatrie und der Jugendhilfe kombiniert“, so die Chefärztin weiter.

Mit dem Projekt „Grenzgänger“ sollen diese Kinder- und Jugendlichen besser versorgt werden. Im Rahmen dieses Projektes haben die Klinik, die Jugendämter der Kreise Steinburg und Pinneberg und freie Jugendhilfeträger bereits im vergangenen Jahr eine vernetzte Zusammenarbeit vereinbart. „Die Zusammenarbeit zwischen den Partner läuft gut. Allerdings gestaltet sich die Finanzierung aufgrund der komplexen Vergütungsstrukturen im Gesundheits- und Sozialwesen als schwierig“, sagt die Chefärztin. Sie brachte daher gegenüber den SPD-Abgeordneten den Wunsch zum Ausdruck, die Versorgungsstrukturen zu vereinfachen und auch bundesweit zu vereinheitlichen. 

 

 Der multiprofessionelle Ansatz in der Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, die seit über 15 Jahren besteht und im Jahr durchschnittlich über 425 Kinder und Jugendliche betreut, wurde hierbei von der SPD-Gesundheitspolitikerin bestätigt. MdB Stamm Fibich: "In der Zusammenarbeit der verschiedenen Fachberufe sind wir schon wesentlich weiter als in der Zusammenarbeit der verschiedenen Kostenträger. Das ist leider noch immer ein nur mühsam zu behebendes Problem, z.B. zwischen Jugendhilfe, Kassen und weiteren öffentlichen Stellen.“ Das Ziel müsse hier ein gemeinsames Budget sein, das dann auch die eigentliche Förderzeit von bürokratischen Fragen entlasten könne.

Ein weiteres     Thema in der Fachrunde war auch die Länge der Wartezeiten und die Zahl der zur Verfügung stehenden Betten- bzw. Klinikplätze. Die Chefärztin der Kinder- und Jugendpsychiatrie verwies hier auf die hohen Fallzahlen der Ambulanz.

Das Klinikum in Elmshorn behandelt Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr, in Ausnahmefällen auch bis 21 Jahre und steht den Kindern und Jugendlichen, den Eltern, Bezugspersonen und Angehörigen wie auch professionellen Helfern als Ansprechstelle zur Verfügung. Anna Vetter: „Es ist ein großer Fortschritt der letzten 20 Jahre, dass die seelische Erkrankung immer mehr aus dem Tabubereich herausgeholt wird. Mehr Offenheit ist schon der erste Schritt zur Hilfe.“

Homepage: SPD-Pinneberg


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