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„Schule muss Kinder und Jugendliche individuell fördern!“

Veröffentlicht am 11.03.2014, 14:08 Uhr     Druckversion

Volles Haus beim SPD-Bildungsforum mit Bildungsministerin Wende in Elmshorn

Der Raum konnte die Interessierten gar nicht alle fassen. Zum Bildungsforum der Kreis Pinneberger SPD im Café Auszeit am See mit der Bildungsministerin des Landes Schleswig-Holstein Wara Wende zum Thema „Schule für die Zukunft“ hatten sich über 100 Bildungsinteressierte und Bildungsengagierte aus Elmshorn und dem übrigen Kreisgebiet eingefunden, die mit der Ministerin und den Bildungspolitikern Ernst Dieter Rossmann für den Bundestag sowie Beate Raudies und Kai Vogel für den Landtag diskutieren wollten.

Beate Raudies, stellvertretende Vorsitzende des Bildungsausschusses im Schleswig-Holsteinischen Landtag, freute sich in ihren Begrüßungsworten jedenfalls sehr über das große Interesse von Seiten der Schulleiter und Lehrkräfte aller Schularten, von Eltern, Kommunalpolitikern und auch weiteren Gästen. Beate Raudies: „Das neue Schulgesetz ist nach einem wirklich sehr langen offenen Prozess entstanden und hat auch eine breite Zustimmung gefunden. Es kommt jetzt darauf an, in der Entwicklung vor Ort die Möglichkeiten aufzugreifen und trotz der knappen Finanzmittel Schulentwicklung möglich zu machen.“

Die Länder und Kommunen finanzieren immerhin mit 92 Prozent den Großteil der öffentlichen Bildungsausgaben, wie der bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Elmshorner SPD-Ortsvorsitzende Ernst Dieter Rossmann in seinem Beitrag herausstellte. Umso wichtiger sei es, dass mit den sechs Milliarden Euro, die von der Großen Koalition jetzt für vier Jahre zusätzlich zur Entlastung der Länder zur Verfügung gestellt werden sollen, zielgerichtet von den Ländern Schlüsselprojekte finanziert werden. Rossmann: „Tatsächlich reichen diese zusätzlichen Mittel nicht aus, um den Durchschnitt vergleichbarer Staaten zu erreichen und den Bildungsbedarf zu finanzieren. Aber CDU/CSU wollten hier nicht die notwendigen 20 Milliarden Euro zusätzlich bereitstellen, die wir von der SPD aus finanzieren wollten, so dass die sechs Milliarden zumindest ein Teilerfolg sind.“

Das Leitmotiv für die Schule von morgen ist dabei nach der vorgestellten Kernthese von Ministerin Wende die „individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen durch Schule“, der eine grundsätzliche Offenheit jeder Lernbiographie zu Grunde liegt.  Mit der grundsätzlichen Verständigung auf drei Wege zum bestmöglichen Schulabschluss über Gemeinschaftsschule, Gymnasium oder berufsbildende Schulen als Grundlage sieht die Ministerin jetzt die Qualitätsentwicklung im differenzierten Unterricht, die Verstärkung der Beratung bei der Schulartwahl und im Bildungsergebnis, die Entwicklung der Inklusion und den Ausbau von guter Ganztagsschule im Vordergrund. Ministerin Wende warb zugleich dafür, diese Schulentwicklung als mittel- und längerfristigen Prozess anzusehen. „Wir  brauchen einen langen Atem und müssen allen Beteiligten auch Zeit geben, Schule gemeinsam weiter zu verbessern“, so die Ministerin. Dafür sei ein Beispiel auch die Lehrkräftequalifizierung, die mit einer veränderten, d.h. stärker pädagogisch orientierten Lehrerausbildung an den Hochschulen in Kiel und Flensburg sich auf die veränderten Bedarfe einstellen würde. Wende: „Das wird sich auch im Lehrkräftebildungsgesetz wiederfinden, das wir jetzt in Schleswig-Holstein entwickeln werden.“

Kai Vogel, schulpolitischer Sprecher der SPD im Landtag aus Pinneberg, stellte in seinem Beitrag die Vielfalt der Bedingungen im Flächenland Schleswig-Holstein heraus. Während in anderen Landesteilen sowohl Grundschulen wie auch weiterführende Schulen unter einschneidendem Schülerverlust stehen, gäbe es solche Probleme im Kreis Pinneberg nicht. Sowohl die Grundschulen wie die aktuell  neu entstandenen Gemeinschaftsschulen, die aus den vier Regionalschulen im Kreis hervorgegangen sind, hätten gute Zukunftsperspektiven. Kai Vogel: „Das Wichtigste ist hierbei auch die gute Kooperation innerhalb der Schularten wie auch über die Schularten hinweg.“ Befürchtungen in Bezug auf eine Schwächung der Gymnasien trat der Abgeordnete energisch entgegen. Vogel: „Die Gymnasien selbst haben durch das neue Schulgesetz keine wesentlichen strukturellen Änderungen erfahren. Aber das Gymnasium muss sich natürlich unter den Bedingungen eines Zwei-Wege-Modells auch in der Kooperation mit Blick auf die Gemeinschaftsschule, die Inklusion und auch die Ganztagsentwicklung weiter entwickeln.“ Das sei aber auch an der überwältigenden Mehrzahl der Gymnasien der Fall.

In der anschließenden lebhaften Diskussion kamen  bei viel grundsätzlicher Zustimmung zu dem eingeschlagenen Weg der Schulreform auch sehr spezielle Fragen zur Sprache, von dem Umgang mit der integrierten Eingangsstufe an den Grundschulen über die weitere Finanzierung der Schulbegleiter bei Kindern mit einer Behinderung bis zu den nächsten Schritten im Ausbau der Ganztagsschulen. MdB Ernst Dieter Rossmann kündigte daher auch in seinem Schlusswort an, dass die SPD im Kreis Pinneberg ihre Bildungsforen fortsetzen will. Rossmann: „Das 22. Bildungsforum war jedenfalls so gut besucht wie lange nicht. Das macht Hoffnung, das Bildungsfragen nie das Interesse verlieren, sondern sich Schule immer lebendig weiter entwickelt.“

Homepage: SPD-Pinneberg


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