SPD-Barmstedt:

SPD prangert fehlende Schulräume an

Veröffentlicht am 19.08.2013, 10:23 Uhr     Druckversion

SPD prangert fehlende Schulräume für Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie an

Auch psychisch kranke Kinder und Jugendliche müssen angemessen beschult werden. Die SPD-Kreistagsfraktion wird deshalb während der nächsten Sitzung des Hauptausschusses am Mittwoch, 21. August, den Antrag stellen, dass der Kreis Pinneberg sich finanziell daran beteiligen möge, für die Patientinnen und Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) in Elmshorn bedarfsgerechte Unterrichtsräume bereitzustellen.  Die Sozialdemokraten wollen außerdem erreichen, dass Landrat Oliver Stolz mit dem Kreis Steinburg, der Stadt Elmshorn und den Regio-Kliniken über eine gemeinsame Finanzierung verhandelt, damit vernünftige Krankenhausunterricht in der KJP sichergestellt werden kann.

Laut Hans-Helmut Birke, SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, gibt es in dem Klinikgebäude nur vier –für den Unterricht nicht geeignete Räume, in denen täglich 40 bis 45 Schülerinnen beschult werden.

Die Kinder und Jugendlichen befinden sich zum Teil in extremen psychischen Krisensituationen. Manche weisen auch schwierige psychiatrische Krankheitsbilder auf. Die Größe der Räume beträgt 12 bis 26 Quadratmeter. Das ermöglicht laut Birke kein differenziertes Arbeiten. Es werde zeitweise auf den Flur ausgewichen. Schulfremde und zufällig gerade nicht belegte Räume würden regelmäßig genutzt. Die Raumnot bestehe schon seit Einweihung der KJP im Jahr 1999. Tatsächlich seien die Räume schon von Beginn an in keiner Weise für die schulische Nutzung angelegt gewesen, denn beim Bauplanungsprozess der KJP sei der Bau von Schulräumen seinerzeit gar nicht berücksichtigt worden, bemängelt Birke. Dabei hätten aber die Patienten der KJP auch einen Rechtsanspruch auf einen  geordneten Schulunterricht.

Die SPD schlägt deshalb vor, entsprechend geeignete Räume in Elmshorn bereitzustellen. Als kurzfristige Zwischenlösung wäre auch die Aufstellung von Container möglich. Für Birke muss der  wechselseitige Streit über die Finanzierungszuständigkeit, der bislang alle sachgerechten Lösungen für die Beschulung verhindert hat, überwunden werden. Alle  verantwortlichen  Parteien, nämlich die Kreise Pinneberg und Steinburg, die Stadt Elmshorn und die Regio-Kliniken müssen sich an den Kosten beteiligen. Um einen ersten Schritt zu tun, die wechselseitige „Finanzblockade“ zu überwinden, soll nach Vorstellung der SPD der Hauptausschuss beschließen, dass der Kreis Pinneberg seine Bereitschaft zur finanziellen Beteiligung erklärt.

 

Homepage: SPD-Pinneberg


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