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Zum Schlei-Boten-Artikel vom 05.02.19 „Wie bedürftig sind Kappelns Vereine?“

Veröffentlicht am 07.02.2019, 12:45 Uhr     Druckversion

Zum Schlei-Boten-Artikel vom 05.02.19 „Wie bedürftig sind Kappelns Vereine?“

Unwürdige Diskussion

In der Sitzung des Sozialausschusses vom 30. Januar 2019 ging es u.a. um die jährlichen Zuschüsse an soziale Vereine oder Einrichtungen. Hier entfachte die Frage nach der grundsätzlichen Notwendigkeit von Zuschüssen an einige Institutionen eine heftige und zum Teil beschämende Diskussion. Ziel waren speziell die Vereine: Die Tafel (Zuschuss € 4.000) und Casa Kappeln (Zuschuss € 1.500). Trotz vorgeschriebener und auch immer vorgelegter Verwendungsnachweise sollten die beiden Vereine detailliert ihr Vermögen und ihre Schulden darlegen.
Nun muss man wissen, dass beide Vereine völlig ehrenamtlich tätig sind um mit Ihrer Arbeit bedürftigen Menschen das Leben etwas zu erleichtern und – wie im Fall Casa Kappeln Kindern in Latein- und Südamerika Bildung und Essen zu beschaffen. Bei beiden Vereinen fand der Beschluss nur ganz knapp die Zustimmung.
Anstatt in Unkenntnis der Arbeit der Beiden vorschnelle Ablehnung zu zeigen schlage ich folgendes vor:
Die Kritiker besuchen einmal am Freitag von 10:00 bis 14:00 Uhr die Tafel im BeZ Ellenberg und machen sich ein Bild davon was diese Frauen und Männer für ärmere Menschen leisten. Das Einsammeln von Lebensmittel, das Lagern, Kühlen und schließlich das Austeilen der Lebensmittel einschließlich Berechtigungskontrolle. Zusätzlich wird noch eine schmackhafte Mahlzeit zubereitet.
Bei Casa Kappeln rate ich zu einem Besuch einer Jahreshauptversammlung wenn Schwester Karoline zu Besuch ist und anschaulich über ihre Arbeit mit hunderten von Kindern in Chile, Peru und anderen Ländern berichtet. Sie bringt Bildung und Essen zu den bedürftigen Kindern die in ärmlichsten Verhältnissen leben.
Wer beides erlebt hat, der wird beschämt die Augen senken und seine bisherige Ansicht überdenken.
Fazit: Nachforderungen bei städtischen Bauten, Erhöhung des Kreiszuschusses und ähnliches sind alle im gut 6-stelligen Bereich. Ohne Murren und Prüfung werden diese Posten durchgewunken.
Beim Ehrenamt aber muss geknausert und die kurze Leine genommen werden.
Für mich ist diese Haltung kleinkariert und beschämend.

Rainer Moll, SPD-Stadtvertreter

Homepage: SPD-Kappeln


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