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Die Kieler Verkehrswende braucht Unterstützung von Land und Bund

Veröffentlicht am 03.08.2018, 13:50 Uhr     Druckversion

Seit einigen Monaten fahren auf den Kieler Straßen nicht nur Diesel-, sondern auch moderne Hybridbusse. Als Zwischenziel sollen bis Ende 2020 gut 30% der Flotte aus reinen Elektro- und Hybridbussen bestehen, 2030 soll der letzte reine Dieselbus ausgemustert werden und ab 2033 nur noch rein elektrische Busse verkehren. Ein ambitioniertes Ziel! Wir freuen uns über die neuen Busse. Die Hybridbusse sparen eine Menge Kraftstoff und sind damit ein wichtiger Schritt voran in der Kieler Verkehrspolitik.

Die neuen Busse sind nicht nur sparsamer und sie stoßen daher weniger Kohlenstoff- und Stickoxid aus, sondern sind auch angenehm leise. Sie sind auf jeden Fall ein Gewinn für Kiel! Wir brauchen mehr davon!

Für Unverständnis sorgt allerdings, dass der Bund die Fördermittel aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft“ nicht erhöhen will und durch bürokratische Hemmnisse den Zugriff auf die vorhandenen Mittel erschwert. Im Ergebnis bedeutet dies, dass viele Kommunen die Kosten alleine tragen müssen. Weil die deutschen Bushersteller die Nachfrage nicht bedienen können, verweigert das CSU-geführte Bundesverkehrsministerium die Aufstockung der Gelder. Umweltpolitik ist aber keine nationale Wirtschaftspolitik. Wir müssen jetzt handeln und dürfen nicht weitere Jahre verstreichen lassen.

Für uns sind die neuen Busse ein wichtiger Bestandteil der Verkehrswende, aber noch wichtiger ist es, dass wir nun zügig mit den Planungen für die Stadtbahn beginnen. Nur so können wir es schaffen, dass mehr Kielerinnen und Kieler ihr Auto stehen lassen und auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Uns kann es hier kaum schnell genug gehen: Stärkung des Radverkehrs, Planung einer Stadtbahn, Umstellung der Busflotte auf Elektroantrieb und Begrünung der Straßenzüge – es gibt viel zu tun für die neue Ratsfraktion. Packen wir es an!

Homepage: SPD-Ratsfraktion Kiel


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