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Umwelt schützen – Medikamente gut entsorgen

Veröffentlicht am 17.02.2017, 14:48 Uhr     Druckversion

Katrin Fedrowitz, MdL

„Bitte alte Medikamente nicht in der Toilette oder Spüle entsorgen,“ darauf weist die SPD-Landtagsabgeordnete Katrin Fedrowitz hin. Es scheint ganz simpel, den restlichen Hustensaft in den Ausguss kippen und die abgelaufenen Kopfschmerztabletten einzeln die Toilette runterspülen. Schon sind unbrauchbare oder überflüssige Medikamente entsorgt. Doch so einfach ist es nicht. „Wer Arzneimittel auf diese Weise entsorgt, belastet damit die Umwelt, schadet Tieren und Pflanzen“, erklärt Fedrowitz.

In den kommenden Wochen werden rund 110.000 Flyer und rund 4.400 Poster bei Ärzten, Tierärzten und in Apotheken aufgehängt und ausgelegt. Hier wird darüber informiert, wo die Bürger nicht mehr gebrauchte Medikamente richtig entsorgen können. In dem Flyer werden für jeden Kreis die richtigen Wege aufgelistet. Die nicht mehr benötigten Medikamente sollten in den Flaschen oder Blistern bleiben und dann über den im Flyer angegebenen Weg entsorgt werden. Eine weitere Möglichkeit ist, in einer Apotheke zu fragen, ob dort alte Arzneimittel zurückgenommen werden. Das ist zwar keine Pflichtleistung der Apotheker mehr, aber viele bieten es nach wie vor an.

In Norderstedt beispielsweise bieten sich zur Entsorgung nicht mehr benötigter Medikamente der Recyclinghof, aber auch die Restabfallbehälter an. Nach einer Studie des Instituts für sozial-ökologische Forschung entsorgen nur 15 Prozent der Verbraucher und Verbraucherinnen ihre Medikamente immer richtig. 47 Prozent der Befragten dagegen geben die flüssigen und 20 Prozent die festen Medikamentenreste fälschlicherweise zur Entsorgung in die Spüle oder in die Toilette.

In nahezu allen Gewässern in Deutschland können Arzneimittelrückstände nachgewiesen werden. Nach bisherigen Erkenntnissen ist mit keinen Auswirkungen für den Menschen zu rechnen. Untersuchungen haben aber gezeigt, dass die Tier- und Pflanzenwelt bereits bei geringen Konzentrationen nachweislich beeinträchtigt wird. So kann es zu Nierenschäden, Verweiblichungen oder Kiemenschäden bei aquatischen Tierarten kommen.

Restbestände von Arzneistoffen gelangen zwar vor allem durch menschliche Ausscheidungen über das Abwasser in die Natur. Fedrowitz sagte, dass dies zwar momentan unvermeidbar ist, aber auf keinen Fall sollte man Arzneimittel über die Toilette oder den Ausguss entsorgen. „Ich möchte niemanden belehren, aber dort, wo wir es verhindern können, die Umwelt zu belasten, sollte jeder versuchen, seine Resttabletten richtig zu entsorgen. Auch als Abfallpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion weiß ich, wie wichtig es ist, bei Abfällen jeglicher Art auf eine ordnungsgemäße Entsorgung zu achten. Letztlich wird es uns unsere Umwelt danken.“

Homepage: Katrin Fedrowitz, MdL