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Regioklinik handelt rücksichtslos

Veröffentlicht am 09.09.2016, 18:02 Uhr     Druckversion

Regio-Klinik will die beiden Altenheime in Kummerfeld und Elmshorn schließen

Region Klinik handelt rücksichtlos - SPD fordert schnellstmögliche Lösungen. Die  Ungewissheit für Heimbewohner muss beendet werden. 

 

Das Vorgehen der Geschäftsleitung der Regio-Kliniken, die angekündigt haben, die beiden Altenheime in Kummerfeld und Elmshorn zu schließen, ist für die SPD-Kreistagsfraktion rücksichtslos und zeigt einen erschreckenden Mangel, ein langfristig bekanntes Problem sozial verträglich zu lösen.

Seit Beginn der Übernahme der beiden Häuser fahren die Regio-Kliniken, die zum Sana-Konzern gehören, jährlich Verluste in Millionen-Höhe ein. „Es zeugt von wenig Fingerspitzengefühl“, so Hans-Peter Stahl, der sozial- und gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion, „wenn jetzt der Eindruck entsteht, dass die Schließung der Alten- und Pflegeheime beschlossene Sache sei, ohne alternative Lösungsmöglichkeiten zu präsentieren. Nicht akzeptabel ist eine solche Vorgehensweise, die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner, deren Angehörige und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Angst und Schrecken zu versetzt.“

Die SPD verkennt nicht, die schwierige Lagen, in dem sich die beiden Pflegeeinrichtungen befinden. Aber gerade vor diesem Hintergrund wäre umsichtiges Handels erforderlich, in dem man nach möglichen alternativen Lösungen und Wegen sucht. Von daher ist es für Hans-Peter Stahl unverständlich, wenn seit Jahren der Geschäftsführung bekannt ist, dass die Alten- und Pflegeheime in Kummerfeld und Elmshorn hohe Verluste machen, warum nicht frühzeitig ein Konzept mit dem Ziel vorgelegt worden ist , wie die Pflegeheimplätze und damit die Versorgung Heimbewohnerinnen und Heimbewohner in den beiden Häusern sichergestellt werden kann. Hier hätte im Vorwege die Geschäftsführung mit Gesellschafter, Betriebsrat, Heimbeirat und der Gewerkschaft nach einer für alle Beteiligten tragfähigen Lösung suchen müssen.

Für die SPD rächt sich hier die von der CDU in 2009 maßgeblich im Hau-Ruck-Verfahren vorangetriebene Privatisierung der Regio-Kliniken, die in 2009 zu 74,9 % an die Sana-AG verkauft worden ist.

Die SPD Kreistagsfraktion erwartet, dass die Geschäftsführung der Regio-Kliniken gemeinsam mit allen Beteiligten nach einer tragfähigen Lösung sucht, damit schnellstmöglich die Ungewissheit für die Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern, deren Angehörige und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beendet wird.

Hans-Peter Stahl , Erster Stellvertreter Fraktionsvorsitzender

Homepage: SPD-Pinneberg


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