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Palme Preis 2012 - Laudatio

Veröffentlicht am 07.03.2012, 21:49 Uhr     Druckversion

Foto: Cord Denker

Cord Denker stellt die Nominierten vor und gibt die Gewinner bekannt Sehr geehrte Damen und Herren! Das Olof-Palme-Kuratorium feiert heute ein Jubiläum: Seit 25 Jahren beobachtet und ermutigt dieses Gremium ehrenamtliche, friedenspolitische und gesellschaftsintegrative Bestrebungen in Stormarn. In diesem Jahr lagen 11 Vorschläge auf dem Tisch in denen Einzelpersonen und Gruppen für den Olof-Palme-Friedenspreis vorgeschlagen wurden.


Ich will Ihnen alle 11 Vorschläge in gebotener Kürze vor Augen führen, denn diese Veranstaltung soll ja auch eine Informations- und Begegnungs-Börse sein. Versöhnung mit Polen Die Arbeit des Olof-Palme-Friedenspreis-Gremiums dringt bereits über die Stormarner Grenzen hinaus. Im Kreis Herzogtum Lauenburg ist der „Schönberger Freundeskreis Sieraków e.V.“ beheimatet. Viele Vereinsmitglieder kommen aus dem Kreis Stormarn. Auch dieses Projekt besteht seit 25 Jahren. Diese deutsch-polnische Verbindung wurde also schon vor dem Fall der Mauer angebahnt. Sieraków ist eine Kleinstadt in der Nähe von Poznan (Posen). Der Verein bemüht sich um eine bessere Verständigung zwischen beiden Völkern. Neben der Hilfe für das Krankenhaus, die Schule und den Kindergarten geht es dem Verein besonders um Jugend-Begegnungen. In dieser Zeit haben über 1000 deutsche und polnische Jugendliche die Möglichkeit erhalten, das jeweils andere Land kennen zu lernen. Es sind viele Freundschaften über die Grenzen hinweg entstanden. Wir beglückwünschen den Kreis Herzogtum Lauenburg zu dieser Versöhnungs-Initiative und versichern dem Schönberger Freundeskreis unsere Sympathie: Es wird Zeit, dass auch das Herzogtum Lauenburg ein Olof-Palme-Gremium bekommt. www.schoenberg-sierakow.eu Wer ist EfA? EfA haben wir bereits vor 2 Jahren kennen gelernt. Die hier gemeinte EfA schreibt sich allerdings mit „f“. EfA: „Essen für Alle“ – hinter diesem Markenzeichen verbirgt sich eine Gruppe von etwa 20 ehrenamtl. Menschen in Oldesloe. EfA teilt dreimal in der Woche (Di, Do, So!) Mittagessen an Bedürftige aus und tut das schon seit 15 Jahren im Gemeindehaus am Kirchberg. Das Essen wird von 4 Oldesloer Altersheimen zur Verfügung gestellt. EfA hat natürlich Ausstrahlung: Auf gleicher Wellenlänge sind weitere Projekte entstanden, z.B. der „Laden ohne Kasse“, eine Oldesloer Tafel, die Lebensmittel vor der Vernichtung rettet und an Bedürftige verteilt, pro Ausgabetag ca. 200 Menschen. – Ein 3. Projekt ist der „Drachenturm“. Hier gibt es für Kinder und Jugendliche mit Migrations-Hintergrund Bildungs-Angebote: es wird gemeinsam gelernt (Schularbeiten-Hilfe), gespielt, gekocht, getobt… Es gibt regelmäßig: Jugendtreffs, Frauenfrühstück, Sprachkurse. Der Sprachunterricht wird ehrenamtlich durchgeführt. – Die „Kleiderkiste“ ist das 4. und jüngste Projekt. Etwa 25 Ehrenamtliche sortieren und verteilen gebrauchte Bekleidung, die von 10 Sammelstellen in Bad OD angeliefert wird. Brauchbare Bekleidung, die nicht beansprucht wird, wird nach Russland weitergeleitet. Dieses große soziale Netzwerk wurde 1996 unter der Ägide der damaligen Bürgerworthalterin Ilse Magdalene Siebel ins Leben gerufen. Etwa 90 ehrenamtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen tragen diese Initiative. Die finanzielle Basis ist durch Spenden gegeben; nur beim Drachenturm gibt es Kräfte, die zu 50% von der Stadt bezahlt werden. Vorsitzende de Vereins sind derzeit: Marion Kattler-Vetter und Eckard Harm. Dieser Vorschlag wurde von Ilse Magdalene Siebel eingereicht, abgekürzt: iM Siebel. Hätten doch alle iMs so liebevoll und wohlwollend über das „Leben der Anderen“ berichtet – was wäre das für ein Sozialismus geworden! Bargteheide bleibt bunt Bargteheide war schockiert, als im Frühherbst 2009 wie aus heiterem Himmel eine Gruppe von Neo-Nazis im Stadtbild auftauchte und Aufmerksamkeit beanspruchte. Am 11.9.2009 kam es zu einem Übergriff auf das Autonome Jugendhaus Bargteheide. Schlagartig wurde vielen Bürgern die Gefahr bewusst, die von rechtsradikalen Umtrieben ausgeht. Und es gründete sich das „Antirassistische Bündnis Stormarn“ ARABUES (27.10.2009). Dieses Bündnis ist parteien- und organisations-übergreifend. Es wendet sich gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus. Derartige Tendenzen sind mit einer toleranten und offenen Gesellschaft nicht vereinbar: Das Bündnis ist ein Netzwerk, an dem Parteien, Organisationen, Schulen und Kirchengemeinden beteiligt sind. Es gibt ein monatliches Forum. Es hat sich zum Ziel gesetzt, durch Vorträge, Theaterstücke und Pro-jekttage aufzuklären über rechtsextreme Tendenzen. Man will klare Zeichen gegen Faschismus und Rassismus in Stormarn setzen. www.arabues.de Mut zum Wagnis der Völkerverständigung Ich habe nun über einen Vorgang zu berichten, den es so in unserer 25jährigen Geschichte noch nicht gegeben hat.: Eine Projekt-Gruppe wird vorgeschlagen und tritt zugunsten einer anderen Gruppe zurück. Man möchte mit diesem Rücktritt das „Antirassistische Bündnis ARABUES“ in Bargteheide unterstützen. Dieser edle Vorsatz wurde im Freundeskreis Beer Yaakov erdacht. Ich habe darüber nachgedacht und bin zu dem Ergebnis gekommen: Rücktritt kommt nicht in Frage, zumal der Freundeskreis über die Partnerschaft mit der israelischen Stadt Beer Yaakov hinaus eine Partnerschaft mit einer palästinensischen Stadt anstrebt. Man sei gerade in der Phase des vorsichtigen Sondierens und hoffe, im nächsten Jahr dann bereits etwas vorweisen zu können. Ihr lieben bescheidenen Friedenstauben, wir wollen euch bereits in diesem Jahr mit einem donnernden Applaus Mut machen für dieses Wagnis im Sinne Olof Palmes. Das ist ja als wolltet Ihr Wasser und Feuer versöhnen, oder das Dach der Elbphilharmonie schließen. (Zuruf von Olaf Scholz: „Neun Monate!“) Und unsere Aufmerksamkeit ist euch im nächsten Jahr gewiss. http://bo-by.blogspot.com/ http://jifna-jalazoun.blogspot.com/ Glinde ist bunt – nicht braun Die Nation ist aufgeschreckt worden durch die Erkenntnis, dass Neo-Nazis in der Lage sind, eine TerrorZelle zu gründen. Glinde wurde aufgeschreckt durch die Eröffnung (16.9.2011) eines der Tönsberg-Läden, über die rechtsradikale Erkennungs- und Bekenntnis-Klamotten der Marke „Tor Steinar“ vertrieben werden. Sofort äußerte sich Protest gegen diesen Laden. Dieser Protest formierte sich dann zu einer täglichen Mahnwache, zu Großdemonstrationen und zur Gründung der Bürger-Initiative: „Glinde gegen rechts“. In der Folgezeit gab und gibt es eine Fülle von phantasievollen Aktionen alle mit dem Ziel, einzutreten für menschliche Würde, Gleichberechtigung, Individualität, Freiheit und Verantwortung. Und mit dem Ziel, aufzuklären über die Gefahren des Nationalsozialismus. Dieser Protest führt über Partei- und Konfessions-Grenzen Menschen zusammen und schafft ein neues Klima der Aufmerksamkeit und Verantwortung. Die nächste Großdemonstration ist am 17. März ab 12.00 Uhr am Glinder Markt. Dieses Kuratorium, das den Olof-Palme-Friedenspreis auslobt, erkennt in eurem Protest gegen das Neo-Nazi-Unwesen die Ideen und den Geist Olof Palmes: Alle Menschen brauchen eine Gesellschaft, in der sie in Würde und ohne Angst leben können. Wir sind solidarisch mit der Demonstration von Vernunft und Menschlichkeit in Bargteheide und in Glinde. www.notonsberg.de.tl Oikokredit – eine Bank steht für Gerechtigkeit Oikokredit ist eine von Amersfoort (Niederlande) aus agierende, weltweite Entwicklungs-Genossenschaft, die seit über 35 Jahren in Entwicklungs- und Schwellen-Ländern billige Kredite vergibt und den Aufbau von Kooperativen und Produktions- und Handels-Strukturen fördert. Vielen Menschen wird damit der Weg in die wirtschaftliche Eigenständigkeit ermöglicht. Ziel ist eine gerechte, partizipatorische und zukunftsfähige Gesellschaft weltweit. 1979 hat sich in Norddeutschland ein Förderverein gebildet, dessen 1700 Mitglieder mit einer Einlage von 20,6 Mill. Euro in Oikokredit investiert haben. Gerd Ehlers ist der Mensch, der sich in Reinbek für diese Arbeit einsetzt und als Anwärter auf den Olof-Palme-Friedenspreis vorgeschlagen wurde. Zu der Informations- und Organisations-Arbeit um Oikokredit kommt in Reinbek noch der Eine-Welt-Laden hinzu, in dem Produkte der geförderten Entwicklungs-Gebiete zu fairen Preisen verkauft werden. Die Kirchengemeinde stellt den Raum zu Verfügung, ein Team um Christiane und Gerd Ehlers steht im Eine-Welt-Laden am Täbyplatz bereit. Öffnungszeiten: Mittwochs und sonnabends von 9.30 – 12.30 Uhr. Für die Kunden gibt es bei einer Tasse Tee oder Kaffee, die Möglichkeit, sich zu informieren über die Produkte und die Bedingungen unter denen sie hergestellt werden. Überschüsse aus dem Verkauf gehen als Spenden an eine Kindertagesstätte in Argentinien. Wir sind gewiss, dass diese Arbeit, die ihre Wurzeln im Evangelium hat, auch im Sinne von Olof Palme geschieht. www.oikocredit.org/de „Dann gibt es nur eins, sag Nein!“ (Wolfgang Borchert) Rolf von Bockel, der in Neumünster einen Verlag unterhält, hat uns auf einen Wissenschaftler und Schriftsteller aufmerksam gemacht, der in Stormarn lebt und sich hier auch friedenspolitisch betätigt u.a. auch mit Predigten und Vorträgen. Sein Name: Dr. Wolfgang Beutin, Jahrgang 1934. Wolfgang Beutin gehört zu der Generation zu der ich mich auch zähle. Wir waren damals, als der Krieg unsere Städte verwüstete, noch Kinder, aber haben genug von dem Grauen mitbekommen. Und es sitzt uns bis heute in den Knochen. W. Beutin hat die Bomben-Angriffe auf Bremen miterlebt. Die Familie wurde evakuiert und kam 1944 nach Güstrow. Die Erfahrung von Angst, Vernichtung, Not und Hunger hat ihn geprägt und hat ihn zu einem Gegner militärischer Gewalt gemacht. Er hat sich der Ostermarsch-Bewegung angeschlossen. Er war als Hochschullehrer und als Schriftsteller tätig und hat immer wieder den Friedensgedanken propagiert, etwa in einem Kompendium von Friedenstexten zahlreicher Schriftsteller mit dem Titel „Friedens-Erklärung“. Er hat dem Friedens-Gedanken in der deutschen Literatur nachgespürt und die diesbezüglichen Äußerungen bei Immanuel Kant, Gotthold Ephraim Lessing, Ernst Barlach und Wolfgang Borchert hervor gehoben. Herr v. Bockel hatte seiner Empfehlung eine Geschichte beigelegt, die mich tief beeindruckt hat: Bombenangriff, Bunker-Situation, ein Mann, der selbst schon ein Kriegs-Wrack ist und nichts mehr ausrichten kann, erlebt, wie man seine Mutter aus den Trümmern herausholt. Aber sie ist kein Mensch mehr, das Gesicht ist ihr weggerissen. – Deutlicher und dichter kann man nicht sagen, was Krieg ist: Entmenschlichung, Ohnmacht, Sinnlosigkeit bis hin zur Verwüstung der Sprache…Herr Dr. Beutin, wir möchten Sie heute feiern als einen streitbaren und konsequenten Verfechter der Friedens-Idee! Hand in Hand Eine schwarze und eine weiße Hand halten beschützend eine Weltkugel. In diesem Symbol drückt sich das Programm der Oldesloer Hilfsorganisation „Hand in Hand e.V.“ aus. Diese Hilfsorganisation, auf die uns Herr Hans Peter Weiss (Ahrensburg) aufmerksam gemacht hat, engagiert sich gezielt für Gesundheits- und Bildungsprojekte z.B. in Tansania (Bagamoyo), Mexiko, Südafrika, Sri Lanka. Es wird hier eine Friedens-Arbeit ohne lauten Werbe-Wirbel und ohne großen organisatorischen Überbau geleistet. Und es werden nur Projekte gefördert zu denen ein persönlicher Kontakt besteht. Humanitäre Hilfe dient der Völkerverständigung, und der gegenseitige Austausch von Gedanken bei regelmäßigen Besuchen ist dem Verein genau so wichtig wie die finanzielle Unterstützung. Hier wird also Entwicklungs-Hilfe mit Herz betrieben. Vorsitzende des Vereins ist Frau Antje Grimm. www.worldhands.de Ein interkulturelles Gartenprojekt Wer ein Herz für Menschen und ein Gespür dafür hat, dass wir Menschen, gleich welcher Hautfarbe, gleich welcher Kultur… dass wir Menschen doch alle Kinder Gottes sind und eigentlich ins Paradies gehören, hat vielleicht dann eine Vision, wie wir alle im Grünen friedlich miteinander leben könnten, ohne Zäune. Da aber so viele Menschen auf diesem Erdball leben, ist der Platz knapp geworden, doch für Kleingärten reicht es immer noch. Und dann hat ein Mensch die Idee, ein interkulturelles Gartenprojekt in die Wege zu leiten: Jürgen Martens in Ahrensburg. Sein Gartenprojekt dient der friedlichen Kommunikation von Menschen aus verschieden Kulturkreisen und gleichzeitig der Begegnung mit einheimischen Hobby-gärtnern: Deutsche, Türken, Russen und Griechen teilen sich im Ahrensburger Stadtteil Gartenholz eine Lauben-Kolonie. Hier können Vorurteile abgebaut werden, Menschen können sich hier arbeitend oder feiernd begegnen und voneinander lernen. Zeitungen und sogar der Rundfunk haben sich mit dieser Initiative beschäftigt und sie hervorgehoben. Das Olof-Palme-Gremium war entzückt von diesem liebenswürdigen Projekt: So charmant kann Integration sein, wenn man fremden Menschen unter uns Heimat gewährt. Wir gratulieren Herrn Jürgen Martens zu dieser Idee und dem Projekt. Wir werden es im Auge behalten und bitten, uns das Datum für den „Tag der offenen Pforte“ mitzuteilen. Kultur gegen Gewalt Kultur gegen Gewalt ist das Motto dem Prof. Rolf Bettaque (90) sein sozialpolitisches Engagement widmet. Seine Philosophie lautet: Wir müssen verhindern, dass sich junge Leute zu Gewalttätern entwickeln. Wir müssen in Schulen und Kindergärten anfangen! Aus dieser Überzeugung heraus entwickelte er im Laufe der Jahre (seit 2003) ein breit gefächertes Programm: Konflikt- und Mediations-Training für Lehrer und Schüler. Der Mord an einer Ahrensburger Lehrerin durch einen jungen Spätaussiedler hat die Aufmerksamkeit auf den Kreis der Russland-Deutschen gerichtet. Mit Musikveranstaltungen, Tanz und Breakdance begegnet der Verein „Kontakt – Initiative gegen Sucht und Gewalt in Stormarn“ dem Frust und dem Nihilismus vieler Jugendlicher, die abseits stehen und denen es an Anerkennung mangelt. Hausbesuche und Vier-Augen-Gespräche gehören dazu, ebenso wie Vorträge und Kamingespräche. Mit der Förderung des Projektes „HaLT“ (Hart am Limit) sucht man den Kontakt zu Jugendlichen, die sich durch „Komasaufen“ hervorgetan haben. Seit 5 Jahren gibt es die Lesepaten, die in Schulen und Kindergärten gehen und Kindern helfen, über Liebe zur Muttersprache, Sprachkompetenz zu entwickeln. In der Weihnachtszeit werden Rezepte gelesen und anschließend wird gebacken. Der Verein „Kontakt e.V.“ ist vernetzt mit einer Reihe anderer Gremien, die in Reinbek von sozialpolitischer Relevanz sind. Der Verein scheut sich nicht, andere Initiativen mit gleichen Zielen zu unterstützen. So wurden Musikinstrumente bereit gestellt, um den Aufbau einer Jugendband in Barsbüttel zu fördern. Und es darf natürlich nicht vergessen werden, dass 40 Ehrenamtliche die Arbeit des Vereins tragen. Herr Prof. Bettaque, Sie wurden uns in der Empfehlung als der ehemalige Vorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende, als die Galions-Figur dieser bemerkenswerten sozial-integrativen Bewegung vorgestellt. Ihnen gilt heute unser Dank. Zweimal wurden Sie bereit für den Olof-Palme-Friedenspreis vorgeschlagen, heute ist es endlich soweit, mit einem nachträglichen Glückwunsch zum Jubiläums-Geburtstag ehren wir in Ihnen den Verein „Kontakte e.V.“ mit all seinen ehrenamtlichen Mitgliedern. Ein Haus von Frauen (für Menschen) 1988 wurde der Verein „Frauen helfen Frauen Stormarn e.V.“ gegründet. Frau Dagmar Greiß hat diesen Verein mitbegründet und ist seit 1990 auch hauptberuflich bei der Betreuung von Frauen und Mädchen mit Gewalt-Erfahrungen tätig. Ihr Engagement richtet sich gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch und für Integration und das Bleiberecht von Frauen aus Kriegs- und Krisen-Gebieten. Frau Greiß ist außerdem Mitbegründerin des Vereins „BELLA DONNA – ein Haus von Frauen e.V.“ und in diesem Verein ist sie ehrenamtlich tätig. Die Bella-Donna-Frauen verstehen sich als eine Gruppe, die für eine gerechtere Gesellschaft eintritt, in der die positiven weiblichen Anteile (die es ja auch bei Männern gibt) eine stärkere Wertschätzung erfahren. Man hatte die Vision von einem Ort, an den gearbeitet, gelernt, gegessen und getanzt wird… 2002 wurde ein leer stehendes Industrie-Gebäude in der Bahnhofstr. Für diesen Zweck hergerichtet und 2003 eröffnet. Um auch Behinderten den Zugang zu ermöglichen wurde ein Fahrstuhl eingebaut; Dagmar Greiß begab sich auf Wandertour durch Stormarn, um noch fehlendes Geld einzuwerben. 2004 wurde ein Restaurant eröffnet: „BELLAS Kochsalon“ Es entstanden Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten. Das Haus bietet einen beachtlich breiten Fächer von Erwerbs-, Begegnungs- und Beratungs-Möglichkeiten und kulturellen Veranstaltungen, wie Vorträge oder Lesungen. - 500.000 Frauen werden jährlich in Europa zu illegalen Tätigkeiten, zur Ehe oder zur Prostitution gezwungen. Eine Ausstellung im Bella-Donna-Haus 2006 zeigte, welche Dimensionen das Geschäft mit der „Ware Frau“ angenommen hat und welches Martyrium junge Frauen (häufig aus Ost-Europa) erwartet, wenn sie auf die Verlockungen der „Vermittler“ eingehen. Im Bella-Donna-Haus versteht man auch, Feste zu feiern. Die eher osteuropäische Tradition, den 8. März als Frauentag zu begehen, ist hier aufgegriffen worden: Dieser Tag führt Frauen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammen, Musik und Tanz gehören dazu. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang die Interkulturelle Woche in Bad Oldesloe, die weite Kreise zieht bis in die Schulen hinein. Es wäre sicherlich noch viel zu berichten aus der Erfolgs-Geschichte des Bella-Donna-Hauses. Meine viel zu kurze Darstellung muss genügen als Begründung vor der hier versammelten Öffentlichkeit, dass das Olof-Palme-Gremium Ihnen, Frau Greiß und Ihren Mitstreiterinnen die erste Position unter allen Vorgeschlagenen eingeräumt hat – mit gewissen praktischen Konsequenzen, wie Sie gleich sehen werden. Wir danken Ihnen allen für Ihren Einsatz für eine menschlichere Gesellschaft! www.frauenhelfenfrauenstormarn.de www.bella-donna-haus.de Ich möchte mich zum Schluss noch bedanken bei allen unseren iMs, den „Informations –Müttern und –Männer“ für die guten Vorlagen, die es uns im Gremium zwar nicht leichter gemacht haben, eine Entscheidung zu treffen, die uns aber ein buntes und lebendiges Bild von den vielen friedenspolitischen Aktivitäten in unserem Kreis vermittelt haben. Ich bedanke mich auch bei der Presse, die immer wieder detailliert über diese Aktivitäten berichtet. Cord Denker, 28. 2. 2012


Homepage: SPD-Stormarn


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