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Voller Saal beim Palme-Preis

Veröffentlicht am 29.02.2012, 18:09 Uhr     Druckversion

Foto: Friedenspreis 2012 1987 - 2012: 25 Jahre Olof-Palme-Friedenspreis der SPD Stormarn
200 Gäste konnte der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Martin Habersaat im Reinbeker Schloss begrüßen, darunter zahlreiche ehemalige Preisträger. Sie alle waren gekommen, um das Jubiläum und die Nominierten 2012 zu feiern. Der Preis ging schließlich an Dagmar Greiß aus Bad Oldesloe und Prof. Dr. Rolf Bettaque aus Reinbek.
Festredner war ein gut aufgelegter Olaf Scholz. Der Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes erinnerte an die Gründung des Preises vor 25 Jahren.

Die Einladungen hatte Habersaat mit einem Zitat Palmes versehen: „Politik heißt: etwas wollen. Sozialdemokratische Politik heißt: Veränderungen wollen, weil Veränderungen Verbesserungen verheißen, weil sie Phantasie und Handlungskraft nähren, Träume und Visionen anregen.“ Mit einer augenzwinkernden Anspielung auf den anstehenden Landtagswahlkampf fasste Habersaat es in drei Worten zusammen: „Sozialdemokratie will Verbesserungen.“ Überhaupt wünschte er sich eine fröhliche Veranstaltung, schließlich gehe es um ein bedeutendes Lebenswerk Palmes, gegenwärtiges ehrenamtliches Engagement in Stormarn und stets auch um einen Zuversichtlichen Blick in die Zukunft.

Der Bundestagsabgeordnete Franz Thönnes, Vorsitzender der SPD Stormarn von 1986 - 1992, erinnerte an das Attentat auf Olof Palme am 28. Februar 1986, das viele Menschen auch in Deutschland erschütterte. Auf einem Kreisparteitag in Glinde hatte er dann wenig später den Olof-Palme-Friedenspreis ins Leben gerufen. Als ersten Vorsitzenden des Kuratoriums hatte er damals Egon Bahr gewinnen können. Thönnes freute sich, dass der Preis so lange Bestand hat und setzte gleich eine neue Zielmarke: Das 50jährige Jubiläum.

Olaf Scholz ging in seiner Festrede auf die Mordserie rechter Terroristen ebenso ein wie auf den Arabischen Frühling im vergangenen Jahr. Er kam zu zwei Schlüssen: „Die Einmischung von Bürgerinnen und Bürgern ist unverzichtbar.“ Und: „Demokratie ist keine europäische Eigenheit!“ Scholz entwickelte die These der Universalität von Freiheit und Demokratie. Es gebe eben keine Orte auf der Welt, in denen diese nicht funktionierten. Dann kam er auf eine alte Entdeckung Kants zu sprechen: Zwischen demokratischen Staaten werden keine Kriege geführt. Schließlich skizzierte der Hamburger Bürgermeister seine Ziele in der Bildungs- und Sozialpolitik. Parallelen zu den Zielen Olof Palmes waren nicht zufällig. In diese Ziele schloss er alle Anwesenden ein: „Hamburg ist eine Hoffnungsstadt. Das sollte für die gesamte Metropolregion gelten!“

Cord Denker hatte es übernommen, im Namen des Kuratoriums alle elf nominierten Personen und Gruppen vorzustellen und ihre ehrenamtliche Arbeit zu würdigen. Besonderen Applaus bekam er für den Satz, alle Anwesenden seien „solidarisch mit der Demonstration von Vernunft und Menschlichkeit“, wie die das Antirassistische Bündnis Stormarn und die Bürgerinitiative gegen Rechts in Glinde zeigten. Besonders angetan zeigte er sich von der Idee der Gärten der Begegnung in Ahrensburg, wo mit Kleingärten großes geleistet werde. Den Preis 2012 sprach die Jury folgenden Projekten zu:

Dagmar Greiß wurde gleich für zwei erfolgreiche Projekte geehrt und mit einem Preisgeld von 1000 Euro bedacht. Die Mitbegründerin der Vereine Frauen helfen Frauen e.V. und Bella Donna e.V. engagiert sich in der Arbeit gegen Gewalt gegen Frauen und schuf mit dem Bella Donna Haus einen Ort für Arbeit, Begegnung, Kultur und Soziales. In ihrer vorsorglich ausgearbeiteten Dankesrede schilderte sie ihren Weg in die Frauenbewegung und ihr jahrzehntelanges Engagement für Frauen. Ihr Fazit: „Veränderungen dauern, aber sie sind möglich.“

Rolf Bettaque ging mit seinen Dankesworten auf Olof Palme und dessen Leben und Wirken ein. Der 90jährige Reinbeker setzte der Preisverleihung einen würdigen Schlusspunkt, als er alle Gäste bat, sich zu Ehren Olof Palmes von ihren Plätzen zu erheben. Der Verein, dessen Ehrenvorsitzender er heute ist, heißt Kontakt - Initiative gegen Sucht und Gewalt in Stormarn e.V. Mit einem breit gefächerten Programm sind die Ehrenamtlichen dort aktiv, um Frust und Nihilismus zu begegnen. Das Preisgeld betrug 500 Euro.

Musikalisch äußerst schwungvoll umrahmt wurde die Veranstaltung in diesem Jahr von Janice Harrington, Werner Gürtler und Dylan Vaugn. Vaugn begann die Veranstaltung mit „Imagine“, nach der Festrede von Olaf Scholz stimmte die Amerikanerin „Wonderful World“ an und entließ sie die Festgemeinde mit dem Gospel-Song „Oh Happy Day“.



Homepage: SPD-Stormarn


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