Morgen 30.06.17

SPD Kieler-Mitte
17:30 Uhr, Stammtisch OV Kieler ...

Buchtipps

Unsere Kinder, die wir lieben

Die Welle ist weg, die Not ist geblieben

Angila Gallage hat in vielen ergreifenden, authentischen Geschichten das Leben nach dem Tsunami mit seinen Auswirkungen auf den Inselstaat Sri Lanka aufgeschrieben. Die Autorin will damit die Schicksale betroffener Kinder und ihrer Familien der Öffentlichkeit zugänglich machen. Der Erlös aus dem Verkauf des Buches fließt in Hilfsaktivitäten, die von Angela Gallage gefördert werden.

Angila Gallage, geboren in Sri Lanka, lebt seit mehr als 33 Jahren in Deutschland. Unmittelbar nach dem Tsunami Weihnachten 2004 startete sie eine Vielzahl von Hilfsaktivitäten. Sie half beim Wiederaufbau von Häusern, Geschäften, Kindergärten und Schulen und sie führte unzählige Gespräche mit den Betroffenen. Dabei erfuhr sie, welches Leid die Bevölkerung durch diese Naturkatastrophe erlitten hat.

"Ohne unsere Hilfe werden diese kleinen Wesen vielleicht schon als Kind ihre Zukunft verloren haben", sagt Angila Gallage. Die Kinder, die vorher bereits arm waren, seien nun noch ärmer geworden. Aber noch schlimmer, so schildert die Autorin, sei der seelische Schmerz über den Verlust von Eltern, Geschwistern und Freunden. Angila Gallage beschreibt in ihren Geschichten, welche Not die Welle hinterlassen hat. Der Erlös aus dem Verkauf fließt in Hilfsaktivitäten, die von der Autorin nach wie vor gefördert werden.

Unsere Kinder, die wir lieben
ISBN 978-955-52582-0-3
Printed in Sri Lanka, 2010
Autorin Angila Gallage
133 Seiten
Preis 18,00 Euro

Buchbestellungen unter angila_gallage@web.de
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1.    Weiland in der Quer-Passage (Sophienhof) in Kiel

2.    Weiland Büchershop an der Mensa, Universität Kiel

3.    Zeitungsladen Petersen, Altenholz.- Stift

4.    Amazon (Internet)

5.    Juwelier Helmut Keil, Kiel, Holtenauer Str.

6.    Teeladen Atempause, Kiel, Holtenauer Str.

7.    Geschenkartikelladen ‚El Mundo‘ im Cittipark in Kiel

8.    Katholischen Propstei gemeinde St. Nikolaus, Rathausstraße 5, Kiel


 

Demokratische Geschichte 20

Der Beirat für Geschichte hat jetzt sein 20. Jahrbuch vorgelegt. Der Band "Demokratische Geschichte 20" ist 450 Seiten stark und enthält eine Reihe wichtiger Beiträge zur demokratischen Landesgeschichte. Er widmet sich neben Einzelthemen gleich mehreren Schwerpunkten.
Zunächst untersucht Hans Schultz-Hansen den Entstehungs- bzw. Entwicklungsprozess nationaler Identitäten im Herzogtum Schleswig in der Zeit vor 1848. Er geht dabei der Frage nach, ob die Entscheidung zugunsten deutsch oder dänisch rational getroffen wurde, d.h. in erster Linie wirtschaftlich motiviert war.

Weiterhin stehen verschiedene Aspekte der Geschichte der Weimarer Republik im Mittelpunkt. Dabei unternimmt Uwe Danker in einem Beitrag über den 1878 in Lübeck geborenen Sozialdemokraten und späteren Reichsjustizminister Gustav Radbruch eine Annäherung an den Politiker, der als Rechtsgelehrter durch sein republikanisches Engagement bekannt wurde und eine Reihe von Jahren an der Kieler Universität lehrte.
Mit der Geschichte des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold in Schleswig-Holstein beschäftigt sich Jürgen Weber, der Eckpunkte der Entwicklung der sozialdemokratischen, ursprünglich doch alle republikanisch gesinnten Kräfte ansprechenden Massenorganisationen im "Gau" Schleswig-Holstein darstellt.

Aus dem Themenbereich der Landesgeschichte nach 1945 sind beispielhaft zu erwähnen ein Beitrag von Harald Schmid, der ein wenig bekanntes Kapital schleswig-holsteinischer Zeitgeschichte aufschlägt. Er beleuchtet den Besuch des Schah von Persien und seiner Gattin vor über vier Jahrzehnten der BRD. Dieser Besuch wird in der öffentlichen Erinnerung nur mit den gewalttätigen Ereignissen in Berlin am 02. Juli 1967 verbunden. Vergessen ist längst, dass der umstrittene Staatsgast auch Schleswig-Holstein einen  Kurzbesuch abstattete. Schmid zeichnet den weitgehend kritik- und protestfreien Besuch in Lübeck nach.

Die Ausgabe des Jahrbuches widmet sich auch dem legendären Joachim Steffen. Gert Börnsen, einer der früheren wissenschaftlichen Mitarbeiter Steffens, erinnert sich an diese Zeit und beschreibt mit sehr genau gesetzten Formulierungen den markanten Politiker, Journalisten, Kleinkünstler und Visionär. Ergänzt wird diese Erinnerung durch eine Studie von Friederike Steiner. Sie untersucht die Rolle Steffens in der Entwicklung der neuen Ostpolitik und der Entwicklung der Politik der SPD überhaupt.

Der Band "Demokratische Geschichte 20" wird ergänzt durch ein "didaktisches Forum", dass wichtige Impulse für die Vermittlung von Landesgeschichte an konkreten Beispielen liefert.

Der Band ist im Buchhandel (ISBN 3-933862-41-8) oder direkt beim Beirat für Geschichte in Malente. (http://www.beirat-fuer-geschichte.de/) erhältlich und kostet 25 €


TönniesFerdinand Tönnies - Friese und Weltbürger - Eine Biografie

Der Anlass zur Abfassung der Biografie über Ferdinand Tönnies war der Geburtstag des Begründers der Soziologie in Deutschland, der sich am 26. Juli 2005 zum 150. Mal jährte. Geboren unter dem Dach eines Haubargs auf der Halbinsel Eiderstedt (1855), aufgewachsen in Husum, wo er die Gelehrtenschule absolvierte und eine enge Freundschaft zu Theodor Storm unterhielt, war er später an der Kieler Universität tätig.

Ferdinand Tönnies, der von 1909 bis 1933 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Soziologie war, legte durch sein Hauptwerk „Gemeinschaft und Gesellschaft“ (1887) den Grundstein für die Soziologie als Einzelwissenschaft in Deutschland. Er wurde zum Klassiker der soziologischen und philosophischen Wissenschaften durch seine Veröffentlichungen über Thomas Hobbes, von dem er bis dahin unbekannte Schriften in England entdeckte und publizierte.

Ferdinand Tönnies hat in seinem langen Leben nahezu alle Epochen der jüngeren Geschichte durchlebt: angefangen im noch dänischen Herzogtum Schleswig, später in Preußen und im Kaiserreich, dann in der Weimarer Republik und schließlich unter den Nationalsozialisten, die er publizistisch bekämpfte. Er hat sich eingemischt, hat Partei ergriffen, sich aber nie vereinnahmen lassen. Die auf 372 Seiten mit zahlreichen Bildern und Dokumenten versehene Biografie zeichnet das Leben eines Gelehrten nach, der - obwohl eng mit seiner nordfriesischen Heimat verbunden - ein Kosmopolit war, der praktisch mit der ganzen Welt in Kontakt stand. Als der 78jährige 1933 von den Faschisten ohne Bezüge von der Universität gejagt wurde lernte Tönnies als Greis noch das kennen, worüber er als Wissenschaftler empirisch geforscht hatte: die Armut. Am 9. April 1936 ist Ferdinand Tönnies gestorben.

Uwe Carstens, Ferdinand Tönnies. Friese und Weltbürger, Norderstedt 2005, 372 S., Euro 38,- ISBN 3-8334-2966-6


Demokratischen Geschichte 16Demokratische Geschichte Jahrbuch für Schleswig-Holstein Band 16

Der neue Band des Beirats für Geschichte bietet auf 350 Seiten mit vielen Illustrationen 17 Aufsätze zur Geschichte unseres Landes:

  • Über den "Widerstand gegen Hexenverfolgung", Beiträgen zum Nationalsozialismus im deutsch-dänischen Grenzraum bis zur Auseinandersetzung um das Atomkraftwerk Brokdorf.
  • Im "Didaktischen Forum" finden sich u.a. Beiträge zum Umgang mit den Wehrmachtsausstellungen.

Der Band ist im Schleswig-Holsteinischen Geschichtsverlag erschienen ( ISBN 3-933862-36-1) und kostet 25 Euro im Buchhandel. Er kann auch direkt bei der Heinemann-Bildungsstätte in Malente bezogen werden (Mitgliedspreis 15 Euro)